Minister Hauk trifft Kreisbrandmeister

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(Foto: pm)

Blaulichtorganisationen im Landkreis sind krisenfest

Mosbach. (pm) Viele Übungen mussten aufgrund des Lockdowns ausgesetzt werden und trotzdem waren die Feuerwehren und Rettungsorganisationen zur Stelle, wenn Sie alarmiert wurden. Grund genug für Minister Peter Hauk MdL sich bei Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr aus erster Hand über die Herausforderungen der Corona-Pandemie zu informieren.

„Die Coronapandemie hat für unsere Katastrophenschützer große Veränderungen gebracht. Die Mitgliedschaft in einer solchen Organisation ist gewöhnlich mit Übungsaufwand und Kameradschaft verbunden. All dies musste aufgrund der Pandemie überwiegend ausfallen. Dagegen sind die Einsätze, bei denen jeder Handgriff sitzen muss, geblieben. Hinzu kommt – vor allem im Bereich des Sanitätsdienstes – die besondere Belastung durch lang andauernde Unterstützungseinsätze, um die Corona-Pandemie zu bewältigen “ resümierte Hauk nach dem Gespräch.

Den derzeit im Pandemie-Einsatz stehenden Ehrenamtlichen der Blaulichtorganisationen gelte sein besonderer Dank – aber auch allen anderen, die durch ihre Bereitschaft und ihren Einsatz rund um die Uhr umfassend für die Sicherheit und Gesundheit der Kreiseinwohner sorgen. Sehr zu begrüßen sei es, dass der Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden könne. Dann gelte eine maximale Gruppengröße von zehn Personen welche sich im Ausbildungs- und Übungsbetrieb bewährt hat und aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens als gut geeignet angesehen wird. Die Zahl der Feuerwehrangehörigen zu Ausbildungs- und Übungsveranstaltungen soll aber grundsätzlich sehr klein gehalten werden, um so im Infektionsfall noch ausreichend Kräfte für die Erhaltung der Einsatzfähigkeit zu haben.

Ein besonderes Anliegen ist Hauk die nötige materielle Ausstattung der Feuerwehren im Landkreis. „Glücklicherweise konnten bei der letzten Mittelvergabe alle Anträge auf Zuwendungen für das Feuerwehrwesen aus Mitteln der zweckgebundenen Feuerschutzsteuer bewilligt werden. Das ist sehr erfreulich und trägt einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Feuerwehrbedarfspläne im Kreis überwiegend erfüllt werden können“ stellte Hauk fest. Zwar sei eine Rückstellung einiger Feuerwehranschaffungen in den kommunalen Haushalten zu befürchten, er werbe jedoch für die sukzessive Fortsetzung der Bedarfspläne. „Tritt nämlich ein Sanierungsstau ein, wirft dies Kommunen Jahre zurück. Mittel des Landes werden weiter bereitstehen“, versichert Hauk dem Kreisbrandmeister.

Einigkeit herrschte in dem Gespräch nach Hauks Einschätzung darüber, dass in Zukunft die Gemeinschaft unter den Abteilungen eine noch größere Rolle spielen wird. Ein gutes Beispiel dafür sei bereits der Verwaltungsverband „Kleiner Odenwald“. Durch eine interkommunale Zusammenarbeit im Feuerwehrarbeit kann die Vorhaltung von Ausrüstung und Fahrzeugen zukünftig nachhaltiger gelöst werden. Aber nicht nur was die Fahrzeuge betrifft, auch personell könne dadurch örtlich Abhilfe geschaffen werden. Beispielsweise bei der Erfüllung der Tagesstärke.

Erfreuliche Nachrichten gebe es bezüglich des Digitalfunks. Mit Hochdruck werde derzeit daran gearbeitet, die Feuerwehren im Landkreis in den nächsten drei Jahren vollständig auf den Digitalfunk umzustellen.

Die Ertüchtigung des digitalen Alarmierungsnetzes konnte der Neckar-Odenwald-Kreis im Jahr 2020 erfolgreich abschließen. Dies gewährleistet auch künftig die Alarmierung der rund 3 246 freiwillige Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Ernstfall.

Hauk nahm erfreut zur Kenntnis, dass sich immer mehr Frauen bei der Feuerwehr engagieren. Ebenso erfreulich sei, dass immer mehr Abteilungswehren auch Ausbildungen für die Kleinsten im Kindergartenalter anbieten. „Das sichert Zukunft und begeistert Kinder von klein auf, zu helfen wo Hilfe benötigt wird. Allen Ehrenamtlichen gilt an dieser Stelle mein großer Dank“, so der Minister.

Und weiter: „Sicherlich werden noch viele Pläne durch die Pandemie durchkreuzt werden. Umso wichtiger ist es, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auf die Blaulichtorganisationen im Landkreis uneingeschränkt verlasen können. Ich denke, ich kann ohne Übertreibung sagen: Unsere Blaulichtorganisationen sind krisenfest. Ich werde mich auch künftig dafür einsetzen, dass dafür die notwendige Unterstützung vom Land gewährt wird.“

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