„Hier kann man sich heimisch fühlen“

SPD-Landtagsabgeordneter Georg Nelius im Helmuth-Galda-Haus

Rent a Nelius

Mit einer einfühlsamen Gesprächsführung konnte MdL Nelius nicht nur die „guten, alten Zeiten“ wieder aufleben lassen, auch erfuhr er so von den Betroffenen unmittelbar, wie sie den Aufenthalt im H.-Galda-Haus erleben.

Buchen. Im Rahmen der Aktion der Stuttgarter SPD-Landtagsfraktion „Rent-a-MdL“ brachte sich MdL Nelius bei der Betreuung und Beschäftigung von Bewohnerinnen und Bewohner des Helmuth-Galda-Hauses in Buchen ein.

„Ich bin beeindruckt, wie fürsorglich die Bewohnerinnen und Bewohner hier in jeder Lebensphase begleitet werden. Es freut mich, dass der Blick des Personals nicht nur der Pflege gilt, sondern dem ganzen Menschen mit seinen seelischen, sozialen, körperlichen und geistlichen Bedürfnissen gerichtet ist.“, so MdL Nelius nach seinem Einsatz im Bereich für demente Menschen. Mit ihnen zusammen hatte er in der Tageszeitung gelesen, weihnachtliches Liedgut intoniert und gebetet. Durch seinen einfühlsamen Umgang mit den Menschen fand Nelius rasch Zugang zu den Gesprächspartnern, die gerne aus Ihrem mitunter sehr langen und ereignisreichen Leben berichteten. „Ich freue mich, dass die dementen Bewohnerinnen und Bewohner durch den Besuch des Abgeordneten sichtlich aufgelebt sind und neue Impulse erhalten haben“, so der Heimleiter Maximilian Mächtlen auf dem Weg zu nächsten Station.

Im Bereich der vollstationären Pflege bot sich Georg Nelius die Möglichkeit, tatkräftig mit anzupacken. Der gewaltige Erfahrungsschatz der Bewohnerinnen im Backen von Weihnachtsgebäck wurde genutzt, um die anstehende Weihnachtsfeier mit Naschwerk zu versorgen. Unter den strengen Augen der Seniorinnen und von klaren Anweisungen geleitet machte Nelius eine „gar nicht so schlechte Figur“, wie eine 93-jährige Dame bemerkte. „Oft wird es als Schicksalsschlag empfunden, wenn die Notwendigkeit eintritt, dass ein Pflegebedürftiger in ein Heim umziehen muss. Doch dieses vielfältigen Angebote in der Seniorenbetreuung, mit für jede und jeden interessanten Pflege- und Unterbringungsmöglichkeiten in hellen und hochwertig ausgestatteten Räumlichkeiten und der Stadtrandlage von Buchen, können überzeugen,“ so MdL Nelius.




Beim Abschlussgespräch mit den Verantwortlichen des Hauses wurden etliche „Heiße Eisen“ angesprochen. Eine effektive Betreuung von Dementen mit den derzeit bereitgestellten Rahmenbedingungen sei nur möglich, weil das Personal sich in besonderer Weise und auch außerhalb der Arbeitszeit engagiere, so Heimleiter Mächtlen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei das Einstufen in Pflegestufe 3 sofort nach der Diagnose, so wie es im europäischen Ausland Standard sei. Unverzichtbar sei auch der Abbau von Bürokratie, die derzeit das Personal an den Schreibtisch fessele und so vom Menschen fern halte, ergänzte die stellv. Pflegdienstleiterin Marion Polt. Die Änderung der Vorschriften, nach der zukünftig Bewohnerinnen und Bewohner nur noch in Einzelzimmern untergebracht werden dürfen, stieß unisono auf Köpfschütteln. Für Ehepaare, langjährige Freunde und Freundinnen sowie Demente sei diese Unterbringung kontraproduktiv, gute Erfahrungen habe man zudem mit Pflegeinseln, bei denen bis 5 Personen in einem Raum versorgt werden können, gemacht, so die Wohnbereichsleiterin Caroline Rauscher.

Mit großer Sorge betrachtet die Heimleitung die Entwicklung des Personalnachwuchses. Schlechte Stellenschlüssel, eine der Tätigkeit kaum angemessene Bezahlung und ungünstige Arbeitszeiten machten den Beruf immer weniger attraktiv, stellte die Pflegedienstleiterin Sonja Mistele fest. Zudem könne niemand mit Dienstschluss die Ereignisse des Tages so einfach abschalten, wodurch den Familien des Personals viel Verständnis für den Beruf abverlangt werde. Trotzdem spiegle sich die Wichtigkeit und der hohe Anspruch des Berufs bei der Wertschätzung auf dem Arbeitsmarkt leider nicht wieder.

„Hier sind passgenaue Lösungen gefragt und nicht eine Rasenmäherlösung. Ich gehe aber davon aus, dass so engagierte, kompetente und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie hier im Galda-Haus auch weiterhin ihren Sachverstand einbringen, um zu individuellen und nutzbringenden Lösungen, auch unter Einbeziehung von uns Politikern,  zu kommen. Ich freue mich über die Anregungen, die ich erhalten habe und kann versichern, dass ich mich engagiert für die Belange der Altenpflege einsetzen werde. Immerhin haben wir ja eine Fachfrau auf dem zuständigen Ministerposten. Sozialministerin Katrin Altpeter, SPD, war nach ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin und verschiedenen Tätigkeiten in der ambulanten und stationären Pflege auch Lehrerin für Pflegeberufe sowie Lehrbeauftragte an der Katholischen Fachhochschule Freiburg. Ich werde mich dafür verwenden, dass auch unsere älteren oder schwächeren Mitmenschen  ohne Sorge in die Zukunft blicken können, und ich werde dazu auch den kurzen Draht zur Regierung nutzen,“ versicherte Landtagsabgeordneter Georg Nelius am Ende eines Termins der besonderen Art.

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