SPD besuchte Bundeswehrstandorte

„Eine solche Diskussion führe ich nicht in aussichtlosen Standorten!“ – Gute Chancen für die 
Bundeswehrstandorte im Kreis

Walldürn/Hardheim. (kw) Ein ganzen Tag lang nahm sich der Verteidigungsexperte und SPD-Bundestagsabgeordnete Rainer Arnold Zeit, um der Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Georg Nelius zum Besuch der Standorte Hardheim und Walldürn zu folgen und in einer Abendveranstaltung in Walldürn Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu stehen.

Beim Vor-Ort-Termin in der Hardheimer Carl-Schurz-Kaserne stellte Kommandeur OTL Stocks heraus, dass die Kaserne mit erheblichem Aufwand modernisiert worden sei, und wie hoch der Nutzen des vielseitig nutzbaren, unmittelbar angrenzenden Truppenübungsplatzes sei. Bürgermeister Heribert Fouquet unterstrich, wie eng verzahnt die Bundeswehr in das Leben seiner Gemeinde sei. Arnold stellte heraus, dass sich durch die anfänglich als belastend eingeschätzte Änderung des Auftrags von einem Kampf- hin zu einem Ausbildungsverband die „Zukunftssicherheit“ nun doch deutlich erhöht habe.

In der Walldürner Nibelungen-Kaserne informierte Kommandeur OTL Kuhlmann über die vielfältigen Aufgaben seines Bataillons. Der Wandel in der Welt, neue Herausforderungen und neue Bedrohungen rund um den Globus hätten auch die Logistik vor neue Anforderungen gestellt. Dass Logistik nicht mehr „hinten“ ist, konnte die kleine Delegation rund um MdB Arnold und MdL Nelius hautnah bei der Ausbildung an einem Kontrollposten eines simulieren, afghanischen Camps sehen. „Man merkt, wie hoch motiviert und gut ausgebildet die jungen Logistiker sind,“ stellte Nelius fest. Bürgermeister Markus Günther hob hervor, dass die Bundeswehr nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sei, sondern „unsere Kaserne“ auch auf eine lange, harmonische gemeinsame Vergangenheit zurück blicken könne.

Dieser Artikel ist mir was wert:[flattr btn=“compact“ tle=“SPD besuchte Bundeswehrstandorte“ url=“//www.nokzeit.de/?p=9188″] MdB Arnold fasste zusammen, dass man durch das weite Spektrum der Ausbildung im Logistik-Bataillon wohl beruhigt nach vorne blicken könne, vor allem, wenn man in Betracht zöge, dass zukünftig mit mehreren, kleineren und parallelen Auslandeinsätzen gerechnet werde müsse und so die Herausforderungen der Truppenversorgung immer gewichtiger würden.

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung von MdL Georg Nelius zur Abschlussveranstaltung nach Walldürn. Die Anwesenheit der Bürgermeister Fouquet und Günther unterstrich, welche Bedeutung dem Erhalt der Standort in den Gemeinden beigemessen wird.
Ob die Bundeswehrstandorte Hardheim und Walldürn die Streitkräftereform überleben werden, konnte Rainer Arnold, erwartungsgemäß nicht beantworten. Er räumte aber in der Zusammenfassung gute Chancen für den weitgehenden Erhalt der Bundeswehr im Neckar-Odenwald-Kreis in der jetzigen Form ein.

„Ich würde gerne etwas konkreter werden“, beteuerte der SPD-Bundestagsabgeordnete, „aber die Standortentscheidung wird von der Regierung, der Exekutive, getroffen, und da habe ich nur durch Gespräche und das Vortragen guter Argumente die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.“
Arnold benannte noch einmal die zahlreichen Argumente, die für den Erhalt der Standorte Walldürn und Hardheim sprächen: Die flexible Nutzung des Truppenübungsplatzes und ein maßgeschneiderter Auftrag für die zukünftig immer wichtiger werdenden Auslandseinsätze könnten ebenso nicht übersehen werden, wie die herausragende Bedeutung einer umfassenden Logistik für künftige Einsatzszenarien sowie die Nachwuchsgewinnung durch eine regionale Laufbahnplanung. Und es solle auch nicht vergessen werden, dass der Neckar-Odenwald-Kreis schon bei der letzten Strukturreform erheblich „geblutet“ habe.

„Ich werde alles tun“, versicherte MdB Arnold zum Abschied, “dass die Standorte erhalten bleiben und habe auch gute Argumente, mit denen ich meine Absicht unterfüttern kann.“ „Auch ich stehe rückhaltlos für die unveränderte Präsenz der Bundeswehr in unserem Kreis ein,“ so MdL Nelius (SPD) in seinem Schlusswort, „und ich habe heute noch einiges mehr an Fakten und Argumenten erhalten, damit ich mich noch effektiver und hoffentlich erfolgreich in die anstehenden Diskussionen einbringen kann.“ Und Nelius machte Mut: “Es spricht sehr vieles dafür, dass es an den Standorte Hardheim und Walldürn weitergehen wird.“

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Die Delegation rund um MdB Rainer Arnold (2.v.li.) und MdL Georg Nelius (re.). (Foto: Weidlich)

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