„Ich will sehen, wer mir begegnet“

Bundestagsabgeordnete Margaret Horb ist für Verbot der Vollverschleierung – Sagt Unterstützung entsprechender Anträge beim CDU-Bundesparteitag zu

Osterburken. (pm) Mit Blick auf die Antragsberatungen beim CDU-Bundesparteitag Anfang nächster Woche in Karlsruhe erklärt die nordbadische CDU-Bundestagsabgeordnete Margaret Horb, sie werde „Anträge, die auf ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung zielen, uneingeschränkt unterstützen.“

In Horbs Augen sind Vollverschleierung und Integration unvereinbar. „Die Vollverschleierung passt nicht in unsere Kultur, gesellschaftlichen Strukturen und unseren Wertekonsens. Die Individualität und damit die Persönlichkeit von Frauen unter blickdichten Stoffbahnen verschwinden zu lassen, stellt meines Erachtens eine Diskriminierung dar, die sich mit der grundgesetzlich garantierten Gleichstellung nicht vereinbaren lässt.“

Auch die tatsächlich oder angeblich freiwillige Vollverschleierung strenggläubiger Muslimas ist für Horb nicht hinnehmbar. „Erstens haben wir in Deutschland ein Vermummungsverbot, zweitens gehört es schlicht zu unseren kulturellen Gepflogenheiten, sich offen ins Gesicht zu schauen. Ich will wissen, wer mir begegnet und mit wem ich rede. Überdies sind komplett und womöglich auch noch schwarz verhüllte Gestalten für Kinder unseres Kulturkreises Angst einflößend. Ich möchte nicht, dass sich Kinder in Deutschland im öffentlichen Raum fürchten müssen und schon gar nicht vor Frauen.“ Außerdem, so Horb, sei es „auch für Personal von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen wichtig zu wissen, wer fürsorgepflichtig ist und Kinder abholt. Dies muss auch optisch überprüfbar sein.“ Vergleichbares gelte für ältere muslimische Schülerinnen.

Horb erinnert an den ethischen Grundsatz, dass „die Freiheit des Einzelnen immer dort endet, wo die des anderen beginnt. Man nennt es auch Rücksichtname. Wer mit Verweis auf seine Religion, die bei uns Privatsache ist und auch privat bleiben muss, auf das Empfinden seiner Mitmenschen keine Rücksicht nehmen will, verweigert sich nach meinem Dafürhalten dem Wertekanon in Deutschland. Frauen, die sich in der Öffentlichkeit partout vollständig verschleiern wollen, dürfen das meinetwegen gerne tun, dann aber bitteschön in muslimisch geprägten Ländern.

Sowohl privat als Mutter zweier Töchter als auch politisch als CDU-Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Frauen Union (FU) Neckar-Odenwald unterstütze ich vorbehaltlos die Bemühungen der FU Nordbaden, beim Bundesparteitag über die Schiene der Bezirks-CDU einen Antrag zum gesetzlichen Verbot der Vollverschleierung einzubringen“. Als Vereinigung einer untergeordneten Parteiebene ist der Bezirksverband der FU beim Bundesparteitag zwar nicht selbst antragsberechtigt, wohl aber der Bezirksverband der Mutterpartei. 

 

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14 Kommentare

  1. Das ist vollkommen dämlich. Denn dieses Verbot führt im Extremfall dazu, dass Burka tragende Frauen gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Also verhängt Fr. Horb sozusagen Hausarrest.
    Lisa

  2. Das ist vollkommen richtig!
    Sowie längst überfällig!

    @Margaret Horb
    Die Frau Horb von der CDU tut viel
    gutes im Bundestag in Berlin.
    Am Beispiel der Burka kann man/frau
    dies wiederholt sehen.

    Auch ist Frau Horb im Stephanuskreis
    der CDU/CSU.
    Der Stephanuskreis setzt sich für
    die Verfolgten Christen in aller
    Welt ein.

    Besonders oft in den islamischen
    Ländern werden die Christen schon
    seit v i e l e n Jahren tyranisiert
    schikaniert,geknechtet und sogar
    versklavt.

    Gerade jetzt durch den IS Terror –
    KalifenStaat sind auch viele nach
    Deutschland geflohen.
    Gerade hier verdienen die geflohenen
    Christen unser aller Fürsorge.

    L e i d e r geht das Leid in den
    Asylantenheimen für die Christen
    weiter.
    Sie werden als u n r e i n , u n –
    g l ä u b i g schikaniert.
    Mann verbietet ihnen die Küche,das
    WC und die Duschen.
    Alleinreisende und alleinerziehende
    Frauen werden nicht selten sexuell
    genötigt.
    Das alles in Deutschland und viel-
    leicht hoffentlich nicht vor unserer
    aller Haustür.

    B i t t e Frau Margaret Horb/CDU
    b i t t e sorgen Sie für einen
    besseren Schutz besonders für diese
    Christenfrau aus Arabien,Nord/Mittel
    West/Ostafrika,dem Balkan,Vorder/
    Hinter/Mittelasien und besonders für
    jene geflüchteten Christen aus dem
    Stammgebiet der Urchristen.

    Danke und Vergelts Gott!

  3. Wenn man die Burka verbietet, dann muss man z.B. auch das öffentliche Tragen von Fastnachts- und Halloweenkostümen verbieten, die das Gesicht verdecken. Motorradfahrer müssen sofort ihre Helme abziehen, wenn sie vom Motorrad steigen. Im Winter wären auch Mützen zusammen mit einem Schal, den man bis über den Mund trägt, zu verbieten. Eben alle Bekleidungsformen, die maximal die Augen freilassen, sonst würde ein Verbot gegen das Grundgesetz verstoßen.

    Außerdem: Was soll Sinn und Ziel eines solchen Verbots sein? Wer eine Straftat begehen will, der verdeckt sein Gesicht trotzdem.

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