Ohne festes Büro Präsenz zeigen

Klausurtagung der Sozialdemokraten im Neckar-Odenwald-Kreis

 Buchen.  (do)  Die Kreisvorstandschaft der SPD hat zu einer Klausurtagung mit den Ortsvereinen und den Arbeitsgemeinschaften eingeladen.

In der TSV-Halle in Buchen legte die Vorstandschaft einen ausführlichen Bericht über ihre Arbeit, über die Veranstaltungen auch zur Bundes- und Landtagswahl, sowie einen ausführlichen Kassenbericht vor. Verbunden wurde dies immer mit politischen Themen, an denen gearbeitet werden muss und dem Ausblick, wie dies umgesetzt werden kann.

Die Vorsitzende der Kreis-SPD Dr. Dorothee Schlegel richtete zu Beginn die Grüße des Co-Vorsitzenden Michael Deuser aus und berichtete über die Themen aus dem Kreistag, aber auch von der Landes- und Bundesebene.

Exemplarisch verdeutlicht sie, wie verzahnt an der Mobilität im ländlichen Raum gearbeitet und gedacht wird. „Es muss immer politisch kombiniert und abgewogen werden und schlussendlich sind es meist Kompromisse, die verwirklicht werden“, so Schlegel. Das Soziale müsse mitbedacht werden. Das gelte für die Pendlerpauschale ebenso wie für die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Auf Kreisebene wird derzeit über die Frankenbahn diskutiert. Ebenfalls verdeutlicht sie, wie alle politischen Ebenen und die Belegschaften bei der betrieblichen Mitbestimmung zusammenspielen müssen, vor allem da in den nächsten Wochen wieder Betriebsratswahlen anstehen.

Die Neckar-Odenwald-Klinken bleiben weiterhin im Fokus der Kreisrätinnen und Kreisräte, die dringend Unterstützung von der Landes- und Bundesebene benötigen. All diese Themen verbinden laut der Kreisvorsitzenden die nötige Solidarität und das soziale Miteinander.
Anschließend stellt Dorothee Schlegel die Veranstaltungen und Aktivitäten des letzten Jahres vor. Durch Landtags- und Bundestagswahlen hat der Kreisvorstand an 185 Terminen mitgewirkt. Dafür dankt sie dem Vorstandsteam, aber auch allen Mitgliedern, die organisiert und plakatiert haben und unterstützend dabei gewesen sind.

Alexander Weinlein, der Kreiskassierer, legt Wert darauf, dass trotz der angespannten Haushaltslage, da man zwei Wahlkämpfe in einem Jahr zu stemmen hatte, das Finanzielle und der damit verbundene Wirtschaftsplan immer mit der konkreten politischen Arbeit gesehen wird. „Wir werden kein festes SPD-Büro im Kreis behalten, sondern die Ansprechbarkeit und die Sichtbarkeit der SPD flexibler aufstellen“.

Veranstaltungsformate und Präsenz in den Medien seien in heutigen Zeiten besonders wichtig, um eine klare Position für die Demokratie und gegen rechtes Gedankengut zu beziehen.

Den Blick auf die juristischen Themen und die Statuen gerichtet, ging Leon Köpfle, stellvertretender Kreisvorsitzender, detailliert auf die Wahlrechtsänderungen bei den nächsten Bundes- und Landtagswahlen ein. Bei der Bundestagswahl könnte es passieren, dass der Wahlkreiszuschnitt sich ändert und vergrößert. Die Landtagswahl dagegen werde wohl eine Mischwahl werden, bei der zukünftig auch Landeslisten erstellt werden. Dies mache es für die SPD im Neckar-Odenwald-Kreis nicht leichter, auf diesen Ebenen Mandate zu bekommen.

„Mit den Mandaten im Kreistag und in den Kommunalparlamenten werden wir weiterhin nah bei den Sorgen und Wünschen der Menschen hier vor Ort sein“, ergänzte Heide Lochmann, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion.

Bevor es in die Arbeitsphase ging, stellte der stellvertretende Kreisvorsitzende Markus Dosch mögliche Aktivitäten und Veranstaltungsformate vor. Er betonte ausdrücklich, dass der Kreisvorstand weiterhin im Team und eng mit den Arbeitsgemeinschaften und den Ortsvereinen zusammenarbeiten wird. Mit einer Aktivgruppe, einer Gruppe interessierter Mitglieder aus mehreren Ortsvereinen und AGs, wird die SPD im Kreis kontinuierlich an ihren Themen arbeiten, diese nach außen tragen, ansprechbar sein für kommunale Problemstellungen, und sich solidarisch zeigen, vor allem, wenn Menschen angefeindet oder angegriffen werden.

In fünf Arbeitsgruppen wurden anschließend Themen, Strukturen, Veranstaltungsformate, Finanzen und mit Weitsicht auch die nächsten Wahlen diskutiert. Die zukunftsweisenden Ergebnisse bzw. auch die zur Entscheidung anstehenden Punkte werden in der nächsten Mitgliederversammlung am 01. April auf die Tagesordnung kommen.

Mit einem Dank für das zahlreiche Erscheinen, die überaus konstruktive Zusammenarbeit und die lösungsorientierten Diskussionen schloss die Kreisvorsitzende am frühen Nachmittag die Klausurtagung. Ein großer Dank gilt auch dem TSV Buchen welcher die Halle zur Verfügung gestellt hat. Dass beim Abbau der Tische und Stühle angepackt wurde, war die kleine sportliche Übung nach der langen Sitzung und ein guter Abschluss des Tagesmottos: „Mehr Zusammenarbeit wagen“.

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