Sehr jung kennen- und lieben gelernt

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(Foto: Liane Merkle)

Herta und Reinhard Schüßler feiern Goldene Hochzeit

Seckach.  (lm)  Herta und Reinhard Schüßler haben sich sehr jung beim Tanz in Limbach kennen- und lieben gelernt. Doch sie waren sich auch sehr schnell sicher, dass sie ihr Leben zusammen verbringen wollen und am heutigen Samstag feiern die beiden – immer noch jung – ihr Goldenes Ehejubiläum zusammen mit Sohn und Tochter, deren Partnern und zwei Enkelkindern.

Beide blicken auf ein arbeitsreiches, aber auch zufriedenes Leben zurück. Herta Schüßler wurde am 10. Dezember 1952 in Zimmern geboren und verlor schon im Alter von vier Jahren ihre Mutter an den Krebs. Und obwohl der Vater – ein Eisenbahner – ein Jahr später wieder heiratete, führte die Familie ein unruhiges Leben, denn berufsbedingt musste sie oft umziehen.

Von Zimmern nach Großostheim und Schwabach, wo Herta Schüßler die Hauptschule beendete. Danach absolvierte sie in Nürnberg eine Lehre zur Industrieschneiderin und zog 1969 mit den Eltern nach Adelsheim.

Reinhard Schüßler wurde am 10. Juni 1951 in Robern geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte, um anschließend in Mosbach die Lehre zum Installateur und Klempner zu absolvieren.

Sicher war nicht alles einfach gewesen, aber Schüßlers waren fleißig und zielstrebig und als echtes Team konnten sie ihre Träume verwirklichen. Herta arbeitete bis zur Hochzeit in Adelsheim bei der Firma Glaub & Co. Danach kümmerte sie sich bis 1980 um Kinder und den Haushalt.

Ihr Mann Reinhard arbeitete in der Maschinenfabrik Seckach, doch um den Traum vom Eigenheim finanziell schultern zu können, wechselte er zur Audi nach Neckarsulm. Obwohl viel Freizeit auf der Strecke blieb, konnte das Paar den Bau bereits 1974 mit sehr viel Eigenleistung in Angriff nehmen.

Bereits ein Jahr später zog die kleine Familie zusammen mit der vierjährigen Tochter ins Seckacher Eigenheim. Ab 1980 – der Sohn war gerade ein gutes Jahr alt, wurde Herta Schüßler durch die Firma Schadler Heimarbeit angeboten, die sie zu gerne annahm. Als die Kinder aus dem Gröbsten waren arbeitete sie im Kinder- und Jugenddorf Klinge und parallel im Eberstädter Sanatorium.

Besondere Freude hat das Jubelpaar an den Kindern und Enkelkindern, aber auch an ihren ausgefallenen Hobbys. Herta Schüßler dekoriert mit Vorliebe und kreiert unter anderem wunderschöne Porzellanpuppen, und zwar vom selbst bemalten Kopf bis zu den herrlichen Kleidungsstücken – und das nennt sie ganz banal „basteln“.

Als Reinhard Schüßler 2011 in Rente ging, war das genau der richtige Zeitpunkt, um dem Sohn beim Eigenheimbau zu helfen. Doch seine ganz große Leidenschaft gehört seinen rd. 90 Brieftauben, deren Flüge über die Reisevereinigung des Deutschen Brieftaubenzuchtverbands organisiert werden.

Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zur Jubelhochzeit schließt sich unsere Redaktion gerne an und wünscht weiterhin viel Freude an den Hobbys.

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