Miteinander leben, voneinander lernen

Unterstützen Sie NOKZEIT!

(Foto: pm)

Neubau soll bald schon bezugsfertig sein

 
Seckach/Klinge. (pm) „Aus der Not heraus“ entstand in den 1950er Jahren unter Gründervater Pfarrer Heinrich Magnani das Kinder- und Jugenddorf Klinge. Seither habe sich das Dorf bei Seckach stetig weiterentwickelt. Heute gilt es als eine der größten Jugendhilfeeinrichtungen seiner Art in Deutschland. Bei einem Rundgang vor Ort informierte sich aktuell die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Nina Warken gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Jungen Union Neckar-Odenwald über die aktuelle Situation. „Vielen ist die Klinge wohl hauptsächlich durch den kinderfreundlichen Spielplatz bekannt. Die Klinge ist jedoch weitaus mehr, nämlich ein ganz besonderer Ort des Miteinanders und Füreinanders“, zeigt sich Warken beindruckt. 
 
Vorstand Dr. Christoph Klotz berichtete eingangs über die Historie und über die aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Stolz könne man zurückblicken, wie sich die Klinge immer weiter zum Positiven entwickle. Heute würden rund 160 junge Menschen in der Klinge in Hausgemeinschaften und Jugendwohngruppen betreut. „Unser Konzept ist darauf ausgelegt, dass die zu betreuenden Kinder hier durch das Leben in Wohngemeinschaften in familienähnlichen Verhältnissen groß werden können. Die Wohngruppen leben und spielen zusammen und gehen beispielsweise auch gemeinsam einkaufen, das sind familiäre Strukturen“, so Klotz. Die Corona-Pandemie habe diese Gewohnheiten auch im Jugenddorf deutlich eingeschränkt. Derzeit sei immer noch alles auf Abstand, so sei der Kontakt zwischen den Wohngruppen immer noch untersagt. „Es ist eine schwierige Zeit, wir haben jedoch Konzepte erarbeitet, wie die Kinder trotzdem mit Abstand lernen und spielen können“, fasste Klotz zusammen.
 
Beim Rundgang erklärte Vorstand Dr. Christoph Klotz weitere Besonderheiten im Kinder- und Jugenddorf. Neben den 17 Hausgemeinschaften gebe es außerdem die St. Bernhard-Schule, einen Schulkindergarten, Sport- und Spielanlagen, eine Kirche, Ferienhäuser und vieles mehr. Die Mitglieder der Jungen Union zeigten sich erfreut darüber, dass im Jugenddorf grundsätzlich alles vorhanden sei, was eben auch zu einem normalen Dorf gehöre und für ein abwechslungsreiches Tagesprogramm sorge. Besonders auffallend sei der gepflegte Zustand und die familiäre Atmosphäre. Klotz betonte dabei, dass der intakte Zustand auch den rund 200 Mitarbeitern zu verdanken sei, die ebenso zum Ablauf und zur Betreuung beitragen würden.

Bundestagsabgeordnete Nina Warken stellt in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der Klinge als einen bedeutenden und wichtigen Arbeitgeber in der Region dar. „Es ist bei weitem nicht selbstverständlich, dass auch viele junge Menschen hier die Chance bekommen, sich nach dem Schulabschluss für eine bestimmte Zeit engagieren zu können. In der Klinge wird miteinander gelebt und voneinander gelernt. Umso erfreulicher ist es, wenn sich beispielsweise viele junge Menschen nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr dafür entscheiden, in der Klinge tatsächlich ihre Ausbildung zu starten oder ihren späteren pädagogischen Weg zu begründen. Das spricht klar für das harmonische Miteinander in der gesamten Einrichtung“, so die CDU-Bundestagsabgeordnete, die selbst Mutter von drei Kindern ist.
 
Umfassende Erläuterungen zu den Ersatzneubauten für die in die Jahre gekommenen und nicht mehr sanierungsfähigen Nachkriegsbauten in der Klingestraße bekamen die Beteiligten von Architektin Dea Ecker. In den Neubauten werde auch in Zukunft an dem familiären Konzept festgehalten. Ebenso würden die Räumlichkeiten freundlich und offen gestaltet, so die Architektin. Der Bau mit Holz gebe dem Gebäude eine weitere Komponente, die zu Geborgenheit und zum Wohlfühlen beitrage. Hiervon konnten sich die politisch Interessierten vor Ort überzeugen. Bis Ende des Jahres wolle man die Räumlichkeiten bezugsfertig haben, erklärte Ecker. 
 
Das Neubaukonzept sei optimal auf die hier geleistete, hervorragende pädagogische Arbeit abgestimmt. „Seckach und der Neckar-Odenwald-Kreis können sich für diese Einrichtung glücklich schätzen, die Klinge ist schließlich auch ein Anker für Kinder aus Nachbarlandkreisen, die aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bei der eigenen Familie leben können“, betonte Warken die überregionale Bedeutung der Einrichtung.
 
Einige Mitglieder aus der Jungen Union haben selbst enge Verbindungen in die Klinge und durch das Vereinsleben Bekanntschaften geknüpft. „Die Kinder und Jugendlichen aus der Klinge bereichern die Arbeit in den örtlichen Vereinen. Das ist eine Chance für die Region und die Jugendlichen selbst, Kontakte und Freundschaften zu knüpfen“, berichteten die Vertreter der Jugendorganisation der CDU abschließend.
 

Artikel teilen:

Werbung

Zum Weiterlesen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen