Adelsheim. (hl) Von den ehemals 140 Flüchtlingen, die im Friedrich-Gerner-Ring in zwei Containern untergebracht waren, leben heute in Adelsheim/Sennfeld 41 Personen, acht Familien mit 18 Kindern und 13 alleinstehende Männern. Betreut werden außerdem noch je zwei junge Männer in Osterburken und Heidelberg.
Die wichtigste Bedingung für die Neuankömmlinge ist der Erwerb der deutschen Sprache. Integrationskurse führten über mehrere Monate hinweg zur B1-Prüfung, damit verbunden ist der Kurs LID (Leben in Deutschland) mit Informationen über Politik und Gesellschaft in Deutschland. Die meisten Teilnehmer haben diesen Kurs erfolgreich abgeschlossen und ein junger Mann mit sehr geringer Schulbildung im Herkunftsland hat den Hauptschulabschluss hier erreicht.
[themoneytizer id=”17065-1″]
Damit ist die Voraussetzung gegeben sich für einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle zu bewerben. Lehrstellen wurden gefunden im KFZ-Bereich, als Industriemechaniker, in der Papierherstellung in der Altenpflege…. Arbeitsplätze gibt es bei Würth, bei GlasLine, in einem Bauunternehmen, im Schwimmbad, als Küchenhilfe in einem Restaurant, bei der Post, in einer Schreinerei, in einer Gärtnerei. Ein früherer „Adelsheimer“ studiert seit einem Jahr bei der SAP Wirtschaftsinformatik.
Von den 18 Kindern gehen die meisten (sehr gerne) in die Adelsheimer Grundschule und werden dort in einer eigenen Förderklasse betreut oder auch schon in den in den normalen Klassen mit beschult. Zwei Kinder können im neuen Schuljahr die Realschule bzw. das Gymnasium besuchen.
Freundschaften der Kinder untereinander bringen auch deren Eltern wiederum in Kontakt. Durch die Teilnahme an verschiedenen Vereinen (Fußball, Turnen, Zwergenturnen…) und durch die Arbeitsstellen entstehen ebenfalls neue Kontakte.
Einige Adelsheimer und Sennfelder Bürger helfen bei dieser Betreuung, freut sich der Asylkreis. Sie begleiten die Familien bei Behördengängen, bei Arztbesuchen, bei Beratungen in Schule und Kindergarten, bei der Jobsuche… und sie machen gute Erfahrung mit diesen sehr offenen Menschen. Oft wird man zum Essen oder zum Kaffee eingeladen und bekommt so Einblick in eine ganz andere Kultur.