TBB: Spatenstich fürs schnelle Netz

47.190 Haushalte und Betriebe in 18 Städten und Gemeinden profitieren – Telekom verlegt rund 1.150 Kilometer Glasfaser – Maximales Tempo bis zu 200 Megabit pro Sekunde


Spatenstich für den Start des Breitbandausbaus im Main-Tauber-Kreis (vordere Reihe von links): Bürgermeisterstellvertreter Gerhard Baumann (Tauberbischofsheim), Bürgermeisterin Anette Schmidt (Großrinderfeld), MdB Nina Warken, Frank Bothe (Telekom), MdL Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Dr. Veit Steinle (atene KOM), Landrat Reinhard Frank und Joachim Otto (Telekom). (Foto: Daniel Karmann)
(pm) Der Spatenstich ist gemacht, jetzt dauert es nicht mehr lange: Die Telekom baut ihr Netz im Main-Tauber-Kreis aus und erhöht zugleich das Tempo. Rund 47.190 Haushalte und Betriebe in 18 Städten und Gemeinden bekommen bis Ende 2018 schnelles Internet. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass telefonieren, surfen und fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud wird bequemer. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 200 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Dazu wird das Unternehmen insgesamt rund 1.150 Kilometer Glasfaser verlegen und rund 560 Verteiler umrüsten oder neu aufstellen und mit moderner Technik ausstatten.

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Dieses zukunftsweisende Ausbaupaket wird durch gemeinsame Anstrengungen möglich. Die Telekom baut weite Strecken des Landkreises auf eigene Kosten aus. Um weitere Gebiete schnell zu machen, fließen Fördermittel der öffentlichen Hand. Grundlage dafür war ein Ausschreibungsverfahren. Vertreter von Bund, Land, Kreis, Kommunen und der Telekom griffen deshalb in Tauberbischofsheim am Donnerstag gemeinsam zum Spaten, um den Netzausbau symbolisch zu starten.

Landrat Reinhard Frank betonte dabei die Bedeutung des Tages für die Menschen im Landkreis: „Der Breitbandausbau ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen im Main-Tauber-Kreis. Er garantiert gleichwertige Lebensverhältnisse auch im Ländlichen Raum und eine hohe Lebensqualität. Sowohl für Unternehmen als auch für Privathaushalte wird das schnelle Datennetz zunehmend zur Standortfrage. Sie lassen sich nur dort nieder, wo ihnen eine gute Verbindung zur Verfügung steht. Das schnelle Internet ist heute so elementar wie die Versorgung mit Strom und Wasser. Und deshalb ist dies heute ein so guter und wichtiger Tag für unseren Landkreis.“

Für Frank ist deshalb auch jeder Euro, den die öffentliche Hand dazu gibt, sinnvoll angelegt. Ohne schnelles Internet stehe eine Region in ihrer Entwicklung still. Insgesamt beträgt die öffentliche Förderung 18,9 Millionen Euro. Davon trägt der Bund 9,45 Millionen und das Land 3,78 Millionen Euro. Den Restbetrag von 5,67 Millionen Euro bringen jeweils zur Hälfte der Kreis und die Kommunen auf.

Angesichts solch hoher Erwartungen und der großen Vorfreude versprach Frank Bothe, Leiter der Technikniederlassung Südwest, die Telekom werde beim Ausbau aufs Tempo drücken und alle Register ziehen, welche die Technik hergebe. Und zwar in vielerlei Beziehung. So ist laut Bothe Glasfaser die Basis für das zukunftsweisende Netz. „Niemand verbaut aktuell so viel Glasfaser wie die Telekom“, sagte er. Je nach vorhandenen Gegebenheiten wird die Telekom Glasfaserkabel bis in die Straßen, in Neubaugebieten und Gewerbegebieten aber auch schon bis in die Gebäude verlegen. „Mit unserem Ausbau sind bereits heute schon Geschwindigkeiten von bis zu 100 bzw. bis zu 200 MBit/s möglich. Und die technische Entwicklung steht nicht still. Schon in den kommenden Jahren werden im Zusammenwirken mit dem Mobilfunk Bandbreiten von bis zu 550 MBit/s möglich.

Für die Telekom gilt laut Bothe dabei ein Leitgedanke: „Wir bauen schnelles Internet für Millionen und nicht Topspeed für wenige.“ Schmunzelnd fügte er hinzu: „Der Main-Tauber-Kreis wird bald in Sachen Internet weit vorne liegen. Während andere noch reden, wird hier die Datenautobahn in nur zwei Jahren Wirklichkeit.“

Bei solchen Aussagen stützt sich der Niederlassungsleiter auf Erfahrungen, die die Telekom bei aktuell mehr als 50.000 Baustellen in Deutschland macht. Viele davon sind in der Nachbarschaft. So ist beim Ausbau des Neckar-Odenwald-Kreises bereits mehr als die Hälfte der Wegstrecke geschafft.

Den ambitionierten Ausbauplan im Main-Tauber-Kreis will die Telekom in neun Schritten bewältigen, gemeinsam mit zuverlässigen und bewährten Baufirmen. Frank Bothe betonte: „Auch sie werden neueste Technik einsetzen, um Menschen wie Verkehr möglichst so gering wie nur möglich zu beeinträchtigen. Große Kabelpflüge und Spülbohrmaschinen sind nur zwei Stichworte dafür.“

Grundlage der Auswahl der Ausbaugebiete sind übrigens die Vorwahlbereiche. Der Anfang wird in Tauberbischofsheim (Vorwahl 09341) und Werbach-Wenkheim (09349) gemacht. In Tauberbischofsheim und Werbach-Wenkheim werden 33 Kilometer Glasfaser verlegt, dafür sind rund 14 Kilometer Tiefbau nötig. Hier sollen die schnellen Anschlüsse bereits im Oktober 2017 zur Verfügung stehen. Den Abschluss bildet Boxberg (Vorwahl 07930). Der Baubeginn ist hier für Mai 2018 vorgesehen, die Vermarktung soll Ende Dezember 2018 beginnen.

Infos im Internet:

http://telekom.de/main-tauber-kreis
www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau
https://telekomhilft.telekom.de/t5/Blog/Schnelles-Internet-im-Main-Tauber-Kreis/ba-p/2547744

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