Abwassergebühren zum Jahreswechsel angepasst

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(Foto: Liane Merkle)

Zwingersteuer wieder eingeführt – Bedenken wegen Glasfaserverlegung

Mudau.  (lm)  Das technische Innenleben einer Kläranlage erschließt sich für den „Otto-Normalbürger“ meistens nicht und bleibt somit weitestgehend im Dunkeln des allgemeinen Gemeindegetriebes. Erst wenn teure Investitionen anstehen, rückt diese Einrichtung ins Bewusstsein der Einwohner. So auch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates im Mudauer Bürgersaal, wo man sich unter Vorsitz von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger mit der Kostenfeststellung eines Sandklassierers in der Kläranlage Mudau befasste.

Hierbei geht es um ein Gerät, das das eingeleitete Schmutzwasser mittels einer Transportschnecke vom mitgeschwemmten Sand trennt und mittels eines Transportbandes in einen Außencontainer transportiert.

Für den Austausch des Sandklassierers war nach Erläuterungen der Sachbearbeiterin Katharina Fertig die Firma Kuhn aus Höpfingen beauftragt worden und so stellte das Gemeindegremium nach Beendigung der Montagearbeiten entstandene Kosten in Höhe von 32.324 Euro fest.

Nicht unbedingt wegen dieser Investition, sondern vielmehr durch die Differenz zwischen Kostenunterdeckung im Bereich des Niederschlagswassers und der Kostenüberdeckung im Bereich Schmutzwasser wurde nun die Gebührenkalkulation in der Abwassersatzung geändert bzw. die Kosten für den Nutzer erhöht. Dies beschloss nach Erklärungen von Kämmerin Marianne Neubauer der Gemeinderat und legte die Schmutzwassergebühr je Kubikmeter Abwasser auf 3,06 Euro sowie die Niederschlagswassergebühr auf 0,45 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche fest.

Festgelegt wurde auch, dass die Fälligkeit auf zwei Wochen nach Bekanntgabe des Gebührenbescheides entsteht und die neue Satzung ab 01. Januar nächsten Jahres in Kraft tritt. Mit einer geänderten Fassung der Hundesteuersatzung wurde die ehemals ausgenommene Zwingersteuer wieder eingeführt, die ebenfalls zu Beginn von 2022 in Kraft tritt. Weiter beschloss der Gemeinderat die Anpassung der Gebietsabgrenzung für das neue Sanierungsgebiet „Ortskern II“ in Mudau, das nun noch eine Größe von 9,39 Hektar hat, mit einer beantragten Finanzhilfe von 3.190.000 Euro. Reduziert wurde das Gebiet um das Areal Sägewerk Link, da hier die geplanten Maßnahmen bis zum Abschluss des Sanierungsgebiets „Vorstadt/Amorbacher Straße“ am 30. April 2022 durchgeführt und abgeschlossen sein sollen.

Die Planungen für den Anschluss aller Gemeinden an die Breitbandversorgung mittels Glasfaserkabel gehen inzwischen zügig voran und in Kürze werden weitere Gemeinden den Startschuss für die Breitbandversorgung erleben dürfen“, betonte Bürgermeister Dr. Rippberger.

Unterlegt wurde diese Aussage durch die Informationen von BBV, Ociusnet und Lissmac als beteiligte Firmen, leider nicht zum aktuellen Stand der Planungen und Arbeiten, sondern vor allem zu dem alternativen Verlegeverfahren „Diamant-Trenching-Konzept“, das sie vor allem in Wohngebieten verwenden werden.

Hierbei wird jeder Bautrupp aus nur vier Personen bestehen, die täglich 200 bis 400 Meter Kabel verlegen können je nach Untergrund.

Diskussionen rief dabei nicht nur die ungewohnte Verlegetiefe von 26 bis 38 Zentimeter hervor. Vor allem Gemeinderat Andreas Schölch meldete größte Bedenken an. Baubeginn in Mudau soll im Februar 2022 sein. Näheres soll bis in ca. 14 Tagen bekannt gegeben werden.

Nach der Vorstellung der Baumaßnahme auf dem Mudauer Golfplatz (NZ berichtete), stimmte das Gremium einer Bauvoranfrage des Geflügelhofs Dambach für einen weiteren Legehennenstall zu.

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