Große Politik zu Besuch am GTO

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(Foto: pm)

Osterburken. (pm) Am GTO bewegt sich was – und diesmal wurde es politisch. Zu Gast war die CDU-Bundestagsabgeordnete Margaret Horb, die den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen für Fragen und Anregungen zur Verfügung stand.

In seiner Begrüßung unterstrich Schulleiter Willibald Biemer die enge Beziehung der Bundestagsabgeordneten Horb zum GTO und dankte ihr herzlich für die Bereitschaft, den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse exklusive Einblicke in ihre Tätigkeit als Bundestagsabgeordnete zu gewähren. Bereits im Februar hatten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Klassenfahrt nach Berlin den Bundestag besucht. Die persönliche Begegnung mit den Jugendlichen konnte dort aus zeitlichen Gründen jedoch nicht stattfinden.

In ihren Ausführungen ließ die Bundestagsabgeordnete Horb ihren Werdegang und ihre alltägliche gesellschaftliche, politische und außerparlamentarische Arbeit in Osterburken und Berlin Revue passieren. Die ehemalige Schülerin des GTO ist als Diplom-Finanzwirtin (FH), die in der Politik den klassischen Weg über die Junge Union und die Mutterpartei ging, heute in den Bundestagsausschüssen für Finanzen und Europa aktiv und engagiert sich darüber hinaus in den Bereichen Bildung sowie inner- und außereuropäischer parlamentarischer  Kontakte. Ein wichtiges Anliegen ist ihr, jungen Menschen Vorbehalte gegenüber Politikern und der Politik zu nehmen, die durch fehlende Hintergrundinformationen und eine unrealistische Erwartungshaltung entstehen können. Zugleich machte sie den Schülerinnen und Schülern Mut zu eigener Beteiligung.

“Niemand kann alles wissen, aber jeder kann alles erreichen – Deutschland bietet allen Chancen, aber man muss sich auch selbst anstrengen“, so Margaret Horb, die sich für eine generations- und geschlechterübergreifende Politik ausspricht, in der es keine unüberbrückbaren Gegensätze geben soll und der Mensch im Vordergrund stehen muss. Ergänzend zur rationalen Betrachtung politischer Themen müsse man Menschen auch emotional erreichen, sagte sie. Wichtig in der parlamentarischen Arbeit sei ihr das familiäre Umfeld innerhalb der Fraktion, so Horb. Auch Regierungsmitglieder seien jederzeit ansprechbar. So fühle sie sich auch im oftmals stressigen Alltag in ihrer eigenen politischen Arbeit unterstützt.

Streit gehöre ebenfalls zur politischen Kultur, aber man müsse sich in Diskussionen „zusammenraufen“, damit die Arbeit funktioniere. Innerfraktionelle Abweichung seien entgegen landläufigen Überzeugungen durchaus möglich und auch gewünscht. Gespräche und Debatten mit der Opposition seien ebenfalls positiv, so Horb, da auch andere Meinungen gehört werden müssen.

Nötig seien gute Kenntnisse in der Anwendung moderner Kommunikationstechnik, da man stets up-to-date sein müsse, aber auch  gute Englischkenntnisse, ein engagiertes Mitarbeiter-Team, ein belastbarer Familien- und Freundeskreis und Ausdauer, um das oft 14-stündige Pensum aus Fraktions- und Ausschusssitzungen, persönlichen Gesprächen mit Mitarbeitern und Fachleuten sowie die Erwartungen von Freunden und Familien in Einklang bringen zu können. Politische Arbeit, so Horb, sei weit mehr als der oft medial verkürzt dargestellte Blick auf ein leeres Bundestagsplenum. Es sei eine alltägliche und dennoch jeden Tag neu zu bestehende Herausforderung im Interesse der Menschen in Deutschland und Europa.

Im Anschluss war den Schülern und Lehrern Gelegenheit zu einer intensiven Diskussion gegeben. Zusätzlich fand ein Gespräch mit der Schülermitverantwortung und den Verbindungslehrern sowie der Schulleitung statt. Frau Horb erkundigte sich hierbei besonders nach möglichen Auswirkungen seit dem Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlungen. Weitere Themen waren die Lehrerversorgung und der neue Bildungsplan.

 

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