Leserbrief: „Rassismus ist keine Alternative“

„Dies ist das Land in dem man nicht versteht, dass fremd kein Wort für feindlich ist…“, mit diesen Worten leiten die Toten Hosen ihr Lied „Willkommen in Deutschland“ ein, welches sie als Reaktion auf die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen veröffentlicht haben.

 Ausschreitungen gegen Flüchtlinge stehen leider auch in diesen Tagen wieder auf der Tagesordnung und halten uns erneut in einem traurigen Maße vor Augen, wie viel rechtes Gedankengut auch heute noch in den Köpfen unserer Bürger steckt.

Rechte Parteien, wie die NPD und die AfD, schüren bewusst Ängste, um ihre rechten Positionen an den Mann zu bringen. Dadurch steht die AfD aktuell auf erschreckenden und angsteinflößenden 12,5% bei den neuesten Umfragen zur Landtagswahl Baden-Württemberg.

Die Toten Hosen singen weiter in Ihrem Lied: „Dies ist das Land in dem so viele schweigen, wenn Verrückte auf die Straße gehen. Um der ganzen Welt und sich selbst zu beweisen, dass die Deutschen wieder die Deutschen sind.“

AfD, Pegida, NPD und ähnliche rechtspopulistische Bewegungen und Parteien haben in den letzten Monaten einen erschreckenden Zulauf bekommen. Einzelne Gegendemonstrationen genügen hier nicht, um diese schreckliche Entwicklung zu stoppen.

Wir müssen uns klar machen, welche Auswirkungen diese Entwicklung für unser Land hat: Eine Schwächung unserer Demokratie!

Nicht die Flüchtlinge nehmen uns das weg, was wir uns seit dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben, sondern die Rechten! Sie sind die Gefährder unserer Demokratie und Werte! Wer AfD und NPD wählt und unterstützt, setzt bewusst unser Verständnis von Demokratie aufs Spiel.

Aus Protest rechts zu wählen ist, wie aus Protest gegen schlechte Straßen vor einen Zug zu springen. Es ergibt keinen Sinn und hilft nicht das eigentliche Problem zu lösen, sondern eröffnet ein neues. Integration ist nur möglich, wenn man Menschen wie Menschen behandelt und dabei nicht einen Sündenbock für alle offenen Probleme sucht.

Gott sei Dank haben dies schon tausende Begriffen und sich auf die Fahnen geschrieben unsere neuen Mitbürger bei Ihren ersten Schritten in ein neues Leben zu begleiten, was eine unbezahlbare Leistung unserer Gesellschaft darstellt. Nun müssen wir aber aufstehen und verhindern, dass dieses Engagement durch die Rechten wieder zerstört wird.

Um es mit den Worten der Toten Hosen zu sagen: „Es ist auch dein Land! Komm, wir zeigen es leben auch andre Menschen hier!“

Deshalb rufe ich jeden Mitbürger dazu auf: Am 13. März – Demokratisch wählen!

Timo Riedinger

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

Mudau: Jahrbuch M 16 vorgestellt

25. März 2017 jh 0
Bitte helfen Sie mit, NOKZEIT zu finanzieren! (Foto: Liane Merkle) Mudau. (lm) Auf Einladung von Initiator Klaus Schork trafen sich Text- und Bildlieferanten, Redaktionsteam und [...]

SV Mörtelstein ehrt Gerlinde Damboldt

25. März 2017 jh 0
Bitte helfen Sie mit, NOKZEIT zu finanzieren! Ein Vierteljahrhundert die Kasse geführt Auf dem Foto sind zu sehen von links: Thomas Raber (3. Vorsitzender), Roger [...]

Orang-Utans packen die Koffer

24. März 2017 jh 0
Bitte helfen Sie mit, NOKZEIT zu finanzieren! Nur noch wenig Zeit, Abschied von den beliebten Waldmenschen zu nehmen  Beranis erster Geburtstag, Foto Heidrun Knigge/Zoo Heidelberg [...]

6 Kommentare

  1. Blödsinn, wir müssen und wollen eben nicht die ganze Welt durchfüttern.

    Mit Rassismus hat das exakt mal garnichts zu tun.

    • doch du benutzt genau die sprache der rechtsextremen und damit bist du auch ein solcher. die welt hat 7,4 milliarden menschen, deutschland hat 80 millionen und es kamen letztes jahr etwa 1,2 millionen menschen. es kann also nicht die rede davon sein, dass wir die ganze welt durchfüttern.

      wenn du ernst genommen werden willst, dann musst du sachlich argumentieren und nicht braun. aber dazu ist eben ein mindestmaß an bildung notwendig.

  2. Sehr gute Einstellung. Genau die richtigen Worte. Leute die rechts wählen benutzen nicht ihr Gehirn. Sondern lassen sich von einigen wenigen benutzen.

Kommentare sind deaktiviert.