Kinderbetreuung im Mudauer Gemeinderat

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(Foto: Liane Merkle) 
Mudau.  (lm)  Die Gemeinde Mudau beteiligt sich derzeit am Betriebskostendefizit des örtlichen katholischen Kindergartens mit einem Anteil von 90 Prozent. „Diese Höhe der Beteiligung reicht künftig nicht mehr aus, so dass die katholische Kirchengemeinde Mudau mehr als die ihr zur Verfügung stehenden Mittel aufwenden muss, was den unterschiedlichsten Faktoren zu schulden ist“, betonte Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger in der jüngsten öffentlich Sitzung des Gemeinderates in der Odenwaldhalle.

Basierend auf erhöhtem Personalbedarf und längeren, wie flexibleren Betreuungszeiten, auch der gegenwärtig erhobene Elternbeitrag muss daher angepasst werden, und den steigende Sach- und Energiekosten und diversen Investitionskosten am bestehenden Standort, stimmte das Gemeindegremium einem neuen Kindergartenbedarfsplan für die Gemeinde Mudau zu.

Hauptamtsleiter Herbert Knapp und F. Haas als Geschäftsführerin der kirchlichen Verrechnungsstelle in seiner ganzen Flexibilität vorstellten und betonten, dass man quasi mit einer Punktlandung den derzeitigen Bedarf an Plätzen decken könne. Demnach beschloss das Gremium für den Kindergarten Mudau (Langenelzer Straße, vertreten durch die künftige Leiterin Kathrin Scholl) zwei Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten, zwei Ganztagsgruppen zeitgemischt mit verlängerter Regelöffnungszeit und eine Gruppe zeitgemischt mit verlängerter- und Regelöffnungszeit.

Am Standort der ehemaligen Grundschule gibt es zwei Kleinkindgruppen (U3) mit verlängerten Öffnungszeiten und Ganztagsbetreuung. Der Kindergarten in Schloßau vertreten durch Leiterin Fr. Reer, besteht aus einer Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten, eine altersgemischte Gruppe mit verlängerten Öffnungszeiten (U3-Ü3) sowie einer Krippengruppe im Nebengebäude.

Ein Sachstandsbericht über den Krippenneubau mit provisorischer Lösung in der Grundschule Mudau schloss sich durch Bürgermeister Dr. Rippberger an. Demnach fehlt nur noch die Möblierung und der Zaun sowie die Spielgeräte für die Außenanlage, so dass dem Umzug nach der Sommerpause nichts im Weg steht. Bezüglich des Krippenneubaus beim bestehenden Kindergarten arbeitet Architektin Wolfram derzeit an den Plänen unter Berücksichtigung der Vorgaben der Projektgruppe, die im September dem Gemeinderat vorgestellt werden sollen.

Herbert Knapp erläuterte ergänzend das Betreuungsprogramm der Verlässlichen Grundschule, das sich steigender Nachfrage erfreut. Jeweils im Anschluss an den Unterricht übernehmen die Betreuungskräfte die angemeldeten Kinder in die Betreuungsgruppe und stellen dann für die Eltern sicher, dass die Kinder bis max. 14.30 Uhr (Mudau) und 15.30 Uhr (Schloßau) in Obhut sind. Parallel dazu stellen die Schulen für interessierte Schüler eine Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung, mit Kräften, die über die Schulen gewonnen und über das Jugendbegleiterprogramm finanziert werden.

In der Grundschule Mudau nehmen gegenwärtig insgesamt 24 Kinder das Betreuungsangebot wahr, in Schloßau sind es 22 Kinder. Die Gemeinde beschäftigt dazu sieben erziehungserfahrene und hoch motivierte Frauen, vorwiegend geringfügig beschäftigt.

Auf das gesamte Verbandsgebiet bezogen beinhaltet der Einheitliche Regionalplan Rhein-Neckar die Entwicklung einer zukunftsfähigen regionalen Siedlungsstruktur für die Funktionen Wohnen und Gewerbe. Aus diesem Grund wurde die Gemeinde aufgefordert, bis zum 05. August 2020 dem Regionalverband Rhein-Neckar planungsrelevante Vorhaben mitzuteilen.

Weiter ging es mit den Zahlen der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2020, wofür sowohl Andreas Schölch für die FUB als auch Franz Brenneis für die CDU sowie mit einem Blumenstrauß auch der Bürgermeister für die Gemeindeverwaltung vor allem Kämmerin Marianne Neubauer für das hervorragend aufgearbeitete Zahlenwerk bei „ihrem“ ersten Haushalt der Gemeinde Mudau dankten.

Allerdings galt es im Vorfeld in harten Sitzungen den veranschlagten Finanzierungsbedarf von rd. 4,276 Mio. zu minimieren. Nach intensiven Gesprächen mit den Ortsvorstehern, Feuerwehr und vielen anderen wurden Investitionen und Planungen neu bewertet auf ein „Nur“-Minus im Ergebnishaushalt von 1.169.510 Euro und im Finanzhaushalt von 1.777.625 Euro.

Insgesamt wurde der Haushaltsplan im ersten Jahr nach Ende der Kameralistik und in Folge der finanziellen Corona-Krise wie folgt festgesetzt: Dem Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge in Höhe von 10.452.900 Euro stehen im Ergebnishaushalt ordentliche Aufwendungen von 11.622.410 Euro gegenüber. Auch der Finanzhaushalt steht aktuell mit einem überschaubaren Negativwert zu Buche. Der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen für Investitionen und Fördermaßnahmen wurde auf 2.700.000 Euro festgesetzt und der Höchstbetrag für Kassenkredite beträgt 2.000.000 Euro. Die Steuersätze i.H. betragen für Grundsteuer A (Land- und forstwirtschaftliche Betriebe) 370, Grundsteuer B (Grundstücke) 380 und für weitere 380. Für den Wirtschaftsplan des Wasserversorgungsbetriebes der Gemeinde Mudau wurde festgesetzt: Erträge 706.3000 Euro, Aufwendungen in Höhe von 716.300 Euro. Somit sieht der Erfolgsplan ein Jahresverlust von 10.000 Euro vor.

Der Vermögensplan steht bei Einnahmen und Ausgaben mit 575.000 Euro. Der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen für Investitionen steht mit 2888.000 Euro und der Höchstbetrag der Kassenkredite mit 500.000 Euro zu Buche.

Wie Dr. Rippberger aber auch ankündigte, müssen die Gebühren für die gemeindeeigenen Einrichtungen und auch Steuern unbedingt geprüft und nachgebessert werden. Auch die neuen Bauplätze dürfen nicht mehr „unter Preis“ angeboten werden. Wichtig sei außerdem, dass Bund und Land den Gemeinden ebenso Unterstützung gewähren wie den Wirtschaftsbetrieben.

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