Hammelzug ließ sich Zeit

Symbolbild - Sonstiges
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von Liane Merkle

Natalie Strotmann und Johannes Galm gewannen den Strauß beim Hammelzug.

Großeicholzheim. Er ließ sich ganz schön Zeit mit seiner Tour durchs Dorf, der „Hammelzug“ in Großeicholzheim. Aber das störte keinen der unzähligen Besucher auf dem Platz vor dem Wasserschloss. Schließlich spielte das Wetter mit, der Glühwein mundete und die höher prozentigen Getränke wurden auch nicht verachtet.


Die Großeicholzheimer wissen dörfliche Traditionen und Bräuche nicht zu würdigen, sondern auch hoch zu halten. Und dieses Phänomen hat sich seit dem Bürgerprojekt Wasserschloss scheinbar noch weiter entwickelt. Man legt gesteigerten Wert auf die Pflege der eigenen Wurzeln. Und dazu gehören u.a. auch die Kerwebräuche wie der Hammeltanz am Kerwemontag oder der Strohbär und das Sammeln für einen gemeinnützigen Zweck. Doch zurück zum Hammelzug, der in diesem Jahr eine beachtliche Länge aufwies und sich zusammen setzte aus dem jugendlichen „Kerwe-Organisations-Komitee“ und den Musikanten Axel Kegelmann, Dustin und Champes Kort sowie Philipp Reiter.

Begleitet wurden sie von dem mit bunten Luftballonen geschmückten und mit einem Strohhut „behüteten“ Kerwehammel sowie den potentiellen Tanzpaaren, die nicht verheiratet sein dürfen. Ein Wecker wurde ge- und aufgestellt, der geschmückte Hammel begann mit seinem Führer schon mal die Runde zu drehen, innerhalb der sich die tanzenden Paare bewegen sollten und die Musikanten nahmen Aufstellung.

Während des 20-minütigen Tanzens sorgte jemand dafür, dass ein ansprechender Blumenstrauß von einem Paar zum nächsten gereicht wurde. Dabei können 20 Minuten ganz schön lang werden. Das Paar, bei dem der Blumenstrauß gerade ist, während der Wecker klingelt, darf diesen und das Schmucktuch des Hammels mit nach Hause nehmen und muss was zu Trinken ausgeben. Am vergangenen Montag hieß das glückliche Paar Natalie Strotmann und Johannes Galm.

Alle zusammen – Tänzer, Gäste und Zuschauer nehmen dann das gemeinsame Kerwemahl ein. Natürlich sammelte die Jugend während dieser Aktion – wie jedes Jahr – auch fleißig für einen sozialen Zweck. Als Anreiz für die Spenden und zur „inneren Erwärmung“ gab es Glühwein, Brezeln und Schnaps.




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