Nicht schön, aber erfolgreich

Symbolbild

Neckarelzer Handballer entscheiden Auswärtsspiel in Oedheim zu ihren Gunsten

 
Oedheim. (mb) Nach dem Auswärtserfolg gegen Bad Mergentheim vor zwei Wochen, wollten die Neckarelzer Herren bei der SG Degmarn/Oedheim direkt nachlegen. Wissend um die Schwere der Aufgabe, startet man konzentriert in die Partie und konnte den ersten Treffer durch L. Halder markieren. Die Hausherren liesen sich jedoch auch nicht lange bitten und glichen durch ihren besten Akteur, Y. Volz, sofort aus.
 
Es entwickelte sich eine rasante Begegnung, bei der sich die HA zwar zunächst auf 2:4 absetzte, beim 4:4 jedoch alles schon wieder in der Reihe war. Gerade einmal sieben Minuten waren gespielt, als die SG mit 6:5 erstmals in Führung ging. Die Vorgabe von Trainer Pejic, sich mit den Gastgebern nicht auf ein „Ausschießen“ einzulassen, schienen zu diesem Zeitpunkt bereits über Bord geworfen. M. Halder, der erfolgreichste Neckarelzer Schütze an diesem Abend, brachte die PiranHAs mit einem Doppelpack wieder in Front.
 
Bis zum 8:8 nach gut zwölf Minuten marschierten beide Mannschaften im Gleichschritt. Dann zeigte die frühe Umstellung im Abwehrverbund der HA, eine Manndeckung gegen Y. Volz, endlich den gewünschten Erfolg. T. Rüdele im Tor parierte nun wichtige Bälle und im Angriff wurden sich bietenden Lücken konsequent genutzt. Trotz zwischenzeitlicher Unterzahl zog man so erstmals auf drei Treffer davon.
 
Diese Phase, in der nun auch die SG mit einer Manndeckung agierte, gestalteten die Neckarelzer zunächst positiv und legten auf 12:16 vor. Hektische Aktionen kurz vor der Pause brachten die Gastgeber bis zum Pausenpfiff der Unparteiischen Krenz und Derner jedoch wieder bis auf 14:16 heran.
 
Der erste Treffer des zweiten Durchgangs ging ebenfalls auf das Konto der SG und so war die Führung auf einen Treffer geschmolzen. Erfreulicherweise kamen die PiranHAs hellwach und bissig aus der Kabine. Binnen fünf Minuten bauten die Gäste den Vorsprung wieder auf 16:20 aus. Mit dem Tor von R. Liegler in Überzahl stand erstmals ein Fünf-Tore-Vorsprung auf der Anzeigetafel. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff war die SG daher zur Auszeit gezwungen.
 
Trainer Pejic gab seinen Mannen wohl die richtigen Worte mit auf den Weg. Zwar wurden, auch bedingt durch die nun offensivere Abwehr der Gastgeber, mehr und mehr Einzelaktionen zu Erfolgsgaranten, jedoch hielt man den Vorsprung konstant und zehn Minuten vor dem Enden sah alles nach einer sicheren Sache für die PiranHAs aus. Ein Zwischenstand von 18:24 leuchtete auf der Anzeigentafel.
 
Doch nun schlichen sich teils haarsträubende Fehler in das Angriffsspiel der HA ein. Die immer kämpfende SG nutzte diese Fehler zu schnellen Toren und war drei Minuten vor dem Ende mit 24:26 wieder in Schlagdistanz. Zwei weitere Tore binnen einer Minute und beim 26:26 gut eine Minute vor dem Ende war wieder alles offen. In einer Auszeit gab HA-Trainer Pejic nochmals vor, was gespielt werden soll. L. Halder schloss letztlich erfolgreich ab. Mit 20 Sekunden auf der Uhr lag die Chance zum Ausgleich bei der SG. Ein technischer Fehler verhinderte jedoch, dass die Hausherren nochmals einen Treffer erzielten.

Nach dem glücklichen Ende in Oedheim gilt es nun, zu regenerieren. Denn schon am Dienstag steht das Nachholspiel beim SV Heilbronn an. Um 20.00 Uhr gastiert man dann in der Leintalhalle Frankenbach. Da der SV am Wochenende spielfrei war und die Akkus aufladen konnte, liegt die Favoritenrolle bei den kommenden Gastgebern. Die PiranHAs hoffen daher, trotz Spiel unter der Woche, auf einige Unterstützer.
 
Für die HA Neckarelz: Tobias Rüdele, Maximilian Irouschek (beide Tor); Christoph Pischel, Robin Jax, Michael Brauch, Robin Liegler (5), Marco Liegler, Matthias Halder (11/4), Johannes Riedinger, David Jax, Dominik Deschner, Lukas Halder (8) und Rene Weimann (3/1).
 
 

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