Der lämdliche Raum benötigt mehr Fachkräfte und eine bessere Infrastruktur . Dazu gehören auch bessere Anbindungen an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), um für jüngere Menschen attraktiver zu werden. (Archivbild)
Rippberg. (pm) Die Mitglieder der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar im Neckar-Odenwald-Kreis, darunter Mitglieder des jobNOK-VereinsjobNOK-Vereins zur Fachkräftesicherung, trafen sich bei der Eisengießerei Dossmann GmbH am Hauptsitz Walldürn-Rippberg. Dort tauschten sie sich mit den geschäftsführenden Gesellschaftern Jörg und Felix Dossmann über Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung aus.
Der jobNOK-Vorsitzende Ralf Rohmann bedankte sich für die Einladung und erkundigte sich zu Beginn des Gesprächs nach der Situation bei Dossmann. Von der technischen Beratung und Konstruktion über den Modell- und Prototypenbau bis hin zu Kernfertigung, Guss sowie Nachbearbeitung deckt das Unternehmen das gesamte Spektrum der Eisengießerei ab.
Mit 150 Mitarbeitern und 13 Auszubildenden ist Dossmann zugleich wichtiger Arbeitgeber für die Region. Derzeit sucht der Betrieb allerdings noch Auszubildende in mehreren Berufen, darunter Gießereimechaniker, technische Modellbauer, Elektroniker, Industriemechaniker sowie Maschinen- und Anlagenführer. Interessierte Schülerinnen und Schüler können ein Schnupperpraktikum machen.
Felix Dossmann nannte vor allem die Erreichbarkeit des Unternehmens und die Attraktivität der Betriebsumgebung als Herausforderung bei der Suche nach Auszubildenden. “Der ländliche Raum muss für junge Menschen attraktiver werden, um auch künftig Fachkräfte ausbilden zu können”, so Felix Dossmann.
“Insbesondere minderjährige Auszubildende sind darauf angewiesen, mit den öffentlichen Personennahverkehr Betrieb und Schule erreichen zu können”, ergänzte Jörg Dossmann. Zudem müsse eine ärztliche Grundversorgung und eine bedarfsgerechte Nahversorgung mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs gewährleistet sein.
Chancen, mehr junge Menschen für eine Ausbildung in der Region gewinnen zu können, sahen alle Teilnehmer des Gesprächs insbesondere darin, schon Kindern und Jugendlichen praktische Erfahrungen und Praktika zu ermöglichen. “Junge Menschen brauchen mehr Möglichkeiten, in berufliche Tätigkeiten hineinschnuppern zu können”, betonte Rohmann.
Der jobNOK-Verein baut sein Angebot daher entsprechend aus: Der nächste „Tag der Berufe“ in Hardheim findet am 23. Oktober 2026 statt, der Verein wird in diesem Jahr voraussichtlich in Buchen und Mosbach mit einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sein. Regelmäßige Stammtische sind in Planung.
Die Mitglieder der IHK-Vollversammlung im Neckar-Odenwald-Kreis sind: Volker Egenberger (Egenberger IT Solutions GmbH), Hans-Georg Ehrmann (Georg Röth Eisengießerei GmbH & Co. KG), Simone Farrenkopf (Schuhhaus Farrenkopf e. K.), Cornelia Friedrich (Pflege- und Gesundheitsservice Cornelia Friedrich GmbH), Jürgen Kuhn (Kuhn GmbH), Katrin Schimscha (Schimscha GmbH), Christoph Schneider (Odenwälder Kunststoffwerke Gehäusesysteme GmbH), und Ralf Rohmann (Maschinenfabrik Gustav Eirich GmbH & Co KG). Schirmherr der jobNOK-Fachkräfteinitiative ist Landrat Dr. Achim Brötel.