Umfrage – Was denkt Mudau?

Umfrage zur demographischen Entwicklung – Kompaktschlepper für Bauhof – Jahresrechnung 2014 festgestellt

Mudau. (lm) Mit der demographischen Entwicklung der Gemeinde Mudau beschäftigt sich seit einiger Zeit ein Arbeitskreis auf Initiative des ehemaligen Gemeinderates und Langenelzer Ortsvorstehers Hans Slama. Hierbei geht es um eine lose aber regelmäßige Diskussionsrunde mit Mitwirkenden aus den Bereichen Wirtschaft, Schulen, Kirchen, Gemeinde und Vereine. Das selbst gewählte Hauptaugenmerk dieses Arbeitskreises ist die Entwicklung der Gemeinde mit der Erfassung des „Ist-Zustandes“, wie sieht die Zukunft aus und wie kann dies durch die Öffentlichkeit beeinflusst werden. Neben der Demographie, Bildung, Gewerbe, Wohnen und Leben, Grundversorgung und Sozialeinrichtungen, befasst man sich auch mit dem aktuellen Asylproblem.

Um die Meinungen und Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger eng mit einbeziehen zu können, wurde eine von der Gemeinde unterstützte und überaus erfolgreiche Fragebogenaktion durchgeführt (wir berichteten bereits auszugsweise), über deren bisherige Ergebnisse und Wertungen die beiden Vertreter des Arbeitskreises „Demographie“ Hans Slama und Klaus-Dieter Klopsch dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung unter der Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger berichteten. So habe man zur Frage „Was denkt Mudau?“ herausgefunden, dass die Zufriedenheitslücken zwischen Teilorten und Kernort sich so gut wie nicht unterscheiden, ebenso wenig wie Senioren- und anderen Haushalten.

Allerdings gibt es Themen wie z.B. Selbständigkeit im Alter oder öffentlicher Nahverkehr, wo sie sehr hoch sind. Die größte Zufriedenheit in Deckung mit der Wichtigkeit erhält die Gemeinde bzgl. des Angebots von Schulen, Kindergärten, Kinderbetreuung und Spielplätzen. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass neue Aufgaben zu definieren seien. Verbesserungsvorschläge gab es wegen der Raserei im Ort, Ortsbild, Friedhöfen, Gaststättensterben usw. Interessant war auch, dass sich 99 Prozent der Bürger im Amtsblatt informieren, 78 % über die Tageszeitung und lediglich 33 % über die Gemeinde-Homepage.

„Wir können stolz sein auf unsere Bürger und stellen fest, dass wir da, wo wir selbst einwirken können als Gemeinde die größte Zufriedenheit vorfinden“, so der Bürgermeister, in dem Bewusstsein, dass man sich durchaus über einige Dinge noch Gedanken machen könne.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss das Gremium nach einer ausführlichen Vorstellung durch Christoph Müller die Beschaffung eines neuen Kompaktschleppers für den Fuhrpark im Bauhof. Die Firma Zürn aus Buchen soll nun dieses Fahrzeug mit diversen Anbaugeräten zum Auftragspreis von 48.370 Euro liefern. Der Schlepper entspricht dem Anforderungsprofil des Bauhofs und wird, wie sein in die Jahre gekommener Vorgänger, ganzjährig eingesetzt. Dank einer großartigen Gesamtleistung durch Mitglieder der Feuerwehr Mörschenhardt/Ernsttal mit Abteilungskommandant Günther Schüßler an der Spitze, konnte der Neubau einer Feuerwehrgarage mit Gesamtkosten in Höhe von 130.949 Euro durchgeführt werden. Bei der nun durchgeführten Kostenfeststellung wurde daran erinnert, dass hierzu auch die Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Abwasser sowie die Zufahrt beinhaltet sind.

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Festgestellt wurden auch die Kosten von 22.517 Euro für den durchgeführten Austausch der Eingangstüren an einigen Objekten der örtlichen Wasserversorgung. Gleiches gilt für die Sanierung der Friedhofskapelle in Reisenbach, bei der Betonsanierungen und Malerarbeiten für 4.909 Euro anfielen. Die Gebühren für die allgemeine Abwasserbeseitigung werden sich in der Zeit von 2016 bis 2018 wohl erhöhen. Grund hierfür ist eine Kostenunterdeckung von 67.469 Euro aus dem Jahr 2014, die in die Gebührenkalkulation eingearbeitet werden muss. Besser sieht es dagegen im Eigenbetrieb Wasserversorgung aus, der mit einem Jahresgewinn von 34.581 Euro die Verluste aus den Vorjahren schmälern wird. Danach verbleiben noch 21.211 Euro, die in den kommenden Wirtschaftsjahren zur künftigen Verlustabdeckung verwendet werden sollen.

Weiter stellte der Gemeinderat auch die Jahresrechnung 2014 für die Haushaltswirtschaft von Mudau fest, die Kämmerer Gerd Mayer vorstellte. Gleichzeitig wurde den über- und außerplanmäßigen Ausgaben sowie der Übertragung von gebildeten Haushaltsresten in das Wirtschaftsjahr 2015 zugestimmt. Der Gesamthaushalt der Gemeinde Mudau betrug im vergangenen Jahr bei Ein- und Ausgaben 13.404.976 Euro. Der Stand der allgemeinen Rücklage betrug zum Ende 2014 958.924 Euro, während sich mit einem Gesamtschuldenstand von 3.923.552 Euro die Schulden pro Einwohner um 79,58 Euro auf nunmehr 798,44 reduzierten. Die Netto-Investitionsrate beträgt 609.718 Euro und das Anlagevermögen 34.501.713 Euro.

Bürgermeister Dr. Rippberger: „Wie in den vergangenen Jahren ist das Rechnungsergebnis wesentlich besser ausgefallen als es bei der Planerstellung erwartet werden konnte. Insbesondere war im Laufe des Jahres ein stärkerer Konjunkturaufschwung zu verzeichnen, was zu höheren Ausschüttungen beim Finanzausgleich, den Einkommenssteueranteilen und Einnahmen aus der Gewerbesteuer führten.“ 

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Die Bevölkerung freut sich über die gelungene Sanierung der Friedhofskapelle. (Foto: Liane Merkle)

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