A 6/: Tötungsdelikt geklärt

(Symbolbild)

Nachdem am Sonntagmorgen auf der Rastanlage Hohenlohe-Süd an der A 6 ein Toter gefunden wurde (NZ berichtete), konnte inzwischen geklärt werden, wie der 46-jährige Mann ums Leben kam. Gegen einen Tatverdächtigen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn Haftbefehl erlassen, der 32-Jährige wurde in eine Haftanstalt eingeliefert. Nach dem
derzeitigen Stand der Ermittlungen wartete der 46-jährige Lastwagenfahrer auf dem Parkplatz der Rastanlage am Samstagabend auf seine Ablösung. Kurz nach 22 Uhr traf ein mit acht Personen besetzter Kleinbus am Parkplatz ein. Bei den Männern handelte es sich um andere
LKW-Fahrer und einen Verantwortlichen der Spedition, bei welcher der
Verstorbene arbeitete. Der 46-Jährige sei betrunken gewesen und habe sich geweigert, den Schlüssel des LKW für seinen Nachfolger heraus zu geben. Nachdem es dann doch gelungen sei, ihm den Schlüssel abzunehmen, habe er sich geweigert, in den Kleinbus einzusteigen. Daraufhin sei es zu einem offenen Streit mit dem 34-Jährigen
gekommen, der inzwischen gestanden hat, seinen Kollegen mit der Faust
geschlagen zu haben. Der Getroffene sei daraufhin umgefallen und nach dem ungebremsten Aufprall mit dem Kopf auf dem Boden benommen gewesen. Der Verletzte wurde anschließend auf dem Grünstreifen abgelegt. Die anderen Mitarbeiter der Spedition fuhren anschließend weiter, um auf einer weiteren Raststätte einen anderen Fahrer
abzulösen. Auf der Rückfahrt sollte der 46-Jährige dann auf- und mitgenommen werden. Er lag nach den Angaben der Kleinbusinsassen bei deren Rückkehr am folgenden Morgen gegen 7.30 Uhr jedoch noch an der Stelle, an der er abgelegt worden war. Erst jetzt wurde ein Notarzt verständigt, der aber nur noch den Tod feststellen konnte. Die
Obduktion ergab, dass vermutlich der Sturz auf den Kopf die Todesursache war. Nach Zeugenaussagen und dem
Geständnis des 34-Jährigen wird gegen diesen wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Gegen die Insassen des Kleinbusses besteht der Verdacht der unterlassenen Hilfeleistung. Die Ermittlungen wurden aufgrund der Sprachprobleme bei den Vernehmungen erschwert. Auf dem Rastplatz parkten etwa 100 Fahrer mit ihren LKW; bei fast allen Zeugen musste für die Befragungen ein Dolmetscher hinzu gezogen werden.

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen:

3 Kommentare

  1. Hört sich nach einer ganzen lüge an.warum fahren die einfach weiter ohne Hilfe zu holen.oder von den 100 angeblichen Fahrern die auch auf dem Parkplatz waren hat keiner was mit bekommen.es war ja bestimmt net gerade leise wenn der Fahrer angeblich betrunken gewesen war. Keiner hat was mit bekommen obwohl 100 Fahrer mit auf dem Parkplatz waren.naja

Kommentare sind deaktiviert.