Versuchter Totschlag im Straßeverkehr

Polizei, Blaulicht
(Symboldbild Polizei: K. Weidlich)

Zeugen und mögliche weitere Geschädigte gesucht

Möckmühl/Marlach. (ots) Das Kriminalkommissariat Künzelsau hat die Ermittlungen aufgrund eines versuchten Tötungsdelikts übernommen und bittet Zeugen, mögliche weitere gefährdete Verkehrsteilnehmer und mögliche weitere Geschädigte des folgenden Sachverhalts, sich unter der Telefonnummer 07940 9400 zu melden.

Am frühen Samstagmorgen, 12. September, wurde ein 33-Jähriger in Marlach festgenommen. Gegen 01:00 Uhr war ein 19-Jähriger mit seinem BMW auf der Landesstraße 1025 in Möckmühl-Ruchsen unterwegs, als er zunächst von dem 33-Jährigen in dessen BMW innerorts überholt wurde.

Im Anschluss, zwischen den Ortschaften Ruchsen und Widdern, soll der Ältere den Jüngeren zunächst mehrfach ausgebremst und anschließend mit entsprechenden Gesten bedroht haben. Der 19-Jährige fuhr daraufhin weiter in Richtung Olnhausen, woraufhin der 33-Jährige ihn in seinem Fahrzeug verfolgte und im weiteren Verlauf zunächst versuchte, links zu überholen. Hierbei streiften sich die Fahrzeuge, weshalb der Überholvorgang abgebrochen wurde.

Im weiteren Verlauf soll der Tatverdächtige den BMW des 19-Jährigen zwischen Olnhausen und Berlichingen absichtlich gerammt haben. Dies wiederholte sich im Anschluss nochmal zwischen Berlichingen und Bieringen sowie zwischen Winzenhofen und Gommersdorf. Ein viertes Mal wurde der Geschädigte vom Tatverdächtigen gerammt, nachdem er in Krautheim gewendet hatte und sich auf der Strecke zwischen Krautheim und Gommersdorf befand.

Der 19-Jährige meldete sich während des Geschehens bei der Polizei und gab seinen Standort an die Beamten durch. Die eingesetzten Beamten konnten schließlich in Marlach auf die beiden Fahrzeuge aufschließen und sie zum Anhalten bringen. Der 33-Jährige verließ daraufhin sein Fahrzeug und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Im Rahmen der weiteren polizeilichen Maßnahmen stellten die Polizisten Ausfallerscheinungen bei dem Tatverdächtigen fest, weshalb ein Atemalkoholtest durchgeführt wurde. Dieser ergab einen Wert von 1,0 Promille.

Da auch eine akute Betäubungsmittelbeeinflussung nicht ausgeschlossen werden konnte, musste der Mann zwei Blutproben abgeben. Beide Fahrzeuge sowie das Mobiltelefon des Tatverdächtigen wurden beschlagnahmt.

Der 33-jährige Mann wurde am Sonntag einem Haftrichter beim Amtsgericht Öhringen vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft Heilbronn beantragten Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und setzte ihn in Vollzug. Der Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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