Arbeiter an gefährlichem Müll verletzt

Spritze im Gelben Sack entsorgt – Unbekannten Verursacher angezeigt

 Main-Tauber-Kreis. (pm) Beim Einsammeln des Gelben Sacks im Main-Tauber-Kreis haben sich kürzlich zwei Mitarbeiter der Entsorgungsfirma an Spritzen verletzt. Die Männer trugen zwar Arbeitshandschuhe, die Spritzen stachen aber durch das Material und verletzten die Arbeiter, teilt der Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis (AWMT) mit. Gegen den bisher noch Unbekannten, der die Spritzen im Gelben Sack entsorgt hat, wurde Anzeige wegen illegaler Abfallentsorgung und fahrlässiger Körperverletzung erstattet.

„Der Vorfall hat mich und die Mitarbeiter der Entsorgungsfirma bestürzt. Wir möchten aus diesem Anlass die Bürger im Main-Tauber-Kreis dringend darum bitten, dass sie nur Gegenstände in den Gelben Sack werfen, die dort auch hineingehören“, sagt AWMT-Leiter Dr. Walter Scheckenbach. Er stellt aus diesem aktuellen Anlass erneut klar, was in den Gelben Sack hineingehört und was nicht. Es können alle Verkaufsverpackungen in den Gelben Sack geworfen werden, die nicht aus Glas oder Papier sind und den Grünen Punkt tragen. Dazu gehören zum Beispiel Margarine-, Sahne- und Joghurtbecher, Schalen für abgepacktes Obst, Schalen von Mikrowellen-Gerichten, Chipstüten, Getränkekartons für Saft und Milch, Konservendosen, leere Spraydosen, Alufolien, Weichspülerflaschen und Plastiktüten.

Immer wieder finden sich Gegenstände im Gelben Sack, die dort nicht entsorgt werden dürfen. Dazu zählen etwa Spritzen. Diese müssen stets in die Restmülltonne geworfen werden, um eine Verletzungsgefahr bei der Entsorgung auszuschließen. Auch alte Medikamente gehören in die Restmülltonne und sollen auf keinen Fall in die Toilette geschüttet werden, da arzneiliche Wirkstoffe ins Abwasser gelangen. Auch Haarbürsten, Staubsaugerbeutel, Kinderspielzeug, Küchenschüsseln, Putzeimer, Wäschekörbe, Kunststoffleisten und -rohre, Produktionsabfälle (auch wenn es sortenreiner Kunststoff ist) und andere Abfälle wie Isoliermaterial und Styroporplatten haben im Gelben Sack nichts zu suchen. Wer sich im Main-Tauber-Kreis nicht an diese Regel hält, der muss damit rechnen, dass sein Gelber Sack auch mal mit einem „roten Punkt“ und dem Vermerk „Fehlbefüllung“ versehen liegen bleibt.

Flirten, Chatten & Freunde treffen

Fehlbefüllungen des Gelben Sacks erschweren nicht nur die ökologische Verwertung von Rohstoffen, sie sorgen auch für hohe Kosten. Diese bleiben letztlich am Verbraucher hängen. Immer wieder stehen die Bänder an den Sortieranlagen für Abfallwertstoffe aus dem Gelben Sack still. Störstoffe blockieren den richtigen Ablauf. Zu den schlimmsten Störstoffen gehören Video- und Kassettenbänder, Filme, Verpackungs- und Stahlbänder, Spanngurte, Seile, Taue sowie Tannenbaum- und Strohballennetze. Diese Produkte wickeln sich leicht um die Kugellager und Siebtrommeln und verursachen so den Bandstillstand. Seile, Bänder und Netze dürfen nur über die Restmülltonne entsorgt werden.

Weitere Auskünfte gibt der AWMT unter der Telefonnummer 09341/82-5969. Für Beschwerden über den Gelben Sack, inklusive nicht erfolgte Abholungen, steht eine kostenlose Hotline unter der Telefonnummer 0800/40 200 40 zur Verfügung.  

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