Mörtelstein heißt Flüchtlinge willkommen

Mörtelstein. (sd) Am vergangenen Dienstag sind sie angekommen –  drei Flüchtlinge, die zuvor in der Gemeinschaftsunterkunft in Hardheim gelebt haben, wohnen jetzt im alten Mörtelsteiner Rathaus. Schon in der vergangenen Woche hatten sich die Bewohner des kleinsten Ortsteils der Gemeinde Obrigheim getroffen, um die Ankunft der neuen Nachbarn vorzubereiten (NZ berichtete). Gemeinsam wollten sie etwas auf die Beine stellen. Zum ersten Treffen hatte die evangelische Kirchengemeinde eingeladen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister Achim Walter informierten sich die Mörtelsteiner schon vor der Ankunft der Asylsuchenden beim erfahrenen Pfarrer Richard Lallathin aus Mosbach, was man leisten kann, um die Asylsuchenden schnell und gut zu integrieren.

Es geht vor allem darum, eine gute Kommunikationsebene herzustellen und einen Austausch zu ermöglichen. „Wenn wir einander besser kennenlernen, da sind sich alle sicher, dann können auch Ängste abgebaut werden.“ Gleich nach ihrer Ankunft besuchten also zwei Vertreter der neuen Initiative für Flüchtlinge in Mörtelstein um Patrick Blank und Monika Rilli die neuen Nachbarn im alten Rathaus. Dabei wurden diese herzlich zu einem kleinen Umtrunk am Abend im benachbarten Gemeindehaus eingeladen.

Gemeinsam konnte man sich dann bei Fingerfood, Tee und anderen Getränken so erstmal ungezwungen kennenlernen. Schnell bildeten sich im Hof des Gemeindehauses in der Ortsmitte kleine Gesprächsgruppen. Viele Mörtelsteiner waren gekommen. Man tauschte sich aus. Auch Gemeindepfarrer Wolfgang Müller und Bürgermeister Achim Walter kamen an dem Abend nach Mörtelstein, um die Ankömmlinge willkommen zu heißen. Als kleinen Willkommensgruß hatten engagierte Nachbarn unter anderem einen Obstkorb gespendet.

Die neuen Bewohner kommen aus Syrien und dem Irak. Die jungen Männer zeigten sich von dem freundlichen Empfang sehr erfreut. Wie gelungen dieser erste Schritt zur Integration in der Ortsgemeinschaft war, konnte man im weiteren Verlauf des Abends sehen. Nach der Veranstaltung hatte der Förderverein für den Erhalt des Gemeindehauses, wie so oft abends, noch zu einer Fußballübertragung auf der dorfeigenen Großbildleinwand ins Gemeindehaus eingeladen. Da freuten sich alle, dass nach kurzer Zeit auch die neuen Nachbarn dazu kamen und gemeinsam mit den Mörtelsteinern das spannende Spiel des FC Bayern gegen Barcelona verfolgten.

Gemeinsam überlegt man schon, welche Möglichkeiten für weitere Veranstaltungen in den kommenden Monaten umgesetzt werden können. Viele Ideen haben die Mörtelsteiner in kurzer Zeit schon zusammen getragen. Man plant beispielsweise ein Grillfest, ein gemeinsames Abendessen (einer der Asylsuchenden ist Koch), Unterstützung beim Spracherwerb, Erkundungsrundgänge mit dem Kirchengemeinderat und Historiker Markus Wieland und vieles mehr.

Gefreut haben sich auch alle sehr, dass schon zwei Fahrräder von Mörtelsteinern gespendet wurden, um die Mobilität der drei Asylsuchenden zu verbessern. Wer Interesse an der Mitarbeit und Unterstützung der Integrationsarbeit hat, der kann sich per Mail melden unter info@pepebe.de  oder per Telefon im Rathaus unter 06261 / 64 646 – 16.

Ankunft Flüchtlinge Mörtelstein

Viele Mörtelsteiner wollen sich bei der Integration von Flüchtlingen engagieren. Bürgermeister Achim Walter begrüßt die Ankömmlinge persönlich. (Foto: privat)

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18 Kommentare

  1. na toll,nur weiter überall alles verteilen auch wenn die leute die nicht möchten.wieviele noch????wann ist schluss,andere länder nehmen die von anfang an nicht auf,wiso wir alles..von unseren politikern halte ich null,wähle keinen..deutschland ja klar,es gibt hier bald mehr nicht deutsche als unsere leute.es gibt noch andere länder,geht mal wo anders hin.einmal muss schluss sein..die wahrheit steht sicher nicht hier was die leute wirklich möchten,nur alles verschönert hier.

    • Und wenn die Menschen dich nicht mögen?
      Lieber lebe ich mit Flüchtlingen zusammen, als mit Deutschen wie dir alleine zu sein.

    • Hast du Angst, dass sie dir die deutschen Frauen wegnehmen?

      Für den ländlichen Raum können Flüchtlinge die dringend benötigte „Auffrischung“ bedeuten. Denn die Elite der Einheimischen zieht in die Städte bzw. Ballungsräume und übrig bleibt der engstirnige Rest. Da tut Zuwanderung gut. Egal ob männlich oder weiblich.

  2. Na wenigstens sind das Familien, in den Großstädten weit weg eurer Provinz, sehen die Flüchtlinge gewaltig anders aus…

  3. Ganz ehrlich? Dieser Kommentar ist kein bisschen besser… Soviel zum Thema engstirnig…

  4. Sicherlich ist es gut Asylbewerber aufzunehmen und zu versuchen diese zu integrieren. ABER – warum „muss“ Deutschland denn so viele aufnehmen, wenn sich andere Länder komplett verweigern? Das steht doch absolut in keinem Verhältnis mehr. Hier wird großartig gejammert wegen PKW-Maut und steigenden Kosten usw. – aber denkt auch jemand dran, dass Asylbewerber auch Kosten verursachen?
    Die Menschen die Hartz IV beziehen und auch wirklich benötigen, müssen sich Tag für Tag durchs Leben kämpfen und haben kaum was. Da fehlt schonmal das Geld.
    Meine Oma beispielsweise ist über 70 und MUSS neben dem HartzIV das sie zur Rente dazubeziehen muss, noch Arbeiten. Sie hat schon ihr Leben lang gearbeitet und 3 Wunderbare Töchter geboren. Und jetzt muss sie sich noch in ihrem Lebensabend abquälen weil der Staat es nicht gebacken bekommt unsere Rentner ordentlich zu versorgen? Traurig nenne ich das.
    Klar kann man jetzt sagen „tragischer Einzelfall“
    aber im selben Moment sollte man sich mal an die eigene Nase fassen und überlegen wann dieser Terminus noch zum Einsatz kommt.
    Ich möchte hier keinen rassistischen Ansatz kundgeben. Ganz im gegenteil. Sofern diese Menschen sich tatsächlich integrieren, einem Job nachgehen und dann auch Steuern zahlen finde ich das super. Aber wenn es nichtmal hinhaut, dass die Menschen von hier gut durchkommen, dann finde ich es zum kotzen so viele (ich nenne sie jetzt einfach mal Fremde) Fremde aufzunehmen und durchzufüttern.
    Und die ganzen Gutmenschen die mich jetzt Faschist nennen wollen weil ich eine andere Meinung vertrete als sie – denkt mal drüber nach was Faschismus ist und überlegt was ihr dann seid 😉

    P.S. Eine Städtemigration vom Land aus ist auch unfassbarer Humbug. Denn genauso wie die Leute in Städte ziehen, ziehen auch Leute aus den Städten aufs Land.

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