Angebliche Stromabschaltung war „Scherz“

Mosbach: Er
wollte nur seine Nachbarin ärgern – so outete sich ein 31-Jähriger am
Freitagmorgen ziemlich kleinlaut bei der Mosbacher Polizei als
derjenige, welcher für die obskuren Anrufe hinsichtlich einer
angeblich geplanten Stromabschaltung für das kommende Wochenende verantwortlich war. Zugegebenermaßen ging dieser Spaß reichlich in die Hosen. Um seine Nachbarin zu ärgern, deren Hintergrund jedoch für
die Polizei völlig unklar ist, hatte der Mann eine Telefonsoftware
heruntergeladen. Mit Hilfe einer vorgefertigten elektronischen Stimme
und eines feststehenden Textes sollte zunächst nur die Dame aus der
Nachbarschaft in die Irre geführt werden. Was der Verursacher jedoch
nicht ahnte war, dass diese Software auf den gesamten Speicher des
Telefons zugriff, sodass diverse andere Personen diese Meldung
ebenfalls erhielten. Einige der Angerufenen meldeten diesen Vorfall
der Polizei, was wiederum zu der Annahme führte, dass hinter dem
Ganzen eine kriminelle Vorbereitungshandlung stecken könnte.
Letztendlich handelt es sich um einen danebengegangenen Scherz. Ob
hier strafrechtliche Bestimmungen verletzt wurden, wird derzeit noch
geprüft. Ebenfalls eingehend geprüft wird in diesem Fall, ob dem
Verursacher polizeiliche Verwaltungsgebühren auferlegt werden können.




In welcher Höhe dieser Betrag liegen könnte, ist momentan noch nicht
bekannt. Ob die verwendete Telefonsoftware in der Verbreitung ihrer Meldung endgültig gestoppt werden konnte, ist nicht bekannt.

Unabhängig davon, ob mögliche weitere Anrufe hinsichtlich einer
vermeintlichen Stromabschaltung eingehen und unabhängig davon, ob es sich um eine männliche oder weibliche Stimme handelt bleibt
festzuhalten: Seitens der Stadtwerke ist keine Stromabschaltung
vorgesehen – bleibt bloß zu hoffen, dass es nicht wirklich zu einem
unvorhergesehenen Stromausfall kommt. Der vorliegende Fall
verdeutlicht einmal mehr die Gefahren, die sich aus einem allzu
sorglosen Umgang mit dem Internet und dessen Möglichkeiten ergeben
können.

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