Gemeinsam in die digitale Zukunft

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 MOSCA beschäftigt weltweit an 24 Standorten rund 1.000 Mitarbeitende, davon den größten Teil am Hauptstandort in Waldbrunn mit ca. 500 Mitarbeitenden. (Foto: pm)

55 Jahre Mosca GmbH – Nachhaltige Digitalisierungslösungen

Waldbrunn. (pm) „Agil handeln und weltweit als Einheit auftreten“, benennt Geschäftsführer Timo Mosca das Erfolgsgeheimnis der Mosca GmbH, die seit 55 Jahren mit nahezu kontinuierlichem Wachstum die Welt der Umreifungen als Technologieführer dominiert. Für die nächsten Jahre stehen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und End-of-Line-Lösungen im Fokus.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann 1966 mit Firmengründer Gerd Mosca im Zwei-Mann-Betrieb und der ersten Verschnürmaschine, Schon bald wurde die traditionelle Schnur durch preiswerteres und robusteres Kunststoffband ersetzt und erforderte neue Technologien – die erste von vielen Innovationen, mit der sich Mosca seit 55 Jahren an der Weltspitze der Umreifungsindustrie behauptet.

Der heutige Hauptsitz Waldbrunn wurde 1983 geschaffen und bildet seither die Zentrale des weltweit agierenden Unternehmens mit 24 Niederlassungen in 17 Ländern. Das 50-jährige Jubiläum vor fünf Jahren feierten 850 Mitarbeitende – heute sind es bereits 1.000, ein Zuwachs von mehr als 17 Prozent. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um rund 30 Prozent.

Zum Vorreiter in der Umreifungsbranche wurde MOSCA durch seine innovative Haltung, dem Bestreben, in der Suche nach den besten Lösungen für seine Kunden immer wieder neue Wege zu gehen. „Das geht nur mit hervorragenden Mitarbeitenden und Vertrauen ineinander sowie Vertrauen in die Stärken unseres Unternehmens“, betont Geschäftsführerin Simone Mosca anlässlich des runden Unternehmensgeburtstags. Diese Überzeugungen machen MOSCA nach wie vor als Familienunternehmen aus und bilden die Grundlage für eine neue Unternehmensstruktur genauso wie Investitionen in Ausbildung, neue Produkte und Dienstleistungen.

Erster Geschäftsführer außerhalb der Familie

Seit Mitte 2018 bestimmt Alfred Kugler als dritter Geschäftsführer neben Timo und Simone Mosca die Unternehmensstrategie entscheidend mit (wir berichteten). Er ist seit 2009 in leitender Funktion bei Mosca tätig und verantwortet jetzt als erster Geschäftsführer außerhalb der Familie die kaufmännischen und kommerziellen Bereiche Service, Marketing und Vertrieb.

Unter seiner Führung wurde unter anderem das ONE Service-Konzept aufgebaut, das Kunden weltweit einheitlich hohe Servicequalität sichert. „In den vergangenen Jahren konnten wir zudem die Vertriebsstruktur insbesondere mit internationalen Niederlassungen weiter ausbauen,“ so Kugler.

„Allein in den letzten drei Jahren haben wir fünf Tochtergesellschaften gegründet: in Frankreich, Ungarn, Japan, Brasilien und Singapur.“ Für 2021 stehen weitere Gründungen von Gesellschaften auf dem Programm.

Neue Unternehmensstruktur

Gestärkt wird die internationale Zusammenarbeit durch die neue Holdingstruktur, in der sich Mosca seit Beginn des Jahres als übergreifende Gruppengesellschaft mit mehreren Tochtergesellschaften aufgestellt hat. „Ob Waldbrunn oder Japan, alle Mitarbeitenden folgen den gleichen Konzepten und Prozessen und betreiben Wissensaustausch“, beschreibt Timo Mosca, CEO, die neue Struktur.

„Damit schaffen wir an allen Standorten weltweit die gleichen Voraussetzungen und arbeiten als ein gemeinsames Team. Wir haben ein gemeinsames Selbstverständnis.“ Worin dieses Selbstverständnis besteht, ist mit der Unternehmensstrategie in Mission, Vision und Werten festgelegt. Letztere haben die Mitarbeitenden selbst in den vergangenen Jahren erarbeitet.

Daneben arbeitete MOSCA an der Weiterentwicklung seiner Marken. Dem in jüngerer Zeit eingeführten ONE Service-Konzept ging in den vergangenen Jahrzehnten die Einführung der einzigartigen Ultraschalltechnologie SoniXs und das Nachhaltigkeitslabel „GET Inside“ voraus. Parallel entwickelt MOSCA seine eigene Digitalmarke. Um diesen prägenden Innovationen auch nach außen mehr Wiedererkennungswert zu verleihen, wurden die entsprechenden Markenlogos kürzlich überarbeitet.

„Unser Markenkonzept spiegelt unsere Unternehmensphilosophie wider: Die Logos und dahinterstehenden Konzepte gehören erkennbar zusammen, bewahren aber jeweils ihren eigenen Charakter“, erläutert Alfred Kugler die Idee hinter der Neugestaltung.

Digitalisierung, End-of-Line-Lösungen und Nachhaltigkeit im Fokus

Mithilfe von digitalen Anwendungen will MOSCA die Verfügbarkeit und Nutzung von Umreifungsmaschinen und -anlagen auch in Zukunft kontinuierlich optimieren. „Im Kern geht es stets darum, wie wir Prozesse beim Kunden und bei uns durch digitale Lösungen verbessern können,“ so Timo Mosca.

Dazu gehören automatisierte Nachbestellungen von Verbrauchsmaterialien genauso wie die ortsunabhängige Überwachung von Maschinen- und Anlagenparametern, um etwaige Probleme früh erkennen, beziehungsweise mithilfe von Fernwartung vorbeugen zu können.

Um bei End-of-Line-Lösungen weiteren Mehrwert bieten zu können, hat MOSCA jüngst das spanische Unternehmen Movitec zugekauft und damit Stretchwickler mit ins Portfolio genommen. „Mit der Kombination von Stretchwicklung und Umreifung gewährleisten wir Produktschutz vor Nässe oder Schmutz und Transportsicherung mit besonderer Stabilität – und das bei geringstem Materialverbrauch.

Eine effiziente und nachhaltige Lösung, wie sie voll und ganz unserer Unternehmensvision entspricht“, erklärt Simone Mosca. Nachhaltigkeit hat seit Jahren einen hohen Stellenwett im Unternehmen. 2021 wird MOSCA erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen, in dem unter anderem die energiesparenden Produktionsmethoden sowie nachhaltig produziertes Band, teils auch aus nachwachsenden Rohstoffen, vorgestellt werden.

Fachkräfte der Zukunft** Zu Nachhaltigkeit gehören für MOSCA neben umweltverträglicher Produktion auch Mitarbeiterbindung und gut ausgebildetes Personal. Die 2018 gegründete Lernfabrik bildet die gemeinsame Lernumgebung für alle Auszubildenden und Studierenden. Neben dem Training in maschineller Werkstoffbearbeitung werden die jungen Mitarbeitenden hier frühzeitig in Kundenaufträge eingebunden.

Das Konzept ist so erfolgreich, dass bereits andere Unternehmen bei MOSCA angefragt haben, ob sie ihre Auszubildenden ebenfalls zu Fortbildungen nach Waldbrunn schicken können. Zudem ermöglichen neue Vereinbarungen zum mobilen Arbeiten allen Mitarbeitenden, je nach Projekten und Arbeitsphasen flexibel auch von zu Hause zu arbeiten.

Auch für die Zukunft sieht MOSCA den Kern des Erfolgs in seinen Mitarbeitenden: „Mit unseren gut ausgebildeten und verlässlichen Mitarbeitenden weltweit haben wir in den letzten fünf Jahren viel erreicht und sind bislang gut durch die Pandemie gekommen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir gemeinsam die Themen Digitalisierung, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit mit neuen Lösungen für unsere Kunden erfolgreich weiterentwickeln.“ resümiert Timo Mosca.

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