Kein Spatenstich am Rumpfener Buckel

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(Foto: Liane Merkle)

38 neue Bauplätze geplant

Mudau. (lm) Dem Corona-Virus geschuldet, musste der erste Spatenstich zur Erschließung des neuen Baugebietes „Rumpfener Buckel I“ in Mudau unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne das ansonsten übliche Prozedere stattfinden. Trotzdem wurde der erste Bauabschnitt des 1.750.000 Euro teuren Projektes mit seiner beinhalteten Kreisverkehrsanlage nun offiziell begonnen, wie Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und Katharina Fertig vom örtlichen Bauamt mitteilten.

Nachdem sich die Fertigstellung der Erschließung des „Brückenguts“ in Mudau abzeichnete, fokussierte man sich für den weiteren zukünftigen Wohnbauflächenbedarf auf den östlichen Ortsrand von Mudau – zwischen der L 585 in Richtung Rumpfen und dem „Pfarrwald“, den so genannten „Rumpfener Buckel“. Im Mai 2017 fasste der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss gefasst und bereits im Juli des gleichen Jahres folgte der Bebauungsplanentwurf.

„Die Grundstückseigentümer zeigten sich dankenswerterweise sehr aufgeschlossen für diese Planungen der Gemeinde und stimmten in Folge dem Grundstücksverkauf an die Gemeinde zu“, betonte Katharina Fertig. Ende 2018 konnte der Bebauungsplan „Rumpfener Buckel“ als Satzung beschlossen und die konkrete Erschließungsplanung weiter vorangetrieben werden. Insgesamt sollen bei einem Nettobauland (Wohngebiet) von rd. 2,8 Hektar 38 neue Baugrundstücke entstehen. Darüber hinaus wurden mit der äußeren Erschließung, vor allem durch einen Kreisverkehr und das geplante Entwässerungssystem, die Voraussetzungen für eine zukünftige Erschließung des Baugebietes „Feldwegsäcker“ geschaffen.

Die Erschließungsplanung wurde vom Ortschaftsrat Mudau und vom Gemeinderat im März 2019 abgesegnet, sodass nach Aufnahme des Projektes in den Haushalt der Gemeinde Mudau die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten erfolgte. Der Auftrag ging an die Firma Konrad Bau GmbH & Co. KG aus Lauda-Königshofen. Die Straßenbeleuchtungsanlage liefert die Netze BW und als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator wurde das Büro Dipl. Ing. W. Niemesch aus Mudau beauftragt.

Mit dem ersten Bauabschnitt werden nun 18 Bauplätze erschlossen und das Baugebiet über einen neu herzustellenden Kreisverkehr in der Landstraße 585 an das vorhandene öffentliche Straßennetz angebunden. Für Fußgänger ist im nord-östlichen Bereich zur „Steinbacher Straße“ ein Zugangsweg, der für eine direkte und schnelle Verbindung zur Ortsmitte sorgen wird, jedoch auch der Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen vom „Rumpfener Buckel“ an den Bestand im Kreuzungsbereich der „Steinbacher Straße“, „Pfarrer-Ackermann-Straße“, „Fettigstraße“ geschuldet ist.

Mit dem nun erfolgten Baubeginn wurde unter Vollsperrung der dortigen Kreisstraße 3916 unverzüglich mit dem äußerst anspruchsvollen Kreuzungsbereich „Steinbacher Straße“, „Pfarrer-Ackermann-Straße“, „Fettigstraße“ zur Anbindung der neuen Leitungen an die Bestandsleitungen begonnen. Es werden neue Schachtbauwerke gesetzt und Entsorgungsleitungen für Schmutz- und Oberflächenwasser im Trennsystem verlegt. Hinzu kommen die Anbindungen der Wasser- und Stromleitungen sowie der Anschluss an die Breitbandversorgung.

Diese Arbeiten geschehen alle auf engstem Raum, damit es auch für die dortigen Bürgerinnen und Bürger zu möglichst wenig Beeinträchtigungen kommt, teilt die Bauamtsleiterin weiter mit. Sofern die Arbeiten weiter nach Plan verlaufen können, soll dieser Abschnitt bald fertig gestellt sein und mit dem Bau des Kreisverkehrs in der L 585 begonnen werden. Parallel dazu finden bereits auf dem Baufeld die Vorbereitungen für die eigentlichen Bauplatzerschließungen sowie der Bau eines Lärmschutzwalls entlang der Landesstraße 585, für den ordentlich Erde bewegt wird, statt. Die Fertigstellung der Maßnahme ist bis spätestens Frühjahr 2021 geplant.

Technische Details:  Erschließung „Rumpfener Buckel“, 1. BA inkl. Kreisverkehrsanlage. Straßenbau: Innere Erschließung: 170 Meter und 70 Meter Fußweg, Straßenbreite 5,50 Meter mit einseitigem Gehweg, Äußere Erschließung: 200 Meter einschl. Kreisverkehr, mit einseitigem Gehweg und Anschluss an die Ortslage. Abwasserentsorgung: Trennsystem, 335 Meter Schmutzwasserkanal, 405 Meter Oberflächenwasserkanal. Wasserversorgung: 335 Meter Rohrleitung. Beleuchtung: LED-Straßenleuchten des Fabrikats Siteco.

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