Weitere Heuspende fürs Ahrtal

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Götzingen. (jm) Die gigantischen Schäden der Flutkatastrophe im Ahrtal, die dort auch Pferdehöfe und Viehhalter aufgrund der verloren gegangenen Futtervorräte besonders hart betraf, haben Initiatoren beim Verein „HELP Sommermärchen-Team“ bereits im August animiert, eine „Futterbrücke Bauland – Ahrtal“ zu initiieren (NZ berichtete).

18 Landwirte aus dem hiesigen Raum waren damals spontan zu Futterspenden bereit, sodass mit vier Sattelzügen schließlich 160 Heuballen in die Katastrophenregion verbracht werden konnten – eine Spende, die dort gerne angenommen wurde.

Soweit das Futter damals nicht direkt zu einem extrem hart betroffenen Pferdehof in Schlund/Rheinland-Pfalz geliefert wurde, kam es in ein Zwischenlager auf einem Hofgut in Zülpich/Nordrhein-Westfalen, von wo es dann betroffene Viehhalter bei Bedarf abholen konnten bzw. können.

Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht, sodass inzwischen gut zwei Drittel des Vorrates abgerufen wurden. Da sich somit für die betroffenen Landwirte inzwischen die Frage nach der Futterversorgung bis zur ersten Heu-Ernte im Frühjahr stellt, wurde erneut die „Futter-Brücke“ zum aktuellen Thema.

Nun fanden sich nochmals einige Landwirte zu Futterspenden bereit, weshalb es wohl gelingt, die Lücke zu überbrücken, denn die HELP-Initiative kann dank der erneut bekundeten Bereitschaft noch drei weitere

Transporte organisieren. Futterspender für die Ergänzungslieferungen sind zwei Hobby-Landwirte aus Bödigheim, nämlich Tobias Müllers „Grünlandpflege“ und Landwirt Albert Kniel, die 40 Rundballen aus dem besonders für Pferde geeigneten ersten Schnitt zur Verfügung stellen.

Auch vom Buchener Landwirt Peter Beuchert, der demnächst seine Viehhaltung auslaufen lassen wird, gab es eine Spendenzusage. Weiter auch durch Landwirdt Andreas Heffner (Götzingen), dem Mitinitiator der „Futter-Brücke“ und für die Zusammenführung, Zwischenlagerung und Verladung des Futters Verantwortlichen.

Von seinem Hof startete vor einigen Tagen auch bereits der erste „Futter-Express“ der Nachversorgung, wieder kostenlos durch die Spedition Richter (Auerbach), zum Abruf-Lager auf dem Hof Krämer in Zülpich. Der Sattelzug hatte zusammen mit 40 Rundballen auch noch zwei echte Überraschungen mit an Bord.

Einmal für zwei in Bad Münstereifel durch die Flutwelle extrem geschädigte Kindergärten ein durch das Einrichtungshaus Möbel-Gramlich (Eberstadt) gesponsertes Sofa sowie eine Geldspende der Zimmerei Müller & Grimm (Buchen). Zum zweiten ein von der Brennerei Ebert (Götzingen) gespendetes Schnaps-und Likör-Sortiment, womit sich die Heuempfänger in Zülch während der Abholung bei den winterlichen Temperaturen ein wenig „innerlich erwärmen“ konnten. Außerdem stieß man auf die zwischenzeitlich entstandene guten Beziehung zu Bauland und Odenwald an.

Diese erste Nachschublieferung war im Ahrtal hoch willkommen, und die Bauländer und Odenwälder Futterspender sowie alle beteiligten Sponsoren und Helfer bei der Aktion dürfen zurecht ein wenig stolz sein auf das Ergebnis dieser Futterhilfe-Initiative.

Mit zwei weiteren für Februar und April geplanten Ergänzungslieferungen soll nämlich dann den betroffenen Viehhaltern dort durch die „Futter-Brücke“ nachhaltig geholfen werden die Zeitspanne bis zur neuen Futterernte zu überbrücken.

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