Ganztagsschule nimmt Gestalt an

Abrissarbeiten an einem Fabrikgebäude mit Baggern und Trümmern.
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Auf der entstehenden Freifläche soll eine Rewe-Markt angesiedelt werden. (Foto: Weber)

Rewe-Markt kommt voran

Limbach. (tw) In seiner Oktobersitzung brachte der Gemeinderat wichtige Vorhaben voran: Die Planungen für einen Rewe-Vollsortimenter wurden weitergeführt, das pädagogische Konzept für die Ganztagsgrundschule in Laudenberg beschlossen und mehrere Bauaufträge vergeben.

Forstplan 2027: 36.000 Euro Überschuss geplant

Steffen Meyer, Fachdienstleiter Forst beim Landratsamt, und Revierleiter Wolfgang Kunzmann stellten den forstlichen Betriebs- und Finanzplan für 2027 vor. Die ungewöhnlichen klimatischen Verhältnisse des Jahres 2026 und die Folgen des trockenen Sommers bereiten Sorgen. Das Ausmaß der Waldschäden lasse sich voraussichtlich erst im Frühjahr beurteilen.

Für 2027 sind eine Holznutzung von 1.530 Festmetern und Einnahmen von 125.000 Euro vorgesehen. Schwerpunkte bei den Ausgaben sind Jungbestandspflege, Investitionen in Kulturen, Nachpflanzungen und eine größere Baumartenvielfalt. Der Plan sieht einen Überschuss von 36.000 Euro vor. Der Gemeinderat stimmte ihm einstimmig zu.

Planungen für Rewe-Vollsortimenter gehen in die Offenlage

Der Gemeinderat brachte die Planungen für die Nahversorgung mit einem Rewe-Vollsortimenter einen Schritt weiter. Das Ingenieurbüro IFK aus Mosbach erläuterte die Stellungnahmen zum Bebauungsplan „Nahversorgung Limbach“.

Der Edeka-Konzern kritisierte unter anderem das beschleunigte Verfahren und stellte den Bedarf für einen weiteren Markt infrage. Die Verwaltung verwies auf ein Gutachten, dem zufolge ein Rewe-Vollsortimenter die örtliche Grundversorgung qualitativ verbessern würde. Eine Vorprüfung wurde inzwischen ebenfalls erstellt.

Der Gemeinderat folgte den Abwägungsvorschlägen, billigte den Planentwurf und gab ihn einstimmig zur Offenlage frei. Auch bei den drei Bebauungsplänen für das Limbacher Gewerbegebiet stimmte das Gremium den Abwägungen und Entwürfen zu und beschloss einstimmig die Offenlage. Kritik kam dort vom Eigentümer des Diska-Marktes, der sich bei künftigen Erweiterungen der Verkaufsfläche eingeschränkt sieht.

Ganztagsgrundschule Laudenberg: Konzept einstimmig befürwortet

Rektor Thorsten Schwab und Konrektorin Christiane Lerch stellten das pädagogische Konzept für die künftige Ganztagsgrundschule in Laudenberg vor. Geplant ist ein schrittweiser Aufbau eines offenen Ganztagsangebots mit sieben Stunden an drei Wochentagen. Die Teilnahme erfolgt in Wahlform.

Das Konzept setzt auf Bewegung, Musik und Ästhetik sowie eine abgestimmte Abfolge von Unterrichts-, Lern- und Bewegungszeiten. Kooperationen mit Vereinen und externen Partnern sind vorgesehen. Noch zu klären sind unter anderem der konkrete Bedarf, die räumlichen Voraussetzungen, Personal und Betreuungszeiten. Auch eine Ferienbetreuung soll sich am Bedarf orientieren; eine interkommunale Lösung sei denkbar.

Fragen aus dem Publikum und dem Gemeinderat betrafen unter anderem Schutz- und Medienkonzepte, Förderangebote, bestehende Betreuungsangebote und die Ferienbetreuung. Der Gemeinderat befürwortete das Konzept einstimmig.

Bauaufträge für die Schule vergeben

Die Aufträge für mehrere laufende Arbeiten an der künftigen Ganztagsgrundschule wurden einstimmig vergeben. Trockenbau- und Malerarbeiten übernimmt die Firma Igor Maric Akustik und Trockenbau aus Mosbach für 123.795,58 Euro. Der flächenelastische Sportboden geht für 48.240,40 Euro an die Europ Sportboden GmbH aus Westerkappeln. Für 31.574,35 Euro liefert die Firma Kälte Sigmund aus Obrigheim die Kälte- und Verflüssigereinheiten.

Über die Fliesenarbeiten und die Epoxidharzbeschichtung soll nach Abschluss der noch laufenden Bietergespräche entschieden werden. Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister, den Auftrag anschließend zu vergeben.

Jahresabschluss 2025: Überschuss durch Sondereffekt geprägt

Rechnungsamtsleiter Klaus Rhein stellte den Jahresabschluss 2025 vor. Das ordentliche Ergebnis lag bei gut 1,5 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein Sondereffekt von fast 600.000 Euro aus der Auflösung von Rückstellungen. Dieser verbessert das Ergebnis, erhöht aber nicht die verfügbaren liquiden Mittel.

Die Gemeinde investierte 2025 fast sieben Millionen Euro in ihre Infrastruktur. Trotz des hohen Investitionsvolumens stieg die Verschuldung nur moderat. Der Gemeinderat stellte den Jahresabschluss einstimmig fest.

Weitere Beschlüsse und Mitteilungen

Für das Museum in Wagenschwend vergab der Gemeinderat die Fensterbauarbeiten für 40.245,80 Euro an die Firma Sauer Fensterbau aus Heidersbach. Außerdem erteilte er einem Bauvorhaben unter Zustimmung zu den erforderlichen Befreiungen das gemeindliche Einvernehmen.

Einstimmig beschloss das Gremium auch den Vertrag mit REMONDIS aus Mannheim über die Klärschlammentsorgung. Bis zum Beginn der Phosphorrückgewinnungspflicht im Jahr 2029 soll die Entsorgung für die Gemeinde zunächst günstiger werden. Danach werden nahezu doppelt so hohe Kosten erwartet.

Auf den sechs Friedhöfen wurden 912 Grabmale überprüft. Acht davon gelten als nicht standsicher; die Nutzungsberechtigten werden von der Gemeinde informiert. Die neue Heizzentrale im Schulzentrum wurde vor der Sitzung offiziell in Betrieb genommen. Für die Gesamtkosten von 1,06 Millionen Euro wurden Fördermittel der BAFA in Höhe von 196.625 Euro und aus dem Stadtsanierungsprogramm in Höhe von 237.000 Euro bewilligt. Weitere Mittel sollen aus dem Gemeindeausgleichstock kommen.

Für den Wasserhochbehälter in Laudenberg erhielt die Gemeinde einen Zuwendungsbescheid über 706.400 Euro. Zudem beantragte sie für zwei private Vorhaben im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum Fördermittel von 50.000 Euro für ein Projekt in Heidersbach und 100.000 Euro für eines in Scheringen.

Per Eilentscheidung vergab der Bürgermeister Aufträge für Photovoltaikanlagen an der Kläranlage Heidersbach sowie an den Feuerwehrgebäuden in Laudenberg und Krumbach. Die Aufträge im Gesamtwert von 79.055,47 Euro gingen an die Firmen Haun und Münch. Die Gemeinde begründete das kurzfristige Vorgehen mit der notwendigen rechtzeitigen Registrierung der Anlagen im Marktstammdatenregister. Über die mögliche Vergabe weiterer Sportgeräte für die Grundschule Laudenberg soll – je nach Zeitplan – der Gemeinderat entscheiden oder der Bürgermeister per Eilentscheidung befinden.

In den kommenden Wochen soll der Maschinenring im Auftrag des Landkreises die Lautzenklinge am Sportplatz Limbach freistellen und ausbaggern. Das Schnittgut wird zunächst am Rand der Fläche entlang der Wanderbahn gelagert und im Winter gehackt. Außerdem wurde im Rathaus eine Ausstellung des Unternehmerinnen-Forums eröffnet, die während der Öffnungszeiten bis über den Jahreswechsel hinaus besichtigt werden kann.

Bei den Anfragen aus dem Gemeinderat ging es unter anderem um die Prüfung der Grabmale und eine mögliche automatisierte Ablesung der Wasserzähler. Letztere sei derzeit vor allem eine Kostenfrage, könne mittelfristig aber umgesetzt werden.

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