Die Energiewende beginnt im Kopf

LogosunMosbach. (pm) Der Neckar-Odenwälder Verein S.U.N. e.V. engagiert sich seit vielen Jahren in Wort und Tat für einen Bewusstseinswandel und entsprechende Folgerungen und konnte und kann viele Bürger überzeugen und mitnehmen; dies schon längst, bevor die Energiewende von der Bundesregierung in 2011 nach der höchst komplexen Erdbeben-, Tsunami- und Reaktorkatastrophe in Fukushima ausgerufen wurde.

Die grün-rote Landesregierung Baden-Württemberg hat kurz nach ihrem Amtsantritt nachgezogen und schon bestimmte Weichen für unser Bundesland gestellt. Die Strategie umfasst klima- und ressourceneffiziente Ziele, und sie wirbt um das Mittun der Bevölkerung.

In der jüngsten SUN-Vorstandssitzung im Dezember in Mosbach stellte die Vorsitzende Christine Denz ihre Stellungnahme zu den stattfindenden Diskussionen vor, die einstimmig gebilligt wurde.

Diese Stellungnahme dokumentieren wir nachfolgend:




“Mental neu ausrichten und auf Veränderungen einstellen!

Man stelle sich vor, wir würden die Erderwärmung und das absehbare Versiegen des Erdöls als gemeinsames Problem und als gemeinsame Aufgabe annehmen. Der jüngste Klimagipfel in Doha im November 2012 spricht von mehr als 4°C globalem Temperaturanstieg bis 2100, wenn wir unsere derzeitige  Wirtschafts- und Lebensweise fortsetzen und wenn sie von aller Welt übernommen wird. Dann wird die Welt in Teilen unbewohnbar sein. Die Förderung von Erdöl wird immer teurer, in wenigen Jahrzehnten sind die Vorräte erschöpft. Das ist Fakt.

Wir müssen uns also mental neu ausrichten und uns auf Veränderungen in unserer gewohnten Umgebung einstellen. Auch wir hier im NOK! Wir stellen unsere Energieversorgung von zentral  auf dezentral um, also auf „direkt vor Ort“. Deutlich wird das in unserem Sprachgebrauch. „Versorgt werden“ ersetzen wir durch „selber machen“.

Allerdings gehört dazu ebenso, dass Kompromisse ausgehandelt werden, dass alle Interessengruppen (Kommunen, Investoren und Bevölkerung) etwas zugeben. Und die Projekte und Veränderungen müssen transparent gemacht werden, damit man sich rechtzeitig damit auseinandersetzen und durch Argumente gesteuerten Einfluss nehmen kann.

Generell bedenke man, dass die Folgen unseres jeweils eigenen Lebensstiles  viele andere Unbeteiligte treffen wie z. B. Flugzeuglärm als Folge unserer Reiseansprüche oder wie z. B. Brandrodung als Folge unseres übermäßigen Fleischkonsums. Vielleicht macht es das leichter, nicht den Blick auf Energieanlagen zu fixieren und rechtzeitig Änderungen zu akzeptieren, weil wir aufeinander angewiesen sind. So einfach ist das. 

Dahinter kann das unbedingt gute Gefühl stehen, verantwortlich zu handeln und Positives zu bewirken, auch für die uns nachfolgenden Generationen. UNS ist es möglich, wirtschaftlich und finanziell umzusteuern, in das neue Energiesystem zu investieren, selber Anlagen zu bauen und dafür Vorsorge zu treffen, dass wir keine Energie mehr verschwenden. Diese Technologien sind jetzt schon Exportschlager. Zudem: Die Welt schaut auf uns als Vorbild für eine erfolgreiche Energiewende. “

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