Weihnachtsbäume ohne Pestizide

(Foto: pm)
 Heidersbach.  (pm) Seit 20 Jahren baut Familie Häffner Weihnachtsbäume an und verzichtet dabei auf den Einsatz von Pestiziden. Mit viel Handarbeit, um den Wuchs der Bäumchen immer wieder zu korrigieren, das Unkraut unter den Bäumen zu mähen oder den Bodens für die Neupflanzung von Bäumchen vorzubereiten, die zukünftig aufgrund der trockenen Frühjahrsmonate in den Herbst verschoben werden wird, kümmert sich Michael Häffner mit seinen Söhnen um die Kultur auf ca. 0,5 Hektar. Grund genug für Amelie Pfeiffer, hier ihren Weihnachtsbaum auszusuchen.

Direkt in der Kultur erläutert Michael Häffner, dass man die Bäume einer alter Bergtradition folgend, je nach Mondphasen erntet. Der Landwirt lässt die Politikerin wissen, dass kurz vor Vollmond Saft in den Baum ziehe, wodurch diese länger haltbar sind. Es gebe zwar keinen wissenschaftlichen Nachweis, die die Erfahrungen seien jedoch sehr gut, erläutert der Unternehmer.

Weiterhin lässt Häfner die Besucherin wissen, dass man bei Häffner Weihnachtsbäume in der Region für die Region erzeuge. Kunden seien nach Terminvereinbarung herzlich auf dem Hof oder an Verkaufsstellen in Mosbach und Dallau willkommen.

Den richtigen Baum hatte Amelie Pfeiffer dann auch schnell gefunden. Dank einer Doppelspitze passe er perfekt zu einer grünen Politikerin, schmunzelt die Landtagskandidatin, während sie den frisch geschlagenen Baum in ihr Fahrzeug verlädt.

Amelie Pfeiffer zeigte sich von der Naturverbundenheit und Lebenseinstellung der Familie Häffner sehr beeindruckt. Ganz nach dem Motto des Pfadfinder-Gründers Robert Baden-Powell wollen auch die Häffners die Welt ein wenig besser verlassen, als sie diese vorgefunden haben. Dies entspreche auch der grünen Einstellung, dass man die Erde nur von Kindern geborgt habe. In Anbetracht des Klimawandels sei diese Haltung aktueller als jemals zuvor, mahnte Amelie Pfeiffer.

Für Familie Häffner ist es daher auch eine Selbstverständlichkeit Abwärme einer landwirtschaftlichen Biogasanlage zu nutzen, und diese an besonders kalten Tagen durch einen Holzhackschnitzelkessel zu ergänzen. Damit spare man Treibhausgase eingespart und leiste einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

In ihrem kleinen Familienunternehmen stellen die Häffners im Nebenerwerb weitere Produkte nach alten Rezepten und ohne chemische Zusatz und ohne Konservierungsstoffe her. So produziert das Unternehmen Fruchtaufstriche sowie den Likör „Odenwälder Blutwurz“. Ihre Produkte sind auf der Seite www.genussregion-nok.de zu finden.

„Diese Seite sollte wirklich jede Bürgerin und jeder Bürger im Neckar-Odenwald-Kreis kennen“, betont Pfeiffer, „denn hier finden sich alle Angebote der hiesigen Direktvermarkter.“ Die Landwirte finden dadurch ein zusätzliches, wirtschaftliches Standbein, das beim Überleben der Betriebe helfe. Dadurch trage man als Kunde auch zum Erhalt der Kulturlandschaft bei und erhalte die Wertschöpfung vor Ort.

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