„Windpark Waldbrunn – Gesundheitskiller?“

„Infraschall statt Gammastrahlen?“

Entsteht durch Windkraftanlagen krankmachender Infraschall? Besorgte Bürger aus dem Höllgrund sowie aus Waldkatzenbach sehen hier ein enormes Gefährdungspotenzial. (Foto: Wikipedia)

Waldbrunn. Im Höllgrund formiert sich derzeit Widerstand gegen die Ausweisung von Windkraft-Vorrangflächen im Bereich des Markgrafenwalds/Max-Wilhelmshöhe auf der Gemarkung des Waldbrunner Ortsteils Mülben, die vom Gemeinderat vor der Sommerpause beschlossen wurde (wir berichteten). In diesem Zusammenhang haben die Bewohner des Unter- und Oberhöllgrunds eine Unterschriftensammlung durchgeführt haben, die vor wenigen Tagen sowohl an Bürgermeister Klaus Schölch als auch an die Mitglieder des Gemeinderats ging.




Insbesondere die Gefahr des Infraschalls bleibe derzeit ohne Berücksichtigung, so die Briefschreiber. Da es sich bei Windkraftanlagen nicht um „irgendeine kleine, kurzlebige Maßnahme, sondern um eine langjährige Investition mit massiven Eingriffen in das Landschaftsbild und die Natur und unkalkulierbaren Auswirkungen auf die Gesundheit aller“ gehe, die „Investoren (…) die ausgewiesenen Standorte nicht aus Liebe zur Umwelt, sondern aus reinem Geschäftsinteresse“ nutzen, fordern die Unterzeichner im „Interesse aller Einwohner von Waldbrunn, bei der Änderung des Flächennutzungsplans die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und alle anderen Interessen dieser lebenswichtigen Prämisse unter zu ordnen.

„Wir fordern Sie ausdrücklich auf, den Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und den ersten Häusern des jeweiligen Ortes auf 2600 m fest zu setzen. Dies ist der Abstand, bei dem der Infraschall nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen keine biologische Beeinträchtigung bei den Menschen hervorruft. Im Rahmen eines grenzüberschreitenden Gesamtkonzepts mehrerer Kommunen sollte es möglich sein, geeignete und verträgliche Windkraft-Standorte (bspw. Auf abgelegenen Waldflächen) mit 2,5 km Entfernung zu allen bewohnten Häusern zu finden“, so der Brief weiter.

Abschließend geben die Unter- und Oberhöllgrunder Unterzeichner, zu bedenken, dass die Infraschallauswirkungen nicht nur den Höllgrund, sondern alle umliegenden Waldbrunner Ortsteile und damit alle Bürger treffen.

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So ähnlich könnte es bald auf dem Höhenrücken des Markgrafenwalds aussehen. (Montage: NABU Waldbrunn)

Infos im Internet:
www.NABU-Waldbrunn.de

Unterschriftensammlung Windkraft

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