„Solarpark lässt Gemeindekasse brummen“

(Foto: Liane Merkle)

Seggemer Narren übernehmen Rathaus

Seckach.  (lm)  „De Solarpark is jetzt endlich kumme, des lässt die Gemeindekasse ganz schön brumme. Die Sunn soll scheine Dach und Nacht, dass immer Thomas’s Sparschwein lacht!“ So das Motto der diesjährigen Schlotfeger-Kampagne und die Hoffnung von Sitzungspräsident 04 Christian Schneider. 04 weil er sein Konzept nicht mehr flatternden beschriebenen Blättern, sondern dem Tablett entnahm, und der Hoffnungsschimmer, in der Zukunft keinen Schuldensack mehr übernehmen zu müssen, sondern auf anständige Rücklagen zugreifen zu können.

Doch auch in diesem Jahr überzeugten die Seggemer Narren mit einer überaus friedfertigen Machtübernahme, denn Bürgermeister Thomas Ludwig und sein Gemeinderatsgremium ließen sich nur zu gerne von den hübschen Gardemädchen aus dem Rathaus führen, um mit den Narren der Seggemer Schlotfeger, der Zimmermer Fugschelöcher, Aichelscher Schnäischittler, Getzemer Narren und der Lemia Krautheim auf dem örtlichen Rathausvorplatz die heiße Phase der fünften Jahreszeit einzuläuten.

In großartiger Stimmung absolvierte das Narrenvolk unzählige Schunkelrunden zur Musik der Schlotfeger-Kapelle unter Leitung von Martin Heß zwischen den Reden von Bürgermeister Ludwig und Sitzungspräsident Schneider „zur Lage der Nation“. Beiden merkte man eine gewisse Politikverdrossenheit ob der zunehmenden Fake News, Lügen und indiskutablen Regierungschefs und -gepflogenheiten sowie schlecht organisierten Zuschüssen zu nicht realisierbaren Gesetzesvorlagen, wie ein gemäß Gesetz notwendiger Kindergartenneubau, den eine Gemeinde wie Seckach unmöglich allein finanzieren kann.

Der Schultes und sein Gemeinderat freuten sich auf jeden Fall über die närrische Auszeit und die Schlotfeger versprachen mit Sprachrohr Christian Schneider, dass sie ihr Möglichstes tun, um die Stimmung im Seckacher Rathaus und unterm Narrenvolk im Rahmen der 16. Schlotfeger-Faschenacht wieder deutlich anzuheben. Schneider meinte, das weltliche Gremium habe mit der Genehmigung der Solarparks bereits eine gute Vorlage geliefert, denn mit dem eigenen Strom werde die Gemeinde nun autonom und da in Seggi immer die Sonne scheine, sei auch eine gute Geldquelle am Sprudeln. Nun fehle nur noch eine eigene Brauerei, denn bei der neuen Regentschaft würde diese nicht pleitegehen.

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