Ökologische Maßnahme am Fluss Seckach

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(Foto: Uweltministerium)
 Sennfeld.  (pm) „Baumaßnahme ist wichtiger Beitrag, um das Gewässer naturnaher zu gestalten und bessere Lebensbedingungen für die Fische zu erreichen“

Wie erreicht man den von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie geforderten „guten ökologischen Zustand“ eines Flusses? Ein gutes Beispiel dafür, wie das gelingen kann, ist in Adelsheim-Sennfeld im Landkreis Neckar-Odenwald zu sehen. Umweltstaatssekretär Andre Baumann informierte sich am Donnerstag auf seiner Sommertour 2021 vor Ort darüber, wie die Seckach ökologisch fit gemacht wurde.

Staatssekretär Baumann zeigte sich beeindruckt: „Mit einer klugen Baumaßnahme wurden in kurzer Zeit unüberwindbare Hindernisse beseitigt, die bis dahin den im Fluss lebenden Organismen das Wandern erschwert oder unmöglich gemacht haben. Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Qualität des Gewässers naturnaher zu gestalten und so bessere Lebensbedingungen für Fische und andere Organismen herzustellen.“

Querriegel sorgen für die erforderliche Flusstiefe

Aufgrund mehrerer stufenartiger Abstürze war die Seckach „ökologisch nicht durchgängig“. Die alte Rampe musste umgebaut werden, damit Fische und Kleinstlebewesen wieder wandern können – dies auch in Zeiten von Niedrigwasser. Um die ökologische Durchgängigkeit herzustellen, wurde ein Raugerinne mit Beckenstruktur erstellt, bei dem das Wasser mit Hilfe von Querriegeln teilweise aufgestaut wird. Auf diese Weise wird auch bei geringen Abflüssen die erforderliche Fließtiefe eingehalten.

Gleichzeitig mussten negative Auswirkungen auf den Hochwasserschutz vermieden werden. Die neue Rampe ist daher so dimensioniert, dass sie auch großen Kräften bei Hochwasserereignissen standhält.

Ebenso stand der Erhalt des Kolks (Gumpe) am Fuße der bestehenden Rampe als wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für Fische im Fokus. Der Kolk wird nicht unterhalten und kann sich natürlich entwickeln.

Der Bau wurde Mitte April 2021 begonnen und bereits Mitte Mai 2021 abgeschlossen.

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