Gemeinderat Waldbrunn tagte nur kurz

Waldbrunn. Zu einer kurzen Sitzung begrüßte Bürgermeister Markus Haas am Montag den Waldbrunner Gemeinderat im Rathaus in Strümpfelbrunn.

Zunächst beschloss das Gremium die Beteiligung an den Fixkosten für Ausstattung und Personal im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Mensa in der Gemeinschaftsschule „Schule am Schlossplatz“ in Limbach ab den Schuljahr 2015/16. Im Rahmen eines Ganztagsbetriebs soll die Fa. Bakers World aus Buchen das Mittagessen zum Preis von 4 Euro je Mahlzeit anliefern. Dieser Betrag soll als Eigenanteil an die Schüler bzw. deren Eltern weitergegeben werden. Die jährlichen Kosten für Personal und die Ausstattung in Höhe von 7.500 Euro teilen sich die Gemeinden Fahrenbach, Limbach und Waldbrunn. Da sich die Schüler nahezu gleichen, sind die Gemeindeoberhäupter übereingekommen, die Kosten zu dritteln. Der Vertrag mit der Buchener Firma, die auch andere Schulen in der Region mit Essen beliefert, soll zunächst auf zwei Jahre befristet werden. Das Gremium schloss sich dem Verwaltungsvorschlag einstimmig an.

Anschließend wurden drei Berater- bzw. Ingenieursverträge beschlossen. Zunächst stimmten die Räte dafür, Günter Bechthold, der im Hauptberuf Feuerwehrkommandant in Karlsruhe ist, mit den Tätigkeiten rund um die Beschaffung einen Feuerwehrfahrzeugs HLF 10 zu beauftragen. Die Notwendigkeit der Beschaffung eines zweiten wasserführenden Fahrzeugs wurde im Feuerwehrbedarfsplan festgestellt (wir berichteten). Die Kosten für ein HLF 10, das 2017 geliefert und in Strümpfelbrunn stationiert werden soll, belaufen sich auf ca. 350.000 Euro. Hiervon sollen Mittel des Kreises und des Ausgleichsstocks beantragt werden, die sich im Bestfall auf 170.000 Euro belaufen.

Zu den Aufgaben des Beraters gehören laut Vertrag, die Bedarfsermittlung, die europaweite Ausschreibung und die Abnahme des gelieferten Fahrzeugs. In einem Gremium dem neben Günter Bechthold auch Bürgermeister Markus Haas, Feuerwehrsachbearbeiterin Anne Simon, Gesamtkommandant Michael Merkle und die Abteilungskommandanten Timo Bachert (Mülben), Richard Helm (Schollbrunn), Andreas Schmitt (Weisbach), Thomas Stelzer (Waldkatzenbach), Marco Stephan (Dielbach) und Hans-Peter Veith (Strümpfelbrunn) sollen offene Fragen besprochen werden, bevor die Entscheidung dem Gemeinderat vorgelegt wird. Die Kosten für den Beratervertrag belaufen sich voraussichtlich auf 7.500 Euro.

Danach wurde das Büro Sack & Partner aus Adelsheim mit den Ingenieursleistungen für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Strümpfelbrunn – Oberhöllgrund und der Wilhelmsstraße in Weisbach beauftragt. Die Kosten für die Planer belaufen sich auf 81.000 Euro.

Bevor Bürgermeister Markus Haas in den informatorischen Teil der Sitzung einstieg, wurden zwei Bauanträge bewilligt. Zunächst stimmte das Gremium dem Bau einer Einfamilienhauses in Oberdielbach-Post zu, bevor der Bau eines Mutterkuhstalls am Sportgelände in Waldkatzenbach genehmigt wurde. Dort sollen im Winter ca. 30 Rinder gehalten und damit der Betrieb erweitert werden. Eine hiesige Metzgerei will dadurch sicherstellen, den Verbrauchern nur noch Vieh aus eigener Aufzucht anbieten zu können. Das Vorhaben wurde von allen Fraktionen begrüßt.

Anschließend informierte das Gemeindeoberhaupt darüber, dass die Haushaltssatzung und der Wasserwirtschaftsplan vom Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis genehmigt wurden. Außerdem wies Haas darauf hin, dass man im Rahmen der laufenden Verwaltung  in Strümpfelbrunn eine Baumaßnahme mit geringfügigen Abweichungen vom Bebauungsplan bewilligt hat.

Abschließend bat Bürgermeister Markus Haas um einen Beschluss im Zusammenhang mit der Vereinsförderung für Vereine mit Immobilien. Die Antragsfrist für 2015 sei zwar schon verstrichen und eine Förderung in Höhe von 1.400 Euro an den SSV Dielbach bewilligt worden, nun sei aber im Sportheim des SC Weisbach die alte Heizungsanlage ausgefallen, die nun zeitnah ersetzt werden muss. Müsste der Verein bis 2016 warten, könne der Spielbetrieb nicht aufrechterhalten werden, da auch die Warmwasserversorgung damit zusammenhänge Da noch 3.600 Euro übrig sind, könne man den Betrag für den SC Weisbach bewilligen. Da der Verein außerdem mitgeteilt habe, dass man den geplanten Parkplatzausbau, für den im Jahr 2011 bereits 2.000 Euro Förderung bewilligt worden sind, nicht mehr realisieren könne, schlug die Verwaltung vor, die nun freiwerdenden Gelder an den SV Dielbach auszuzahlen, der in diesem Jahr die Bezuschussung eines Geräteschuppens und eines Vordachs beantragt hatte. Dieser Vorschlag fand die einhellige Zustimmung des Gremiums. 

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