Leserbrief gegen “Windkraft-Unfug”

Leserbrief zu Windkraft-Planungen im „Großen Wald“ in Hüffenhardt, im „Klosterwald“ in Creglingen, in Hardheim-Bretzingen auf dem Kornberg/Dreimärker, in Rosenberg-Hirschlanden, am „Greiner Eck“ im Odenwald und an vielen anderen Windkraft-Brennpunkten im NOK und im übrigen Baden-Württemberg

21.3.2016: Tag des Waldes  –  25.4.2016: Tag des Baumes 

Wald-Abholzung wegen Windkraft verstößt gegen Klimaschutz-Ziele

 Am 21.3.2016 wurde der Tag des Waldes begangen, am 25.4.2016 ist der Tag des Baumes. Im Zusammenhang mit den weltweit ausgerufenen Klimaschutz-Zielen rücken beide Gedenktage verstärkt in den Fokus der Umwelt-bewussten und dem Grundsatz der Nachhaltigkeit sich verpflichtet fühlenden Öffentlichkeit. Kein anderes Symbol in der Menschheitsgeschichte steht derart für Zukunftsvertrauen, Beständigkeit und Wachstum wie die Pflanzung eines Baumes.

Schon Martin Luther sagte: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich noch heute einen Baum pflanzen !“ Wie wichtig Bäume und Wälder für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt sind, zeigen folgende Beispiele: Standortgerechte Gehölze schaffen den notwendigen Lebensraum und sind Nahrungsgrundlage für viele Insekten, Vögel und Kleintiere. In naturnahen Buchenwäldern leben beispielsweise bis zu 7.000 Tierarten. Bäume produzieren wie alle grünen Pflanzen Sauerstoff. Eine 100-jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 kg Sauerstoff frei und absorbiert 2,35 kg CO2; durch die Verdunstung von Wasser tragen die Bäume erheblich zur Verbesserung des Klimas bei. Eine Eiche verdunstet an einem Sommertag durchschnittlich 43 Liter und kühlt damit die Umgebung: Damit stellt ein intakter, d.h. nicht wegen Windkraft abgeholzter Wald die beste Voraussetzung zur Erreichung der weltweit ausgerufenen Klimaschutz-Ziele dar !

Ein hingegen zu Natur- und Landschaftsfrevel ohnegleichen führender und wegen Windkraft abgeholzter „Großer Wald“ in Hüffenhardt und andere aus gleichem Grund vernichtete Wald-Standorte werden ihrer oben beschriebenen Funktionen beraubt und konterkarieren daher sämtliche mit hehren Worten  –  zuletzt bei der Weltklima-Konferenz in Paris  –  proklamierten Klimaschutz-Ziele. Dies sollten sich die auch bei diesem Thema oft zu „Sonntagsreden“ neigenden Politiker vor Augen führen, denn merke: Wer sich im Interesse der weltweiten Klimaschutz-Ziele gegen die frevelhafte, rigorose und mit krimineller Energie betriebene Regenwald-Abholzung im Zehntausende Kilometer entfernten Amazonien oder Südost-Asien ausspricht, macht sich völlig unglaubwürdig und argumentiert scheinheilig, wenn er wegen Windkraft-Betrieb vor der eigenen Haustür für großflächige Wald-Abholzungen eintritt, zumal oft an einem Standort, der mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen relativem Windmangel im ohnehin windschwachen Baden-Württemberg und Nachbar-Regionen dauerhaft unwirtschaftlich wäre und deshalb zur Kapital-Vernichtung der oft uninformierten und blauäugigen Kapitalanleger führt.

Dies betrifft  insbesondere Windkraft-Unfug im Großen Wald in Hüffenhardt, in Rosenberg-Hirschlanden, im Klosterwald in Creglingen, auf dem Kornberg/Dreimärker in Hardheim, Bretzingen, Höpfingen oder am „Greiner Eck / Odenwald“ in Neckarsteinach, Grein, Hirschhorn, Langenthal, Heddesbach, Schönau und Altneudorf, wo eine verantwortungslose und Windkraft-ideologisch beeinflusste „grüne“ Regierungspräsidentin in Darmstadt trotz vieler Genehmigungshindernisse den Startschuß zu einem infolge Windwahn bevorstehenden Natur- und Landschaftsfrevel unvergleichlichen Ausmaßes gegeben hat. Reinhold Messner(2002): „Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: Die Natur“.

Walter Müller

Mitglied im „Landesverband baden-württembergischer Bürgerinitiativen gegen Windkraft in Natur- und Kulturlandschaften e.V., Karlsruhe“

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6 Kommentare

  1. Kreuzzug?
    Wenn man die zahllosen Verlautbarungen von Walter Müller quer durch Land und Internet verfolgt, kommt man sich fast als Beobachter eines Kreuzzugs vor.
    Mit missionarischen Eifer und zweifelhaften, nur schwerlich belegbaren Behauptungen, durchmischt und vergiftet er die (im positiven Sinne durchaus angebrachten) lokalen Auseinandersetzungen und heizt so die Konflikte in den Gemeinden ordentlich auf.
    Was will Herr Müller eigentlich?
    Keine Windkraft!
    Keine Energiewende?
    Weiter wie bisher?
    Nach seinem Credo betreiben wir dann doch lieber weiterhin Raubbau an unserem Planeten, nur damit wir nicht auf ein paar Windräder gucken müssen. Ach ja, und dass wir die Zukunft unserer Kinder nicht mit diesen teuflischen Anlagen verbauen – da nutzen wir lieber weiterhin ungehemmt Kernkraft und fossile Energien. Da haben dann auch unsere Enkel und Ur-Enkel noch was davon, aber wenigstens einen ungetrübten Blick in die Landschaft.
    Na denn mal weiter so, mit diesem egoistischen Kurzfrist- und Kirchturmdenken!

  2. “Wald-Abholzung wegen Windkraft verstößt gegen Klimaschutz-Ziele”

    Offenbar hat Herr Müller kein Interesse daran, ernst genommen zu werden. Was für ein absurdes und ignorantes Argument.

    Ein Windrad bringt dem Klimaschutz ein Vielfaches als die dafür abgeholzten Bäume.

    • Herr Müller hat vollkommen recht.
      Je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto sinnloser erscheint mir dieser ganze Windwahn bei uns. Die erhoffte CO2-Einsparung kann es aufgrund der Trägheit konventioneller Kraftwerke und mangelnder Speichermöglichkeiten nicht geben. Diesen ganzen Mist mit zerstörten Landschaften muss auch noch der Stromkunde teuer zahlen.

      • Offenbar noch nicht lange genug. Ein Windrad produziert Strom und der Strom wird genutzt. Würde es das Windrad nicht geben, würde der Strom von einem Kohle- oder Atomkraftwerk produziert. Entweder wird mit dem Windrad also CO2 eingespart oder Atomkraft ersetzt.

        Die Erneuerbaren sollen die trägen Kohlekraftwerke am Ende ersetzen, also ist dein Argument falsch gesetzt, da hast du wohl irgendwo etwas gelesen und hast es nicht verstanden.

        Speichermöglichkeiten sind für die Energiewende auch nötig und sobald deren Entwicklung nicht Schritt halten kann mit dem Ausbau der Erneuerbaren, wird auch der Ausbau stocken, weil es nicht mehr wirtschaftlich wäre. Den Kopf der Investoren musst du dir aber nicht zerbrechen. Das ist auch nicht dein Motiv, sondern die Aussicht aus deinem Wohnzimmerfenster, wie du ja ganz offen zugibst mit der Verwendung des subjetiven Kampfbegriffs “zerstörte Landschaften”. Ja, so kann man die Spuren der Zivilisation, des Wohlstands und des Fortschritts nennen, aber dann könnte man auch fordern: Keine Strommasten, keine Fabriken, keine Straßen, keine Neubaugebiete usw., denn all das beinträchtigt das reine Naturerlebnis ebenso.

        Windräder kann man eben nicht in Städten oder Dörfern aufstellen, also bleibt nur Feld und Wald.

    • Windrad ersetzt Baum für den imaginären Klimaschutz. Was für eine crude Logik.Das Klima kann man nicht schützen und ein Weltklima schon gar nicht, weil es ein solches nicht geben kann und gibt.

      • Für Bäume, die für die Errichtung eines Windrades gefällt werden, müssen im Rahmen der ökol. Ausgleichsmaßnahmen anderswo welche gepflanzt werden.

        Keine Frage: Windkraft-Anlagen sind Anlagen, die vorher nicht da waren. Aber wie bitteschön sollen 1.000 Windräder die Landschaft in BaWü zerstören? Und den Wald ruinieren? Quatsch mit Soße… 1 großes Windrad benötigt, so es im Wald steht, ca. 1 Hektar gerodeter Fläche. BaWü hat über 35.000 Quadratkilometer Fläche. Ein Hektar sind 0,01 Quadratkilometer. Selber rechnen.

        Ich habe Freunde in Nordbrandenburg und Mecklenburg. Die schütteln nur den Kopf bei solchen Untergangs-Szenarien. Und da läuft weiterhin die Großtrappe durch die Pampa, hunderttausende Kraniche, tausende Störche und Reiher fliegen ebenfalls durch die Luft. Immer noch.

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