Steinbach: Herbstübung der Feuerwehr

Steinbach. (lm) Ein Holzferienhaus in Steinbach brennt, eine Person wird vermisst. Auf der einen Seite Wald, auf der anderen freies Feld am Hang und an den Seiten weitere Häuser, dazu eine Mammutbaustelle im Dorf, die ein Durchkommen der Rettungsfahrzeuge unmöglich macht. Nur gut, dass die Abteilungswehr Steinbach sich so gut auskennt und seit mehreren Jahren mit den Abteilungswehren aus Stürzenhardt und Hettigenbeuern wie auch bei dieser Gemeinschaftsherbstübung zusammen trainiert.

Um 15 Uhr war die Alarmierung, nur einen Atemzug später waren 24 Steinbacher Wehrleute mit Abteilungskommandant Volker Banschbach, Stv. Bernd Förtig und zwei Atemschutzgeräteträgern vor Ort, um sofort eine erste Wasserversorgung aufzubauen. Nur Bruchteile später erschienen 10 Kollegen aus Stürzenhardt mit Abteilungskommandant Clemens Schilling, die die Brandbekämpfung aus östlicher Richtung oberhalb des Hauses übernahmen und selbst die am weitesten entfernten Wehrleute aus Hettigenbeuern waren bereits 15 Minuten nach Alarmierung mit 15 Leuten, darunter Abteilungskommandant Norbert Meixner, zur Stelle. Ihnen fiel die Aufgabe der Riegelstellung zu und sie nutzten die Übung, um Schläuche in Einsatz zu bringen, die schon länger lagen, um dann festzustellen, dass vier Stück am Ende sind. Innerhalb einer halben Stunde war der „Brand“ bekämpft, die vermisste Person geborgen und dem Rettungswagen übergeben.

Bei der nachfolgenden Übungskritik in der Steinbacher Schule lobte Mudaus Gesamtkommandant Gerd Mayer Objektauswahl und das gute Zusammenwirken der drei Wehren. Außerdem sei es gut gewesen, den neuen Löschwasseranschluss an den Steinbach gleich mit zu testen. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger war begeistert, dass an einem Samstagnachmittag bei herrlichem Wetter in so kurzer Zeit fast 50 Feuerwehrler vor Ort sind mit einer teilweise durchaus kreativen Fahrzeugwahl und eine Arbeit hinlegen, die hervorragend funktioniert.

Allerdings seien die Mudauer Wehren in jüngster Vergangenheit auch leider so oft im Einsatz, dass sie schon fast auf das Üben verzichten könnten. Das meinte er aber nicht wirklich ernst wie dem Stolz auf die qualifizierte Feuerwehr und die ebenfalls schon verantwortungsbewusste Jugendwehr zu entnehmen war. Sein Dank ging aber auch an die beiden Nachbarwehren, die sich hervorragend mit ihren Gerätschaften auskennen und wirklich das Beste aus den sicher nicht hypermodernen Fahrzeugen herausholen können.

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(Foto: Liane Merkle)

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