BÜNDNIS 90/GRÜNE – Simone Heitz

Simone Heitz aus Aglasterhausen kandidiert für Bündnis 90/Grüne. (Foto: privat)

Neckar-Odenwald-Kreis. Am 27. März 2011 wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Auch NOKZEIT will seine Leser umfassend über die Wahl, die Parteien und die Direktkandidaten im Neckar-Odenwald-Kreis informieren.

Aus diesem Grund haben wir eine Sonderseite eingerichtet. Darüber hinaus haben wir die Kandidaten angeschrieben und angeboten, sich in unserem Magazin den Wählern vorzustellen. Der Form und der Länge des Beitrags wurden dabei keine Grenzen gesetzt. Auch Fotos, Audiodateien, Videoclips usw. finden Raum sofern gewünscht. Außer NPD und REP, die für eine rassistische und undemokratische Politik der Ausgrenzung stehen, erhielten alle Direktkandidaten eine Einladung zur Vorstellung.
Wir werden die Beiträge in der Reihenfolge Ihres Eingangs veröffentlichen. Simone Heitz von BÜNDNIS 90/GRÜNE setzt die Reihe heute fort:

Liebe Wählerinnen und Wähler,

2011 ist ein entscheidendes Jahr. Bei der anstehenden Landtagswahl am 27. März entscheiden, ob man Ihre Anliegen ernst nimmt, ob Bürgerwillen wichtig ist. Sie können wählen zwischen Machterhalt der Machthabenden oder den Machtwechsel hin zu mehr Bürgerbeteiligung. Bedürfnisse der Menschen wahrzunehmen und ihre Nöte ernst zu nehmen und sie mitnehmen ist mein politischer Anspruch.

Ich kandidiere weil es um die Gestaltung unserer Lebensbedingungen geht. Mir ist wichtig, dass künftige Generationen noch gesund auf dieser Erde leben können. Wir müssen den Klimawandels begrenzen.
Wir brauchen ein Hand- in- Hand von Ökologie, Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit
Nur durch ein Ausbalancieren dieser Komponenten kommen wir zu einem zukunftsfähigen nachhaltigen Wirtschaften. Was wir an wirtschaftlichem Wachstum erarbeiten, reicht längst nicht mehr aus, um die sozialen und Umweltschäden zu reparieren.
Unter keinen Umständen dürfen wir weiter auf Kosten der nächsten Generationen leben.

Die mittelständischen Firmen sind das Rückgrat unseres Wohlstands Solche Betriebe leben i.d. R. ihre soziale und ökologische Verantwortung. In regionaler Wertschöpfung liegt unsere Chance.
Es ist Zeit für ökologische Landwirtschaft.
Die Erde ist ein geschlossenes System.
Alles, was wir tun, wirkt sich auf dieses System aus. Daher gilt mehr denn je: Global denken, lokal handeln.
Als Naturschützerin kenne ich die Schätze gut, die das Neckartal, der Odenwald, das Bauland und der Kraichgau zu bieten haben, deshalb setze ich mich für sie ein.

Ich sehe im öffentlichen Verkehr die mobile Zukunft.
Öffentlicher Verkehr braucht gute verlässliche Anbindung- keine für den öffentlichen Verkehr selbst schädliche Großprojekte wie Stuttgart 21 oder den Bypass der Schnellbahntrasse Frankfurt- Stuttgart.
Die S- Bahn Rhein-Neckar ist ein Erfolgsmodell. Machen wir sie zu einem noch größeren Erfolg, indem wir die Fahrtakte erhöhen und indem wir die mindestens stündliche Anbindung aller Gemeinden durch Busse und Ruftaxis sicherstellen

Regenerative Energien sind unsere Zukunft Ich freue mich, wenn ich Windräder sehe. Nutzen wir ihr Potential. Auch in Wasserkraft, Sonne und Biomasse steckt noch viel ungenutztes Potential. Und natürlich gilt Energieeffizienz statt Energieverschwendung
Ich stehe für eine regionale Energieversorgung. Ich vertraue auf Bürger(gemeinschafts)projekte
Ich bin für die 100%ige Energiewende und den sofortigen Atomausstieg.
Alle Menschen haben ein Recht auf Bildung. Lebenslanges Lernen wird bei einer älter werdenden, Gesellschaft immer wichtiger. Vom Krippenkind bis zur SeniorIn, vom „Träumerle“ bis zum „Überflieger“ sollte jeder entsprechend seiner/ ihrer Möglichkeiten gefördert werden. Integratives Lernen stärkt die Sozialkompetenz. Wir Grüne möchten neue Schulformen ermöglichen.
Ich finde es unfassbar, dass seit meiner Kindheit in den 70er Jahren im Bildungsbereich eine Verschlechterung eingetreten ist. Denn heute ist mehr denn je der Bildungsgrad der Eltern ausschlaggebend für den zu erreichenden Bildungsabschluss der Kinder, das hat mit Chancengerechtigkeit nichts zu tun.

Alle Menschen sind wertvoll. Wir sind als Gesellschaft verantwortlich dafür, dass keiner durch unser soziales Netz fällt.
Die soziale Schere klafft immer weiter auseinander. Viele sind der immer schneller und immer komplexer werdenden Arbeitswelt nicht gewachsen. Wir müssen dem als Gesellschaft gegensteuern!

Derzeit betrachte ich zudem mit Sorge die Entwicklung der ärztlichen Versorgung. Rein wirtschaftliche Interessen rücken immer mehr in den Vordergrund. Auf der Strecke bleibt die Grundversorgung, gerade hier bei uns im ländlichen Raum. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, dass der Mensch- der Erhalt und die Wiederherstellung der menschliche Gesundheit- ins Zentrum rückt.
Ich stehe als Kreisrätin und Aufsichtsrätin der Neckar-Odenwald- Kliniken zu unseren Häusern in Mosbach, Buchen und Hüffenhardt.

Mehr Demokratie ist ein lohnendes Projekt. Ich selbst habe bei vielen Erörterungsverfahren erlebt, dass Bürgerwissen gebündeltes Fachwissen ist. Kein Ingenieurbüro der Welt kann dieses gebündelte Bürgerwissen so schnell und umfassend zur Verfügung stellen.

Wir Grüne sind für starke leistungsfähige Kommunen mit guter Infrastruktur.
Die Kommunen gilt es zu stärken und nicht dadurch zu schwächen, dass Bund und Länder ihre Haushalte zu Lasten der Städte und Gemeinden sanieren. Wer den Kommunen Aufgaben überträgt, hat nach dem Konnexitätsprinzip dies auch zu zahlen.

Wir stehen für Nachhaltigkeit auch in der Finanzpolitik, und das bedeutet, künftige Generationen finanziell nicht noch weiter zu belasten.
Generationengerechtigkeit ist ein Muss-
Auch unsere Kinder und Enkel brauchen Gestaltungsspielräume-
Deshalb am 27. März 2011 Grün wählen!

Ich zähle am 27. März auf Ihre Stimmen!
Am 27.März ist Wahltag! Am 27. März Simone Heitz!

Zur Person:

Simone Heitz (geb. Wild)
verheiratet, 3 Töchter im Alter zwischen 13 und 18 Jahren

1965 geboren in Mosbach
aufgewachsen in Breitenbronn
1984 Abitur am Auguste-Pattberg-Gymnasium
Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Ludwigsburg, 1988 Abschluss Diplom-Verwaltungswirtin (FH)
Seit 1988 im kirchlichen Dienst.
1988-2006 evang Landeskirche in Württemberg
Seit 2007 Geschäftsführerin des evang. Verwaltungszweckverbands Rhein-Neckar (98 Kirchengemeinden in den Kirchenbezirken Neckargemünd-Eberbach, Kraichgau und Südliche Kurpfalz)

Seit 1994 Gemeinderätin in Aglasterhausen
1994-1999 und wieder seit 2009 Kreisrätin im Neckar-Odenwald-Kreis
Aufsichtsrat Neckar-Odenwald-Kliniken (seit 2009),

Politische Schwerpunkte:
Umwelt, Naturschutz, Atomausstieg, Verkehr, Kliniken, Regionalentwicklung, ländlicher Raum
aktiv beim NABU (Naturschutzbund Deutschland), Aktionsbündnis Atommülllager Obrigheim, kirchliche Umweltauditorin / Grüner Gockel, Klimamesse Aglasterhausen, Naturschutznachmittage für Kinder (NABU/ NAJU), Verkehrforum 2000 (Elsenztalbahn), Reitergemeinschaft Auhof-Hüffenhardt-Kälbertshausen

Interview mit Simone Heitz

Infos im Internet:
www.simone-heitz.de

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