Timo Bracht beim RIO-Stammtisch

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von Liane Merkle

Hawaii-Fünfter 2011 betont: „Motivation fällt nicht vom Himmer!“

Zimmern. Auf der Einladung zum 6. Unternehmerstammtisch des Zweckverbands „Regionaler Industriepark Osterburken“ stand „Motivation fällt nicht vom Himmer!“ – Referent Timo Bracht.

Vermutlich hatte sich so mancher Unternehmer gefragt, was der bekannte Triathlon-Sportler mit unternehmerischem Know-How am Hut haben könnte. Dennoch hat die Einladung wohl neugierig gemacht und so konnte Verbandsvorsitzender Jürgen Galm sich über ein sehr gut besuchtes Dorfgemeinschaftshaus Zimmern freuen.

Er begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste auch im Namen seiner „RIO-Kollegen“ Klaus Gramlich, Horst Weber, Gerhard Baar und Thomas Ludwig und erläuterte, dass man diese Veranstaltung ins Leben gerufen habe, damit die verschiedenen Unternehmen eine Plattform zum gegenseitigen Kennenlernen haben. Und genau aus diesem Grund unterstützen die regionalen Banken laut Aussage von H. Siebert als Vorstandsmitglied der Volksbank Mosbach die zukunftsweisende Veranstaltung mit den „Ertrag bringenden“ Gesprächen nur zu gerne, zudem sei inzwischen erwiesen, dass der RIO mit den 29 Firmen und über 700 Mitarbeitern ein guter Grund zum Investieren sei. Er selbst sei gespannt auf das Referat von Timo Bracht, der in seinen Augen Leistung und Motivation verkörpere wie vermutlich sonst niemand.


Nach einem einführenden Film über sich selbst, seine Denkweise und seinen Sport machte der Ausnahmesportler schnell deutlich, wie wichtig Motivation als Sprungbrett zu jeder Art von Erfolg ist. Ihm selbst sei das klar geworden, als er sich vor vier Jahren kurz vor Beginn des Ironman und nach zehn solcher Wettkämpfe gefragt habe „Warum tue ich mir das an?“ Normalerweise sei allein diese Frage schon tödlich, denn sie stehe für Unzufriedenheit mit dem eigenen Tun und dem gesetzten Ziel. Gerettet habe ihn in diesem Moment ein unglaublicher Sonnenaufgang und das spontane Wissen: „Die Motivation ist in mir, ich muss sie nur wecken“. Das war wohl der Startschuss für sein bestes Rennen.

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Die Zuhörer aus Politik und Wirtschaft. (Foto: Liane Merkle)

Sein Schlüssel für Erfolg ist das starke Bedürfnis nach Leistung, gespickt mit dem richtigen Maß an Verlangen für Freundschaft und Macht. Aus diesem Bedürfnis nach der eigenen Leistung sollte man sie seiner Meinung nach auch selbst wertschätzen können und weniger auf das Lob von außen warten. Dabei müsse Triathlon nicht unbedingt extrem sein. Der Sport sei ganz einfach Schwimmen, Radfahren und Laufen. In welchem Maß liege an jedem selbst. Man muss nur den eigenen Anforderungen genügen und die Leistungsstruktur an das persönliche Ziel anpassen. So plane er seinen Sport, wobei er gleichzeitig möglichst einfache Lösungen für komplexe Probleme anstrebt.


Beim Ironman in Hawaii musste er 3,8 Kilometer in unruhigen Wasser schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer laufen. Das ganze dauert etwa 8 Stunden, in denen er 15 Liter isotonisches Getränk zu sich nehmen muss, die dann von den Nieren so verarbeitet werden, dass sie ausschließlich dem Körper zur Kühlung dienen. Auch das kann man laut Timo Bracht  trainieren. Durch seine genial einfache Idee mit den Kniestrümpfen beim Laufen konnte er seinen Waden weitere drei Grad Kühlung „schenken“.

Neben einfachen Lösungen für komplexe Probleme ist ihm in seiner Planung aber auch eine vorgezeichnete Zeitschiene mit Zwischenzielen wichtig. Und Timo Bracht ist der Meinung, dass diese Rezeptoren unbedingt auch für ein Unternehmen gelten. „Erfolgsfaktoren erkennen und entwickeln! Das muss man wirklich wollen. Man muss bereit sein, für ein gestecktes Ziel zu kämpfen und sich zu plagen. Anders geht es nicht!“

Das persönliche Ziel als Orientierungspunkt sehen, nach dem Motto „geht nicht gibt’s nicht“, dabei jede Menge Feedback einholen und den Blick über den Tellerrand schweifen lassen, um eben einfache Lösungen für komplexe Probleme zu sehen.

Die interessierte Fragerunde nach seinen Referat, aber auch die dankenden Worte von Jürgen Galm und der lang anhaltende Beifall zeigten, dass wohl jeder im Saal an diesem Abend etwas mit nach Hause genommen hat. Der abschließende Tipp von Timo Bracht lautete: „Halten Sie das positive Selbstgespräch am Laufen!“



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