Besuchsverbot an Neckar-Odenwald-Kliniken

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Der Schutz von Personal und Patienten steht bei allen Maßnahmen im Vordergrund. (Foto: pm)

Minimierung des Infektionsrisikos

Mosbach/Buchen.  (pm) Die zuletzt deutlich gestiegenen Fallzahlen von Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, veranlassen die Neckar-Odenwald-Kliniken, ab Montag, den 23. November einen mindestens zweiwöchigen Besucherstopp auszusprechen. Diese Maßnahme soll Patientinnen und Patienten, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die bereits getroffenen Schutzmaßnahmen hinaus vor einer Infektion schützen. Die Chefärzte und die Klinikleitung beraten regelmäßig über die zu treffenden Maßnahmen vor dem Hintergrund der jeweils aktuellen Fallzahlentwicklungen in den Kliniken sowie in der Region und sehen sich nach sorgfältiger Abwägung zu diesem Schritt gezwungen.

Der Stellenwert der Kontakte zu Angehörigen für die Patienten ist den Verantwortlichen bewusst, doch muss hier sorgfältig zwischen dem Nutzen und dem Risiko sowie Zusatzaufwand abgewogen werden. Durch den Ausbau der WLAN-Strukturen in den Kliniken können Kontakte zur Familie zumindest teilweise aufrechterhalten werden. Einige begründete Ausnahmen von dem Besucherstopp gelten wie im Frühjahr: Selbstverständlich erhalten Mutter oder Vater eines kranken Kindes Zutritt, ebenso wie die Angehörigen von Sterbenden. Im Einzelfall können die zuständigen Ärzte entscheiden, dass aus dringenden medizinischen Gründen einzelne Besuche möglich sind, und am Standort Buchen dürfen Schwangere durch ihre Partner bei der Geburt begleitet werden. Für alle diese Fälle gilt aber, dass der Zutritt zu den Kliniken nur möglich ist, wenn keine Symptome vorliegen und es keine Kontakte zu Personen gab, die positiv auf SARS-CoV-2-Virus getestet wurden.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden alle geplanten Eingriffe weiterhin durchgeführt. Die Behandlung dieser Patienten erfolgt streng getrennt von Infektionspatienten. Bei allen stationären Aufnahmen erfolgt neben dem PCR-Test auf SARS-CoV-2 zusätzlich ab 23. November die Durchführung eines Schnelltests. Die Tests sind nach mehrwöchiger Wartezeit endlich eingetroffen und stellen eine weitere Maßnahme zur Steigerung der Sicherheit von Patienten und Personal dar.

Die Leitungsrunde der Kliniken hat zusätzlich beschlossen, am Standort Buchen aufgrund der deutlich steigenden Fallzahlen und der zunehmenden Auslastung in diesem Bereich eine zusätzliche Isolierstation mit 14 Betten zu eröffnen. Die beiden bereits im Betrieb befindlichen Stationen mit 16 Betten in Buchen und elf Betten in Mosbach waren in den vergangenen Tagen mehrfach fast vollständig ausgelastet.

Stand Freitagmittag werden in den Kliniken 13 positiv getestete Patientinnen und Patienten behandelt. Auf der Buchener Isolierstation werden sechs positive Patienten betreut, von denen vier aus einem betroffenen Pflegeheim stammen, und bei sechs weiteren Patienten läuft die Verdachtsabklärung. Auf der Intensivstation am Standort Buchen wird ein Patient mit positivem Befund beatmet, bei einem anderen Patienten mit Abklärung des Infektionsverdachts ist eine Überwachung notwendig. Die Mosbacher Isolierstation ist mit zehn Patienten belegt, je fünf mit Positivbefund und Verdachtsabklärung. Am Standort Mosbach befinden sich jeweils ein positiv getesteter Patient und ein Verdachtsfall in Behandlung, bei denen Überwachungsmaßnahmen notwendig sind.

Geschäftsführer Frank Hehn und Ärztlicher Leiter Priv.-Doz. Dr. med. Harald Genzwürker bitten um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Eines ist beiden wichtig: „Wir freuen uns über das große Engagement des Personals der Kliniken in dieser fordernden Ausnahmesituation und über die große Unterstützung, die uns die Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis für ihre Kliniken spüren lassen.“ Gemeinsam werde es gelingen, auch die mittlerweile unstrittig eingetroffene zweite Welle der Pandemie zu bewältigen.

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