Reizende Jahreszeit mit fliegenden Pollen

Allergiesaison hat begonnen

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Gereizte Augen, eine laufende Nase oder Niesattacken können Anzeichen für eine Allergie sein. Die ersten Pollen, die so genannten Frühblüher fliegen schon seit Beginn des Jahres und lösen bei Betroffenen Heuschnupfen oder allergischen Schnupfen aus. Im Frühling steigt das Allergie-Risiko weiter. Die AOK Rhein-Neckar-Odenwald hat die aktuellen Daten zu Allergien im Neckar-Odenwald-Kreis ausgewertet.

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Allergien können sich durch zahlreiche Symptome bemerkbar machen. Dazu gehören häufiges Niesen sowie eine laufende oder verstopfte Nase. Bei starken Beschwerden fühlen sich Betroffene zudem schlapp und müde. Geht der allergische Schnupfen mit einer Bindehautentzündung einher, tränen und jucken die Augen. Die Augenlieder sind oftmals geschwollen. Zudem können Juckreiz und asthmatische Beschwerden wie Husten, pfeifende Atmung und Kurzatmigkeit auftreten.

„Im Neckar-Odenwald-Kreis wurden zuletzt 2.060 Versicherte wegen Heuschnupfen ärztlich behandelt“, sagt Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. „Das entspricht knapp vier Prozent aller Versicherten im Neckar-Odenwald-Kreis.“ Die Anzahl der Betroffenen mit der Diagnose Heuschnupfen steigt im Kreis dabei durchschnittlich um 3,3 Prozent pro Jahr.

Eine ähnliche Steigerungsrate beobachtet die AOK beim allergischen Asthma. Derzeit sind 1.300 Versicherte im Kreis deshalb in ärztlicher Behandlung. Die Steigerungsrate pro Jahr betrug zuletzt 3,5 Prozent.
„Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems“, erklärt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. „Wer gegen Pollen allergisch ist, sollte an Tagen mit starkem Pollenflug zum Beispiel beim Autofahren die Fenster geschlossen halten und vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Studien haben zudem gezeigt, dass bei milden Beschwerden salzhaltige Nasensprays und Nasenspülungen Linderung schaffen.“ Knapstein rät zudem dazu, den Pollenflugkalender im Blick zu behalten.

Wichtig ist zudem, bereits bei Kindern auf allergische Reaktionen zu achten. „Leider bleiben bei Kindern Allergien oft zu lange unerkannt. Je früher die richtige Diagnose gestellt wird, desto besser lassen sich viele Allergien beeinflussen“, sagt die Medizinerin. Sie rät bei entsprechenden Symptomen dazu, frühzeitig den Haus- oder Kinderarzt aufzusuchen. Eine Behandlung ist auch deshalb sinnvoll, da sich aus einer Allergie im weiteren Verlauf ein allergisches Asthma entwickeln kann. Mehr als ein Drittel aller Kinder mit Heuschnupfen entwickeln dieses im Lauf der Zeit.

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