Rosenmontags-Schütze in Untersuchungshaft

Amorbach/Odenwald. Nachdem am Rosenmontagabend ein Mann auf offener Straße einen Bekannten durch einen Kopfschuss schwer verletzt hat (NZ berichtete), laufen die gemeinsamen Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg auf Hochtouren. Der Tatverdächtige, der knapp eineinhalb Stunden später in der Nähe des Tatortes festgenommen wurde, ist im Laufe des Dienstagvormittags der Ermittlungsrichterin vorgeführt worden. Nach Erlass eines Haftbefehls sitzt der 36-Jährige jetzt in Untersuchungshaft. Das Opfer, das noch am Montagabend in einer Klinik in Aschaffenburg notoperiert wurde, befindet sich weiterhin in lebensbedrohlichem Zustand.


Wie bereits berichtet, war der 37-Jährige mit seiner Freundin und einem Bekannten gegen 19.30 Uhr auf den Beschuldigten gestoßen. Dabei kam es aus ungeklärter Ursache zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 36-Jährige plötzlich eine Schusswaffe zog und aus unmittelbarer Nähe dem ein Jahr älteren Mann in den Kopf schoss.

Nachdem der Schütze noch kurzzeitig am Tatort blieb, ergriff er dann doch die Flucht und warf die von ihm verwendete Waffe, eine umgearbeitete Schreckschusswaffe, in einen Hauseingang.

Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen stoppte er schließlich ein Fahrzeug und bat den Fahrer, ihn wegzubringen. Allerdings ging der Autofahrer darauf nicht ein. Darauf verschwand der 36-Jährige zunächst spurlos. Etwa 80 Minuten später wurde er in einem nahe gelegenen Lokal festgenommen.
Die Nacht zum Dienstag verbrachte der Beschuldigte nach einer Blutentnahme in einer Arrestzelle der Aschaffenburger Polizei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hatte er dann im Laufe des Vormittags einen Termin bei der Ermittlungsrichterin. Jetzt sitzt der Mann wegen versuchten Mordes bis auf weiteres in Untersuchungshaft.


Nach wie vor liegt das Motiv für die Schussabgabe im Dunkeln. Fest steht, dass sich der Tatverdächtigte und sein Opfer, die beide aus Amorbach stammen, sehr gut kannten. Die gemeinsamen Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg dauern an.

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