Sozialen Themen neu im Blick

Symbolbild

 (pm) „Mit Blick in die Medien und die täglichen Schreckensmeldungen vor allem im Zusammenhang mit der  Corona-Pandemie könnten wir den Überblick verlieren, welche Themen denn auch im Kreis anstehen“, so Heide Lochmann in den Telefonkonferenzen mit den SPD-Kreisräten. „Neben dem herzlichen Dank an alle, die in irgend einer Weise dazu beitragen, die derzeitige Situation gut zu bewältigen , ist es auch unsere Aufgabe Dialog zu bleiben und anzusprechen, was weiter entwickelt werden sollte oder wo nachgehakt werden muss, auch in schwierigen Zeiten.“ Der Kreis steht nicht still und die Sorgen der Menschen, nicht nur im gesundheitlichen Bereich, sondern in auch in Handwerk, Produktion und Handel müssen beachtet werden“, forderte Ralf Schnörr.

Das Thema Kliniken und Gesundheitsversorgung beleuchtete Norbert Bienek: „Wir hoffen sehr, dass alle Ärzte, diejenigen in den Kliniken und die niedergelassenen, bereit sind, im Notfall überall einzuspringen, ob bei Haus- oder vor allem auch bei Heimbesuchen.“ Ob im Landkreis eine dementsprechende Einsatzgruppe aufgebaut werden müsste, ist eine Überlegung wert. Denn das Virus kann jeden treffen. „Wir appellieren an die Bevölkerung, weiterhin Ärzte zu konsultieren, gerade auch bei anderen lebensbedrohenden Krankheiten, wie Herz-/Kreislaufbeschwerden oder Schlaganfällen“.

„Die derzeitige Lage zeigt, wie notwendig die Kliniken, das Hardheimer Krankenhaus eingeschlossen, in der Fläche sind. Und vor allem wird deutlich, dass sie in kommunaler Hand bleiben müssen“ war sich die SPD-Kreistagsfraktion einig. „Wir tun gut daran, uns weiterhin gegen jegliche Privatisierung der Kliniken zu stemmen,“ so Georg Nelius. Gabi Teichmann, die tiefen Einblick in die Situation der Pflegeheime hat, verwies auf den immens großen Einsatz, der von den Pflegerinnen und Pflegern jeden Tag dort geleistet wird. „Hier ist niemand in Kurzarbeit und wir brauchen jede helfende Hand.“ Dringend notwendig sei hier die richtige Ausstattung, um sich selbst und andere gleichermaßen vor Ansteckung zu schützen.

„Nicht nur über Bonuszahlungen ist nachzudenken, sondern endlich über eine höhere und gerechtere Bezahlung für alle im Pflegebereich Beschäftigten,“ ergänzte
Dr. Dorothee Schlegel. Ihr ist es weiterhin ein Herzensanliegen wie der gesamten SPD, die größte Lohnerhöhung, wie sie durch den Mindestlohn besonders für Frauen erreicht wurde, weiterzuführen. „Denn wer genau hinschaut, wird entdecken, dass es mehrheitlich Frauen sind, die an den Kassen sitzen, die Regale auffüllen, die im ambulanten und stationären Pflegedienst oder auch im Reinigungsdienst unterwegs sind.“
Herbert Kilian berichtet über die Situation der Enkelkinder und der Nichtverfügbarkeit der Großeltern in vielen Familien, gerade auch der Alleinerziehenden.

Zuhause bleiben zu müssen, manchmal auch den Job und damit die finanzielle Grundlage oder den Zuverdienst verloren zu haben, ist für viele Menschen zum Problem geworden. Da ist die jetzt angelaufene Soforthilfe von Bund und Land eine große Hilfe. Eine große Hilfe wäre es jetzt auch, wenn die z.B. Schülermonatstickets, die derzeit nicht gebraucht werden, nicht voreilig gekündigt werden. „Unser ÖPNV braucht diese Einnahmen, damit er insgesamt erhalten bleibt und auch Busfahrer nicht ihre Arbeit verlieren“, so Karlheinz Graner. „Als Kreis müssen wir hier nach Lösungen schauen und den Kreishaushalt nach der Krise neu beraten“, so Heide Lochmann.  

„Wir hoffen, dass die Hilfen vom Land für Eltern, Vereine, das Ehrenamt, und die sozialen Dienste bald anlaufen und kein großer  Verwaltungsaufwand  gefordert ist,“ ergänzte Norbert Schneider. Dr. Dorothee Schlegel bekräftigte nochmals den Willen der Fraktion, die Kreisverwaltung bei der Vorsorge zu unterstützen und stellte fest: „Als Mitglieder des Kreistages sehen wir unsere Aufgabe darin, vorsorgende Rahmenbedingungen für eine gute Zukunft in Dienstleistungs- und Sorgebereichen sowie allen anderen  Bereichen zu schaffen.“

Artikel teilen:


Zum Weiterlesen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen