Den Ernstfall proben

(Archivbild)

Übungen zum Schutz der Bevölkerung

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Im November finden im Neckar-Odenwald-Kreis zwei zusammengehörige Bevölkerungsschutzübungen statt. Ziel ist es, für den Fall einer größeren Schadenslage die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Organisationen zu erproben und die Einsatzbereitschaft zu stärken.

Die Übungen unterscheiden sich deutlich in ihrer Durchführung: Während am 05. November eine verwaltungsinterne Stabsrahmenübung stattfindet, führen die Beteiligten am 14. November eine Vollübung durch, die Teile des Mittelbereichs Buchen betrifft.

Stabsrahmenübung am 05. November

Bei der Stabsrahmenübung liegt der Schwerpunkt auf der Überprüfung der Aufgaben, Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit der Stäbe. Das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis sowie die beteiligten Gemeinden Buchen, Hardheim, Höpfingen und Walldürn bearbeiten unterschiedliche Schadenslagen auf Grundlage eines zuvor festgelegten Szenarios. Im Mittelpunkt stehen das Training der Führungsorganisation und der Lagebeurteilung sowie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen.

Geübt wird auch die Reaktion auf hybride Bedrohungen. Dazu gehören beispielsweise Cyberangriffe, Sabotage, Spionage und Desinformation. Die Einsatzmaßnahmen werden überwiegend auf der Ebene der Stäbe und Führungsstellen simuliert. Ein umfangreicher Einsatz von Hilfskräften im öffentlichen Raum ist bei diesem Übungsformat daher nicht erforderlich.

Infolge der Stabsrahmenübung bleibt das Landratsamt am Donnerstag, 05. November, ganztägig für den Besuchsverkehr geschlossen. Nicht betroffen sind die Zulassungsstellen in Mosbach und Buchen.

Vollübung am 14. November

Mitte November folgt eine szenarienbasierte Vollübung. Dabei üben die Beteiligten zuvor festgelegte Szenarien möglichst realitätsnah mit Einsatzkräften. Die beteiligten Kommunen aktivieren mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zudem sogenannte Notfalltreffpunkte für die Bevölkerung. Das dient insbesondere der Sensibilisierung vor Ort. Interessierte erhalten dort außerdem Informationen zur Eigenvorsorge im Krisenfall.

An der Vollübung beteiligt sind unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Feuerwehren aus Billigheim, Buchen, Fahrenbach, Hardheim, Höpfingen, Limbach, Mosbach, Neunkirchen, Ravenstein und Walldürn, die IuK- und die Drohnengruppe des Neckar-Odenwald-Kreises, die Polizei, die Bundeswehrstandorte Walldürn und Hardheim, das Kreisverbindungskommando und Feldjäger der Bundeswehr, die Psychosoziale Notfallversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis, die Straßenmeisterei Buchen, die beteiligten Kommunen sowie weitere Behörden. Auch mehrere DLRG-Ortsgruppen unterstützen die Durchführung der Übung. Insgesamt werden an diesem Tag rund 350 Einsatzkräfte sowie 100 Fahrzeuge und weitere Einsatzmittel beteiligt sein.

Übungsszenarien und Ziele

Die Szenarien orientieren sich an unterschiedlichen Bevölkerungsschutzlagen, die vor dem Hintergrund der bestehenden hybriden Gefährdungslage bereits heute als realistisch einzustufen sind. Sie umfassen unter anderem ein Gefahrstoffereignis, Lagen im Kontext der zivil-militärischen Zusammenarbeit sowie den Ausfall kritischer Infrastrukturen.

Geprüft werden dabei unter anderem die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen, die Alarmierungs- und Kommunikationswege sowie die bestehenden Notfall- und Einsatzplanungen des Landkreises. Die Übung soll dazu beitragen, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit des Bevölkerungsschutzes gegenüber einer sich dynamisch entwickelnden Gefahrenlage zu stärken.

Auch die Bevölkerung soll gezielt in die Übung einbezogen und für aktuelle Bedrohungslagen sensibilisiert werden. Zugleich soll sie über bestehende Vorsorgemaßnahmen und insbesondere über die Funktion von Notfalltreffpunkten informiert werden.

Verkehrshinweise für Buchen und Walldürn

Durch die Vollübung ist am Samstag, 14. November, den ganzen Tag über im Raum Buchen und Walldürn mit einem erhöhten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen und Einsatzkräften zu rechnen. Darüber hinaus sind eine Sperrung der Bundesstraße 27 und lokale Sperrungen im Übungsgebiet vorgesehen. Die Bevölkerung wird rechtzeitig und mehrfach darüber informiert.

Informationen zum Bevölkerungsschutz

Nähere Informationen zum Bevölkerungsschutz, zu den Aufgaben der verschiedenen Einsatzorganisationen und zum richtigen Verhalten in Notlagen bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Auch die Warn-App „Nina“ stellt wichtige Warnmeldungen zu unterschiedlichen Gefahrenlagen bereit. Nutzerinnen und Nutzer können dort bestimmte Orte oder Gebiete abonnieren und so relevante Warnmeldungen direkt auf ihrem Smartphone erhalten. Die Landkreisverwaltung empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, die App einzurichten.

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