Pilgern im Lieblichen Taubertal

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Wanderer auf der Höhe von Wertheim-Reicholzheim: Der Jakobswanderweg auf den Spuren der Jakobspilger durch Odenwald, Main- und Taubertal erstreckt sich von Freudenberg am Main bis nach Rothenburg ob der Tauber. Zahlreiche Spuren der Jakobspilger gibt es zu entdecken. (Foto: pm)

Der Weg ist das Ziel – Jakobswanderweg führt zu vielen Kunstwerken – Erlebnis erster Güte

(pm) Der Jakobswanderweg durch Odenwald, Main- und Taubertal ermöglicht ein abwechslungsreiches Pilgerwandererlebnis erster Güte. Er gehört zum umfangreichen Angebot an Outdoor-Aktivitäten in der Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ zwischen Rothenburg ob der Tauber und Freudenberg am Main.

Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus findet seine erste Erwähnung im 11. Jahrhundert (1047). Seit dieser Zeit war und ist das Apostelgrab im fernen Westen Europas eines der am häufigsten aufgesuchten Pilger- und Reiseziele der Welt. Einen besonderen Schwung erfuhr das Pilgern durch das Buch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling. „Diesen Trend haben wir überaus gerne aufgegriffen und bereits 2009 den Jakobsweg vom Odenwald durch das Main- und Taubertal entwickelt“, erklärt Geschäftsführer Jochen Müssig vom Tourismusverband „Liebliches Taubertal“.

„Außer durch den Trend zum Pilgern wurden wir vor allem durch die vielen Kunstwerke im Taubertal, die an den Heiligen Jakobus erinnern, zu diesem Angebot inspiriert“, erinnert sich Müssig weiter. Zahlreiche Jakobusdarstellungen in prachtvollen Kirchen, in charmanten Fachwerkdörfern oder als Steinmetzarbeit sowie die ursprüngliche Natur warten darauf, von Pilgerinnen und Pilgern entdeckt zu werden.

Der Jakobsweg durch Odenwald und Maintal schließt in Miltenberg am Main an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an und führt auf einer 180 Kilometer langen Route durch das „Liebliche Taubertal“ bis nach Rothenburg ob der Tauber. In Rothenburg kann auf dem fränkisch-schwäbischen Jakobspilgerweg weiter gewandert werden.

Der Jakobswanderweg durch Odenwald, Main- und Taubertal umfasst neun Tagesetappen, die zwischen 16 und 27 Kilometer lang sind. Für Pilger, die an einem Tag mehr Strecke erwandern möchten, können Tagesetappen zusammengefasst werden. Die Etappen sind so ausgewählt, dass der Gast eine Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten vorfindet. Für jede Etappe sind der Ausgangspunkt, die Streckenlänge, das Höhenprofil, die Wegmarkierung und die Spuren der Jakobspilger angegeben. Hierzu gehören beispielsweise in Miltenberg, Urphar und Lauda die Jakobuskirchen, in Niederstetten die Stadtpfarrkirche oder in Laudenbach die Bergkirche Sankt Margareta. „Die Wanderroute ist mit blauen, die Jakobusmuschel tragenden Schildern markiert“, sagt Geschäftsführer Müssig weiter.

Die einzelnen Etappen können mit Bus und Bahn abgekürzt werden. Ebenso ist die Rückfahrt zum Ausgangsort möglich. Für die Suche nach Übernachtungen bietet der Tourismusverband ein Gastgeberverzeichnis an. Unterkünfte sind auch unter www.liebliches-taubertal.de einsehbar und dort über das Onlinebuchungssystem kurzfristig buchbar. Für die Wanderung auf dem Jakobsweg wurden zudem Stempelstellen eingerichtet. So kann der Pilger in seinem persönlichen Streckenbuch dokumentieren, dass er den Jakobsweg durch Odenwald, Main- und Taubertal gegangen ist.

Von der Hauptroute werden auch Abstecher in die Seitentäler empfohlen, beispielsweise nach Böttigheim und Neubrunn oder nach Grünsfeld und Oberwittighausen. Da Abschnitte durch Waldgebiete führen, ist der Jakobsweg durch Odenwald, Main- und Taubertal auch an heißen Tagen ein geeignetes Angebot. Informationen gibt es beim Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon: 09341/82-5806 und -5807, E-Mail touristik@liebliches-taubertal.de.

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