Jubiläum gutes Omen für Landtagswahl

SPD-Ortsverein Binau feierte 40-jähriges Bestehen

von Gerhard Layer

Gründungsmitglieder der SPD Binau mit MdB Lothar Binding und MdL Georg Nelius. (Foto: K. Weidlich)

Binau. Schon mehrmals feierte der SPD-Ortsverein Binau ein Jubiläum vor anstehenden Landtagswahlen – und jedes Mal gab es danach gute Ergebnisse. „Wenn das kein gutes Omen ist für Georg Nelius“, meinte Ortsvereinsvorsitzender Gerd Teßmer, als er am Samstagnachmitag zahlreiche Genossinnen und Genossen sowie Ehrengäste in der Fetshalle Binau zur Feier „40 Jahre SPD-Ortsverein Binau“ willkommen hieß. Und neben einer viele Erinnerungen weckenden „Bilderreise“ zur Geschichte des Ortsvereins und den Ehrungen langjähriger Mitglieder (s. Extrabericht) stand denn auch die sozialdemokratische Positionen zur Landtagswahl darlegende Festrede von MdL Georg Nelius im Mittelpunkt der knapp dreistündigen Feier.

Die von Gerd Teßmer im Plauderton kommentierte Rückblende dokumentierte anschaulich, was schon bei der Begrüßung zu vernehmen war: Der Ortsverein Binau hat seinen festen Platz in der Kreis-SPD, hält guten Kontakt zu Ortsvereinen in der Region und legt Wert auf ein gutes Miteinander mit den Binauer Vereinen. Hier mischt man mit, folgt Einladungen des FC 1927 oder des Schützenvereins zu Wettbewerben. Oberschützenmeister Karl Eiermann, der für beide Vereine zum Jubiläum gratulierte, bestätigte das gute Miteinander und sagte Dank für vielfach erfahrene Unterstützung.

Dieser Artikel ist mir was wert:[flattr btn=“compact“ tle=“Jubiläum gutes Omen für Landtagswahl“ url=“//www.nokzeit.de/?p=9195″] Neun Mitglieder (zwei davon entschuldigt) gründeten den Ortsverein am 16. 9. 1971, und zwei davon (Norbert Diemer und Gerd Teßmer) schafften kurz danach schon den Sprung in den Gemeinderat. Seither hat die SPD ihren Platz im Gemeindeparlament, und ihre Vertreter haben Anteil an der beachtlichen Entwicklung, die Binau nahm. Kein Geringerer als Bürgermeister Peter Keller bestätigte dies den „Genossen“ in seiner Grußadresse und hob hervor, dass die SPD-Räte mit hohem Engagement Sachpolitik zum Vorteil der Gemeinde betrieben.

Steht ein Landtagsabgeordneter (1984 – 2006) an der Spitze eines Ortsvereins (der zudem auch den SPD-Kreisverband führte, 1978-2003), so bleiben Kontakte „nach oben“ nicht aus. So fanden sich in Teßmers Rückschau auch etliche Aufnahmen von Besuchen in Berlin und Stuttgart, Neckartäler auf Gruppenfotos mit Landes- und Bundesvorsitzenden der SPD. Doch auch in der Nachbarschaft schauten und schauen sich die Binauer SPD-ler um, hatten zu ihren Jubiläen immer wieder prominente Gäste und richten zudem seit 1984 eine „Maifeier“ aus.
Teßmers Bilderschau machte Eindruck und fand ebenso starken Beifall wie die gelungene musikalische Umrahmung durch Vivian Dörschuk und Chris-Veronice Keller.

50 Tage vor dem Wahltag (27. März) sang MdL Georg Nelius nicht nur bei „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ kräftig mit, sondern zollte Gerd Teßmer Respekt für dessen Einsatz für die Sozialdemokratie. Die SPD Binau habe er zum mitgliederstärksten Ortsverein im Landkreis entwickelt und als Kreisvorsitzender und Abgeordneter die SPD in der Region nach vorne gebracht. Dafür dankte er ebenso wie allen, die „den tollen Rahmen“ für diese Feier ermöglichten.

In seiner Grundsatzrede ging es Nelius um Herausforderungen der aktuellen Politik. Der Landwirtschaft helfen, „ein auskömmliches Einkommen zu sichern“, das Bildungssystem ausbauen und mehr Chancengleichheit schaffen, innovative Branchen ansiedeln und Arbeitskräfte dafür qualifizieren – diese Themen spach er ebenso an wie die immer größer werdende Spanne zwischen Arm und Reich und die „soziale Schieflage“. „Wir brauchen wieder einen sozialen Konsens“, diejenigen, die mehr haben, sollen „auch mehr Verantwortung übernehmen“, unterstrich Nelius. Auch die Arbeitnehmer müssten vom Aufschwung profitieren, „faire Löhne kurbeln auch die Inlandsnachfrage an, die nötig ist, um den Aufschwung zu stabilisieren.“

Mit Blick auf den Landkreis plädierte Nelius für mehr Personal für die Polizei, forderte den Ausbau von Straßen und insbesondere individuelle Förderung und mehr Ganaztagsangebote im Bildungsbereich. „Bildung ist der Schlüssel zur Integration von Migranten“, unterstrich er. „Unser Land ist reif für einen Wechsel“ und brauche wieder mehr Sozialdemokratie. Mehr Bildungsgerechtigkeit und Bürgenähe gelinge nur mit der SPD.

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