Konfirmanden spenden für junge Flüchtlinge

Jugendliche der Kirchengemeinde Billigheim-Sulzbach überreichten 600 Euro an die Bewohner im „Haus Elz“ der Johannes-Diakonie

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Die Konfirmanden von Pfarrer Oliver Schüle (re.) überreichten ihre Spende an junge Flüchtlinge und Hausleiterin Eva Müller (4.v.r.). (Foto: Walter)
Mosbach/Billigheim. (pm) Weit weg von zu Hause und der Familie zu sein, Krieg oder Unterdrückung erlebt und eine lange Flucht über tausende Kilometer hinter sich zu haben – die Geschichte von Lamines Weg von Afrika nach Deutschland war für die Konfirmanden der Kirchengemeinde Billigheim-Sulzbach kaum vorstellbar.

Der 18-Jährige aus Gambia lebt aktuell im „Haus Elz“ am Standort Mosbach der Johannes-Diakonie, einem Haus, in dem sogenannte „Unbegleitete minderjährige Ausländer“ betreut werden. Um die aktuell 25 Jugendlichen in ihrem neuen Zuhause zu unterstützen, waren die Jugendlichen aus Billigheim und Sulzbach mit Pfarrer Oliver Schüle nach Mosbach gekommen. Denn sie hatten sich dazu entschlossen, anlässlich ihrer Konfirmation dem Wohnangebot für die jungen Flüchtlinge eine Spende zukommen zu lassen. Stolze 600 Euro kamen dabei zusammen.

Neben Lamine Sanjang begrüßt auch dessen Mitbewohner Rabiullah Amiri und Abe Fikad sowie Hausleiterin Eva Müller die Gäste. Auch die jungen Männer aus Afghanistan und Eritrea berichteten von den schlimmen Zuständen in ihrer Heimat, die sie zur Flucht gezwungen hatten – alleine, ohne Familie oder Angehörige, zu denen teilweise kein Kontakt mehr besteht.

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Das Trio erzählte aber auch über seine Hoffnungen, sich in Deutschland ein neues Leben aufbauen zu können. Dazu gehört zunächst einmal, schnell die deutsche Sprache zu lernen, die Schule abzuschließen und schließlich einen Beruf zu finden. Lamines Wunsch wäre es beispielsweise, als Automechaniker arbeiten zu können.

Eva Müller berichtete den Besuchern um Pfarrer Schüle vom Alltag im „Haus Elz“, das seit knapp eineinhalb Jahren als Unterkunft für die jungen Flüchtlinge dient. Zuvor war das Gründerhaus der Johannes-Diakonie das Zuhause von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung gewesen. Pfarrer Schüle erklärte, dass er seinen Konfirmanden drei Unterstützung-Projekte zur Auswahl gestellt hatte. „Die große Mehrheit hat sich dann für das Flüchtlingsprojekt entschieden.“

Für das gespendete Geld solle nun die Lebensqualität in bzw. um das Haus verbessert werden. „Wir würden uns gerne eine fest installierte Tischtennisplatte vor dem Haus anschaffen“, so Eva Müller. Ein Wunsch, den Lamine Sanjang, Rabiullah Amiri und Abe Fikad gerne bestätigten, bevor sie schließlich ihren jungen Besuchern ihr aktuelles Zuhause zeigten.

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