Einzelkämpfer für besseres Rechtssystem

Thomas Repp, Geschäftsführender Vorsitzender des Vereins „Justizopfer e.V.“, demonstrierte in Mosbach für ein besseres Justizsystem. (Foto: privat)

Mosbach. Vor den Justizgebäuden in Mosbach hat in den vergangenen beiden Tagen Thomas Repp für eine gerechtere Rechtsprechung demonstriert. Der Buchener ist Geschäftsführender Vorsitzender des bundesweit tätigen Vereins „Justizopfer e.V.“ Wie David gegen Goliath mutete der Kampf des 59-Jährigen an. Er hängte Banner zwischen Bäume, stellte Plakate auf und informierte Passanten mit Handzetteln. Er selbst sieht sich als Opfer von zweifelhaften Gutachtern und einer Justiz, deren Entscheidungen er nicht nachvollziehen kann.

Nach einem Verkehrsunfall liegt er seit 14 Jahren im Rechtsstreit mit einer großen Versicherungsgesellschaft. Das Urteil in erster Instanz fiel kürzlich zu seinem Nachteil aus. Doch Repp wird in Berufung gehen. „Ich kämpfe nicht allgemein gegen Gutachter und Richter“, sagte Repp. „Sondern ich möchte die schwarzen Schafe in schwarzen Kitteln entlarven.“ Vor allem die Berufung von Gutachtern sieht Thomas Rapp kritisch. Manche von diesen seien befangen, da sie auch Versicherungsgesellschaften zu ihren Auftrag- und Geldgebern zählen.

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Das Außerdem empörte sich Repp darüber, dass Fortbildungen für Richter und für Gutachter  zum Beispiel von Banken und Versicherungen vollständig oder teilweise finanziert würden.  „Die Befangenheit der Richter und Gutachter ist ein großes Problem“, sagte Repp. Er forderte deshalb, Richter zu verpflichten, Pro- und Contra-Gutachten einzuholen.

Auch der Opferschutz liegt Repp sehr am Herzen. Er wünscht sich, dass es leichter möglich sein sollte, richterliche Fehlurteile zu korrigieren. Derzeit seien die  Ermessensentscheidungen von Richtern nahezu unangreifbar. Doch auch Richter und Gutachter müssen sich an Regeln und Gesetze halten.

Zu den Forderungen des Vereins zählt auch  die Bestellung eines Bundesbeauftragten für Justizgeschädigte. Verhandlungen und Verfahren sollten  mit Videoprotokollen dokumentiert werden, um  die Transparenz der Rechtsprechung zu erhöhen. Zudem sollten  Gerichtsverhandlungen wie früher wieder wörtlich protokolliert werden.

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