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Bürgermeister Wolfram Bernhardt (Mitte) und Wirtschaftförderer Schöll zu Besuch bei der Schimmel Group, vertreten von den Geschäftsführern Rainer Bahler (li.) und Geschäftsführer Matthias Roos (re.). (Foto: pm)

Adelsheim.  (pm) Dieser Tage besuchten Bürgermeister Wolfram Bernhardt und Wirtschaftsförderer Schöll das traditionsreiche Adelsheimer Unternehmen Schimmel mit seiner neuen Geschäftsführung Matthias Roos und Rainer Bahler.

Seit über 70 Jahren werden dort technische Filter und Siebe produziert, die in zahlreichen Branchen zum Einsatz kommen. Aufgrund eines umfangreichen Maschinenparks und der langjährigen Erfahrung im Bereich Werkzeugbau, ist die Schimmel Group außerdem spezialisiert auf die Fertigung von Präzisionsdrehteilen und Experte im Bereich Kunststoffspritzguss für komplexe Bauteile – eine Dreierkombination, die europaweit einzigartig ist.

Eine besondere Stärke der Firma liegt, so Geschäftsführer Matthias Roos, in der Entwicklung von sehr kleinen und innovativen Filtern: „Groß kann jeder, aber wir können auch ganz klein!“ Die meisten in Adelsheim gefertigten Produkte haben eine Größe von 3 Millimeter bis zu 45 Millimeter und werden in Stückzahlen von bis zu 14 Millionen Stück im Jahr produziert.

Gerade in der Fertigung von technisch hochkomplexen Bauteilen liegen die Stärken bei Schimmel Group. Überhaupt wundert man sich als Besucher bei dem Firmenrundgang über die breite Produktpalette die sowohl in Fahrzeugen, als auch in einer Vielzahl von anderen Produkten verbaut werden.

Jede Pumpe und jede Maschine funktionieren nur mit Filtern in verschiedenen Funktionen. Auch die Drehteile von Schimmel sind am Markt aufgrund der hohen Qualität begehrt. Hinzu kommt, dass Schimmel über einen eigenen Werkzeugbau verfügt, der die Kundenwünsche direkt umsetzen kann. Entsprechend stolz berichtet Geschäftsführer Rainer Bahler, dass die Schimmel Group weit mehr ist, als ein reiner Lohnfertiger. Aufgrund der vorhandenen Expertise fängt die Arbeit für den Kunden weit vor der Serienproduktion an.

„Wir sind in vielen Fällen quasi die ausgelagerte Entwicklungsabteilung für die Produkte unserer Kunden“, so Bahler. Und wenn es hierfür besondere Werkzeuge bedarf, baue man sie eben selbst, erzählt er weiter. Diese Fähigkeiten sind es, die sich zuletzt immer mehr auszahlen. Denn aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten in den globalen Lieferketten, lernen die Kunden es wieder zu schätzen, einen Partner zu haben, der ein Rundum-sorglos-Paket anbietet, das von der Entwicklung der Produkte über die Herstellung der nötigen Werkzeuge bis hin zur anschließenden Serienproduktion in hohen Stückzahlen reicht.

Gerade in den letzten Tagen konnte man neue Aufträge über die Produktion von über vier Millionen Stück Drehteile und Filtern für die Anwendung in der Elektrotechnik abschließen.
Überhaupt blickt man bei Schimmel derzeit zuversichtlich in die Zukunft.

Das war nicht immer so. Denn mit zwei Insolvenzen in den letzten fünf Jahren hat das Unternehmen auch schon andere Zeiten erlebt. Dass diese Tage nicht leicht waren, gesteht Roos ganz offen. Umso mehr freut er sich, dass der neue Gesellschafter die R. Weiss Group, die Stärken der Schimmel Group sieht und der Geschäftsführung und Belegschaft neuen Rückenwind gegeben hat. Das zahlt sich offenbar aus, denn seit der Insolvenz in 2019 konnten, durch die erfreuliche Auftragsentwicklung neue Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen eingestellt werden.

Weitere Stellen in den Bereichen Werkzeugmechanik, Kunststoffformgebung, Zerspanungsmechanik und im kaufmännischen Bereich sind derzeit ausgeschrieben. „Unser Team wächst und freut sich auf tatkräftige Unterstützung“, so Roos.

Zusätzlich legt man viel Wert auf die eigene Ausbildung, um Fachkräfte für die Zukunft des Unternehmens generieren zu können. Für diese Aufgabe konnten erfahrene Mitarbeiter des Unternehmens gewonnen werden.

Bürgermeister Bernhardt war sichtlich erfreut, dass das Adelsheimer Traditionsunternehmen nach unruhigen Jahren wieder in sicheres Fahrwasser gefunden hat. „Hier treffen Know-How und Produktvielfalt auf eine sympathische Arbeitsatmosphäre“, resümierte das Stadtoberhaupt.

Besonders glücklich war Bernhardt darüber, dass der zunehmende wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens auch dem städtischen Leben zugutekommt.

„Gerne unterstützen wir das gesellschaftliche Leben vor Ort im Rahmen unserer Möglichkeiten.“, stellte Bahler in Aussicht. So ist die Schimmel Group bereits als Partner der Martin-von-Adelsheim-Schule bei dem Obst und Gemüse Programm dabei. Außerdem war das Unternehmen einer der größten Sponsoren beim diesjährigen Adelsheimer Stadtradeln.

Es ist für das Unternehmen und nicht zuletzt auch für die Mitarbeiter wichtig, dass der Unternehmensname wieder in positivem Licht erscheint.

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