Assistierten Suizid regeln

Das Thema „Sterbehilfe“ will die SPD neu regeln. (Symbolbild – Hastywords/Pixabay)

SPD Neckar-Odenwald will „mehr Zusammenarbeit wagen“

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Die Kreisvorstandschaft der SPD Neckar-Odenwald bereitete dieser Tage die nächsten Kreismitgliederversammlungen und die Klausurtagung vor und besprach die aktuelle politische Lage.

Der Kreisvorstand mit Dr. Dorothee Schlegel und Michael Deuser an der Spitze ist seit über anderthalb Jahren im Amt und hatte in dieser Zeit bereits den Landtagswahlkampf, als auch den Bundestagswahlkampf gestemmt.

Da der direkte Austausch mit den Ortsvereinen in der Corona-Zeit nicht möglich war, will der Kreisvorstand nun unter dem Motto „mehr Zusammenarbeit wagen“ im Rahmen einer Klausurtagung mit den Vertretern aus den Kommunen die bisherigen und die künftigen Aktivitäten im Kreis diskutieren ,

Ziel der Klausurtagung sei eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Kreisverband und Ortsvereine sowie den Arbeitsgemeinschaften, so Schlegel. Eine bessere Vernetzung sei gerade in Zeiten notwendig, wenn „Parteien“ und Bewegungen die Demokratie untergraben wollen, so die Kreisvorsitzende. Daher sei es wichtig, dass Sozialdemokraten für den Zusammenhalt der Gesellschaft und für die Stärkung der Demokratie an entsprechenden Kundgebungen teilnehmen.

Darüber hinaus hoben Schlegel und Deuser hervor, dass man sich für die Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum einsetze. Zusammen mit MdL Jan-Peter Röderer, den Vertretungsabgeordneter für den Neckar-Odenwald-Kreis. fordere man die Einführung eines Mobilitätspasses, der mit einer Mobilitätsgarantie verbunden sei. Dadurch solle gesichert werden, dass der ländliche Raum nicht abgehängt werde.

Den ÖPNV im Kreis, mit den zahlreichen kleinen Ortschaften, müsse verbessert werden, betonten Schlegel und Deuser. Daher sei es für das Bauland sehr entscheidend, dass die Frankenbahn weiter in Betrieb bleibe.

Ein ebenso großes Thema sei das Lohn- und Gehaltsgefüge. Dieses sei im Neckar-Odenwald-Kreis deutlich zu niedrig. Um staatliche Transferleistungen an Menschen in unteren Gehaltsklassen zu reduzieren, sei die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro eine richtige und wichtige Entscheidung, von der viele Menschen, insbesondere auch Frauen, profitieren werden, hob der Kreisvorstand die Bedeutung dieses Wahlversprechens hervor.

Auch das sehr persönliche und doch hochpolitische Thema „Sterbehilfe“ wurde im Rahmen der Vorstandssitzung diskutiert. Der derzeit fast regellose Zustand solle laut MdB Dr. Lars Castellucci, dem Vorsitzenden des Innenausschusses, neu geregelt werden. Damit wollen die Sozialdemokraten den assistierten Suizid ermöglichen, aber nicht fördern, war man sich einig.

Außerdem müsse das Geschäft mit dem Tod verhindert und entsprechend sanktioniert werden. Der Bedeutung des Themas entsprechend, sei eine breite Diskussion in der Gesellschaft notwendig, stellte die Kreisvorsitzende Schlegel am Ende der Sitzung fest.

 Anmerkung der Redaktion:  Wer selbst an Depressionen leidet und an einen Suizid denkt, sollte sofort die Telefonseelsorge unter der kostenfreien Hotline 0800-1110-111 bzw. 0800-1110-222 kontaktieren.

Auf der Internetseite www.telefonseelsorge.de besteht außerdem rund um die Uhr die Möglichkeit, per Chat Kontakt zu professionellen Helfern aufzunehmen.

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