Wahlerfolg beflügelt im „schwarzen Odenwald“

„Grüne klarer Wahlsieger“ – Kreisvorstand heißt neue Mandatsträger willkommen

**Mosbach. ** (pm) „Auch wenn der Neckar-Odenwald-Kreis nicht die grünste Region des Landes ist, sind die Grünen auch hier der klare Wahlsieger“, bemerkte Mosbachs jüngste Stadträtin Emily Nau auf der jüngsten Vorstandssitzung der Kreis-Grünen. Denn zum ersten Mal seien alle sieben Kreistags-Wahlkreise grün repräsentiert, das Europawahlergebnis sei mehr als verdoppelt.

„Doch wie soll nun die Zukunft gestaltet und wir der aufgetragenen Verantwortung gerecht werden?“ Diese Frage stellten nicht nur die Mandatsträger der Grünen Jugend – Timo Riedinger (Kreis- und Gemeinderat Mosbach), Arno Meuter (Gemeinderat Aglasterhausen), Lena-Marie Dold (Gemeinderätin Elztal) und Emily Nau (Gemeinderätin Mosbach) – in den Mittelpunkt des Treffens des Kreisvorstands von Bündnis 90/Die Grünen mit neu gewählten Kreis- und Gemeinderäten. Die Vorstandssprecher Hans-Detlef Ott und Amelie Pfeiffer freuten sich über den rekordverdächtigen Zulauf und eine engagierte Diskussion, um den Wahlkampf und die Wahlergebnisse zu analysieren.

Gratuliert wurde zunächst den Mitgliedern der neuen Kreistagsfraktion Andrea Schulz (Walldürn), Daniel Modersohn (Adelsheim), Anton Fleischmann (Mudau), Timo Riedinger (Mosbach), der wiedergewählten Fraktionsvorsitzenden und Stimmenkönigin Simone Heitz (Aglasterhausen, 2999 Stimmen), Amelie Pfeiffer (Buchen) sowie Gabi Metzger (Elztal), die 1984 als erste Grüne in das Kreisparlament einzog und nun zum achten Mal gewählt wurde.

Gleichermaßen den anwesenden neu- und wiedergewählten Gemeinderäten, die in Aglasterhausen, Buchen, Elztal, Haßmersheim, Limbach, Mosbach und Schwarzach für grüne Verankerung sorgen.

In einer aufgeladenen, teilweise euphorischen Stimmung, die aktuell in vielen grünen Seelen herrscht, nahm der Gedankenaustausch dann rasant Fahrt auf. Nachdem man die Erfahrungen der letzten Jahre Revue passieren ließ, was die enorme Entwicklung vor Augen führte, wurden seitens der erstmals Gewählten zukunftsgerichtete neue Ideen, frische Motivation und eine gute Portion Vorfreude in den Raum geworfen.

In der Rückschau wurde der Wahlkampf kritisch unter die Lumpe genommen, den helfenden Händen gedankt und selbstkritisch Verbesserungsmöglichkeiten benannt. Das einvernehmliche Resümee der Reflektion sah den Wahlerfolg basierend auf dem Vertrauen der Wähler, die der grünen Partei zutrauten, der Verantwortung für die Zukunft sowohl lokal wie europaweit gewachsen zu sein, und der Einschätzung, dass die unabweisbaren Probleme – insbesondere des Klima- und Artenschutzes – kein „weiter so“ erlaubten. Um dem Vertrauen der Menschen gerecht zu werden, wolle man die Aktivitäten deutlich verstärken und neue Kräfte einbeziehen, damit endlich auch im gesamten Kreis etwas vorwärts gehe! „Wir haben nur eine kurze Zeitspanne, um beim Klimawandel das Schlimmste zu verhindern und die Möglichkeiten auszuschöpfen, dies müssen wir angehen“, bekräftigte Fraktionsvorsitzende Simone Heitz

Beflügelt vom Wahlzuspruch und den Prognosen wurden auch idealistische Ziele formuliert, auf die man mit neuer Motivation und Kraft zusteuern will. Als konkrete nächste Schritte sind der Aufbau der Grünen Jugend, vermehrte medial-digitale und persönliche Präsenz und verstärkte Zusammenarbeit der Fraktionen und Mandatsträger verabredet, inhaltlich soll besonderes Augenmerk auf die Stärkung der Bürgerpartizipation gelegt werden. Mit Tatendrang und Optimismus wolle man die Motivation der gesamten Partei hoch halten und gespeist aus der Erfahrung der Alteingesessenen, dem frischem Wind der Neugewählten und dem Rückenwind aus der Gesellschaft Schritte zu nachhaltiger Veränderung bewirken.

„Grundsätzlich“, resümierte Emily Nau ihre erste Vorstandssitzung, „hat das Treffen sowohl das Bewusstsein für die Vergangenheit wie auch die Zukunft gestärkt und konnte Überblick und Perspektive bieten, die zuversichtlich stimmt.“

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3 Kommentare

  1. zu „Grüne klarer Wahlsieger“ – Kreisvorstand heißt neue Mandatsträger willkommen

    Vor lauter Euphorie sei im Siegestaumel daran erinnert, dass Klima- und Artenschutz nicht die alleinigen Aspekte sind, die für die Menschen auch im NOK wichtig sind. Dabei denke ich an Urthemen der Grünen: Frieden, Abrüstung, Soziales. Auch Strukturschwäche und Arbeitsmarkt im NOK nicht zu vergessen. Infrastruktur, Generationenkonflikt, Schulsterben, Abwanderung usw. sind Themen, die leicht in Vernachlässigung geraten.

    Burkhard Malotke, Mosbach

  2. Es geht hier um Kommunalpolitik. Da im NOK kein Bürgerkrieg droht, sind Frieden und Abrüstung sicherlich keine Themen für Kreistag und Gemeinderäte.

  3. Hallo Burkhard!

    Ich halte es eher mit dem Beitrag von Brigitte. Auch wenn wir ein gutes Ergebnis hatten: Der Odenwald ist vorerst noch (…) ein sicheres CDU-Habitat. Wir arbeiten aber daran…

    Es gtrüßt
    HDO

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