Neckarsteg Haßmersheim genehmigt

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Haßmersheim. Frohe Nachrichten konnte Bürgermeister Marcus Dietrich bei der diesjährigen Klausur des Haßmersheimer Gemeinderates verkünden. War doch just an diesem Vormittag die wasserrechtliche Genehmigung und das Einvernehmen des Landkreises zum Haßmersheimer Neckarsteg bei der Gemeindeverwaltung eingegangen. „Damit“, so Bürgermeister Marcus Dietrich, „sind zumindest die genehmigungspflichtigen Teile des Neckarstegs (Pfeiler und Brückenkörper) rechtlich abgesichert und dem Bau steht außer der Finanzierung eigentlich nichts mehr im Wege“. Lediglich die Anbindung des Neckarstegs auf dem Haßmersheimer Seite, außerhalb des Überschwemmungsgebietes, muss nun noch im Rahmen eines Bebauungsplanes auf sichere Füße gestellt werden, der Haltepunkt Haßmersheim wird im Planfeststellungsverfahren durch die Bahn genehmigt.

Innerhalb von nur vier Monaten hat das Landratsamt die Unterlagen für die Brücke geprüft und mit den notwendigen Fachbehörden abgestimmt. Dabei wurde auch ein Sachverständigengutachten der Universität Karlsruhe zur Hochwassersituation und ein landschaftpflegerischer Begleitplan vom Ing. Büro Simon für die Genehmigung zu Grunde gelegt. Das Gesamtvorhaben Neckarsteg gliedert sich planungs- und genehmigungstechnisch in drei Teile: den Brückenkörper, die Pfeiler (Pylonen) und den Treppenaufgang im festgesetzten Überschwemmungsgebiet, sowie die Zugänge bis zum Überschwemmungsgebiet. Die beiden erstgenannten Teile sind nun vom Landratsamt genehmigt. Was noch aussteht, sind die Genehmigungen der Schifffahrtsverwaltung in strom- und schifffahrtspolizeilicher Hinsicht.


Eine der Besonderheiten, bei diesem nicht alltäglichen Genehmigungsverfahren, war die Tatsache, dass der Pfeiler auf der Bahnhofseite gar nicht auf der Haßmersheimer Gemarkung steht, sondern auf der Gemarkung der Gemeinde Neckarzimmern, die daher auch ihre Zustimmung zu diesem Verfahren geben musste, damit die Gemeinde Haßmersheim in Neckarzimmern bauen kann. Daneben waren auch die Abteilungen Baurecht, Naturschutzrecht und Straßenbau des Landratsamtes sowie die Deutsche Bahn AG und das Wasser- und Schifffahrtsamt Heidelberg am Verfahren beteiligt.

„Ob der aktuelle Zeitplan (Inbetriebnahme der Stadtbahn im Dezember 2013) eingehalten werden kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn die entsprechenden Bau- und Finanzierungspläne beschlossen werden sollen“, so Bürgermeister Marcus Dietrich. Dabei geht es neben den Baukosten für Haltepunkt und Steg auch um Zugleistungen und Betriebskosten über die noch Einigung erzielt werden muss.

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