Raffinierter Betrug einer „Heilerin“

(Symbolbild)

 Lauffen. (ots) Auf eine raffinierte Betrügerin fiel am Montagnachmittag eine 53-Jährige herein. Die Unbekannte sprach ihr Opfer in der Heilbronner Fußgängerzone auf russisch an und erklärte dieser, dass sie ihr ansehen würde, wie schlecht es ihr gehe. Sie sei überzeugt, dass der Sohn der 53-Jährigen bald sterben werde. Sie könne ihr aber helfen, denn sie sei eine Heilerin. Als sie sich einig waren, dass die „Heilerin“ mit ihr nach Hause nach Lauffen mitkommt, kam plötzlich eine zweite Unbekannte hinzu, die anbot, die beiden zu begleiten. Es kam dann aber so, dass die zweite Täterin mit der Frau zum Hauptbahnhof ging und mit ihr per Bahn nach Lauffen fuhr.

Wie die „Heilerin“ dorthin kam, ist unklar, sie war auf jeden Fall da. In der Wohnung der Frau setzten beide Täterinnen diese mit dem angeblich nahenden Tod des Sohnes unter Druck und forderten sie auf, ihren Schmuck und alles Bargeld zusammen zu holen, damit ihrem Sohn geholfen werden könne. Bargeld war keines da, aber relativ wertvolle Schmuckteile. Eine der Täterinnen packte alles in einen Putzlappen, um den sie einen roten Faden wickelte. Nach einem weiteren Gespräch übergab die Unbekannte den Lappen an die 53-Jährige, dann verließ das Duo die Wohnung. Erst später bemerkte die Geprellte, dass sich in dem Lappen lediglich Zeitungspapier befand, der Schmuck war weg. Wie der Austausch stattfand, ist unklar.

Die Polizei warnt vor dem Betrügerduo. Die „Heilerin“ ist 60 bis 65 Jahre alt, etwa 1,55 Meter groß und hat hellblonde, schulterlange, zu einem Pferdeschwanz gebundene Haare. In Heilbronn trug sie eine hellblaue Steppjacke. In Lauffen war sie dann bekleidet mit einem dunklen, knielangen Mantel, einem Hut und Handschuhen. Sie trug plötzlich eine Brille. Die zweite Täterin ist 30 bis 35 Jahre alt und gleich groß wie ihre Komplizin. Sie hat auffallend große und runde, grau-grüne Augen. Bei ihren kurzen, blonden Haaren handelte es sich wahrscheinlich um eine Perücke. Bekleidet war sie mit einer dunkelblauen Steppjacke und grauen Jeans. Beide sprachen schlecht deutsch, aber gut russisch.

Falls das Duo erneut irgendwo auftritt, womit die Ermittler rechnen, sollte umgehend die Polizei, auch über den Notruf 110, verständigt werden. Hinweise auf die Betrügerinnen gehen an das Polizeirevier Lauffen, Telefon 07133 2090.

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